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DJ Bobo Mystorial-25th Anniversary Tour 2017

22. April – Kwiecien
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Als wir vor gut 14 Monaten Tickets für DJ Bobo bei Eventime kauften stand eigentlich eine völlig andere Idee Pate bei diesem Projekt. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen – vierzehn !!!!!! Monate im Voraus. Früher ist man abends an die Kasse einer Veranstaltung, kaufte zwei Karten und hatte irren Spaß. Auch in dieser hinsicht hat sich die Welt verändert. Heute muss man seinen Spaß Jahre vorher planen. Nun das müssen und tun wir nicht – wir haben jeden Tag Spaß und genießen das Leben als käme morgen die Apokalypse.

Im Februar letzten Jahres lernten wir zwei nette Berliner Seelen kennen und dachten eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen zu können. Freundschaftsbesuch und ein Event in der Hauptstadt. Unser Scorpions-VIP-Auftritt in der selbigen Halle ist schon fünf Monate her.

Aber zum Bobo. So grundsympatisch und bodenständig wie der Kölliker aus dem Kanton Aargau ist, als Stimmenvirtuosen kann man ihn nicht bezeichnen. Singen kann er eigentlich nicht und rappen eben so wenig. Unsere musikalischen Interessen sind nahezu grenzenlos. Solang es solide handgemacht und melodisch ist – hören wir von Klassik, über Jazz, Blues und Folk, sogar Schlager bis hin zu Hard- and Heavy alles. Aber auch wenn der Schweizer nicht auf den vorderen Plätzen, unserer persönlichen Hitliste rangierte – seine Shows sollen legendär sein.

Nach der gastronomischen Erfurter, Neuentdeckung des Traditionsgasthauses Hopfenberg,(ausnahmsweise alles stimmte – vom Gastraum über Bedienung und das Essen)
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dass zwar seit 1866 an derselben Stelle steht aber zwischenzeitlich an Glanz verloren hat lenken wir das Tufftuff tagsdarauf gen Norden. Für die A9 vergleichsweise stressfrei, erreichen wir vorzeitig unser Schlaflager. Wieder wollen wir die jugendliche Multikulti-Atmosphäre des SunFlower Hostels im Kiez zwischen Friedrichshain und Kreuzberg genießen. Zumal nur wenige Meter von der MB-Arena gelegen.
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Diesmal bekommen wir das vom Berliner Star-Sprayer Dexter Xuan, neugestaltete Zimmer 212. Man merkt den unterschied im Stil und in der “Pinselführung” des Profis zu den übrigen Airbrush’s im Haus. Glatter, flüssiger Linienverlauf und ein Kapitales Motiv – aber seht selber:))) Ins Hostel kommen wir wie zwei Syrische Flüchtlinge – der Rabe findet seinen Ausweis nicht, die Eule meldet uns mit einer 15 Jahre alten Adresse an – sogenanntes Klausener-Breitsp(r)ecktrum-Syndrom:))))
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Nach dem Bettenbeziehen gönnen wir uns an der Hostelbar (22h am Tag geöffnet – welches 5* Haus bietet das schon;))) was zu trinken. Dem Raben fällt Quartiermeister ins Auge. Ein Berliner “Hopfentee” der sogar schmeckt. An der Sonne vorm Hostel lernen wir einen jungen Obdachlosen kennen. Einen verwahrlosten Eindruck vermittelt er nicht einmal aber sein Hirn scheint am Drogenkonsum seit längerer Zeit schon gelitten zu haben. Für sein Schicksal macht der 30 jährige seine Mutter verantwortlich und den Stress, den er zu Hause ertragen musste. Mama-Problem und Stress-Allergie da sollte die Gesellschaft wirklich etwas gegen tun. Unser Verständnis wird auf eine harte Probe gestellt. Das Gegenteil begegnet uns keine fünf Minuten später. Ein Jugendlicher kommt auf eine Zigarettenlänge vor das Hostel. Etwa 25 Jahre alt, kunstvoll tätowiert, freundlich und redselig, spricht fließend Englisch (haben wir bemerkt). Er arbeitet seit 10 Jahren hier im Hostel und macht nebenbei andere kleinere Jobs wie Bühnen Auf- und Abbauen oder die MB-Arena nach einem Event in der Nacht säubern. Er klärt uns über über den Quartiermeister auf. Ein Social-Business-Projekt einer Gruppe junger Berliner. Das Kiez-Bier wird mit etwa 10 Mitarbeitern gebraut, abgefüllt und vermarktet. Das Projekt veröffentlicht unter http://www.quartiermeister.org/de/ quartalsmäßig seine Bilanz. Der Gewinn wird, nach einer Online-Abstimmung, komplett an soziale Einrichtungen und bedürftige Projekte gespendet. Einzigartig beispielhaft und nachahmenswert – finden wir – und ….. ein Hut ab vor solch einer Jugend. Noch ist Polen …. ähhhh Deutschland nicht verloren.

In Berlin ernähren wir uns traditionsgemäß zumindest einmal von der Currywurst. Der Curry-Dialer unseres Vertrauens ist “What a wurst” an der Ecke Warschauer und Revaler Straße. (wie putzig, beides Orte in Polen).
Die genialste Currywurst die es gibt. Nehmt die ohne Darm mit Avocado-Dipp und dazu Jalapenos ……… unbeschreiblicher multipler Zunge-Gaumen-Speiseröhre-Magen-Orgasmus!!!!!!!!!!! Sex Stück davon wechseln für knappe 14 Euronen ihren vorläufigen Aufenthaltsort vom Bratblech der Würstchenbude in unsere Mägen. Der Budeninhaber macht das Erlebnis perfekt. Eine supernette und einmalig witzige Berliner Kiezschnauze aber mit Niveau und Still. Schon letztes Jahr haben wir gemeinsam gelacht – der Mann ist unbezahlbar.

Nach sechs Würsten brauchen wir vor dem Event eine Siesta. Stündchen Heia und wir sind fit für Peter Renè Baumann, so DJ mit bürgerlichem Namen. Diesmal bekommen wir die Behandlung der zweiten Klasse. Anstehen vor dem Betreten der Halle, Anstehen vor jedem Kiosk, Preise wie beim Oktoberfest oder bei der CeBit – wenigstens unsere Plätze sind Top. Beste Sicht auf die Bühne, keine 30m von ihr entfernt. The Show must go on – ok, nicht ganz – das Eulchen führt vorher noch eine zauberhafte Pirouette auf. Ein Pommes Frittes FlicFlac. Der Ausrutscher auf hohem Absatz und zertrampelten Fritten hätte den Abend beenden können. Grazil wie eine Schlange (vielleicht dank der Schlangenleder-Stiefelchen) wickelt das Eulchen Ihre Ständerchen im Kreis um die “plattgoldenen Kartoffelprodukte” die im Eingang zum Block 208 auf dem Boden lagen – ohne sich dabei auch nur das Geringste zu tun. Volle ZEHN in der B-Note. Lustig allemal – wobei der Rabe aus Sicherheitsgründen erst die Schadensmeldungen abwgewartet hat bevor er loslachte:))) Alles gut – nix passiert.
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Die Veranstaltung selbst wir zur einer großen “let’s the party”. 33 Musiker und Tänzer auf der Bühne, 120 Tonspuren, 40 Tausend Watt Musikleistung, 9 Tonnen Material allein an der Hallendecke hängend, 120 Moving-Lights, fünf Videoprojektoren mit 40000 ANSI-Lumen (40x heller als ein TV Gerät), 150 Tonnen Equipment, 120 Liter Kerosin für Pyro-Effekte PRO Show, 32 Kilometer Kabel, 5 Kameras und ein professioneller Schnittplatz usw. usf.
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Über zwei Stunden, 3 Zugaben lang hält der Schweizer seine Fans und uns in seinem Bann. Die Bühne wird dank raffinierter Videoanimationen, auf die selbst Pixar oder Disneystudios stolz wären, 5x völlig umgestaltet. Eine Zeitreise von der Steinzeit, über altes Ägypten, Paris von 1866, über die 90er bis in die Zukunft. Alles mit BOBO-Hits untermalt.

Die Tänzer folgen einer ausgefeilten Choreographie von Curtis Burger (seit jeher bei der BOBO-Truppe). Bei den Musikern gibt Thomas J.Gyge seit Jahren den Ton an – genau seit etwa 15 Jahren als Bobo anfing mit einer Live-Band aufzutreten. Bei der Band übrigens auch ein alter “Bekannter” des Raben – Zlatko Perica an der Gitarre, der schon mit Tangerine Dream spielte.
Wie schon eingangs erwähnt – es ist keine Musik die wir uns im Auto anhören oder zu Hause laufen lassen. Es ist aber eingängige, leichtfüssige Partymucke bei der keiner ruhig sitzen bleiben kann und die Show sucht weltweit ihres Gleichen. Lediglich PINK übertrifft mit Ihren Shows dieses Niveau – und perfektioniert es noch mit akrobatischen und stimmlichen Höchstleistungen. Wir sind berauscht und begeistert als wir die Halle verlassen. Allerdings nochmal müssen wir DJ BOBO nicht besuchen:))))

Apropos – genauso ein glückliches Paar wie wir der Renè mit seiner Nancy. Seit 1995 fester Bestandteil von Bobos Dance-Crew und seit 2001 mit ihm verheiratet. Beide tun gemeinsam an den Shows feilen, reisen und arbeiten zusammen. Nancy singt und tanzt in der Show und ist ein Hingucker – toi toi toi den Beiden:)))) Uns ein Vorbild.
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1 Kommentar

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29. Apr. 2017 | Events | 1 Kommentar