Georgien erleben — Begegnungen, Gespräche, Freundschaften

Vor unse­rem Urlaub in Geor­gi­en war ich wirk­lich sehr skep­tisch. Es gab nicht einen posi­ti­ven Kom­men­tar aus mei­nem Umfeld was die Wahl unse­res Urlaubs­zie­les betraf. Durch unse­re Urlau­be in Alba­ni­en (da flie­gen wir die­ses Jahr bereits zum drit­ten Mal hin), in Rumä­ni­en, Nord­zy­pern und Maze­do­ni­en bin ich mitt­ler­wei­le von einer Art Aben­teu­er­lust gepackt und trotz Allem von Vor­freu­de erfüllt. Um es kurz zu sagen, mei­ne Erwar­tun­gen, die man ja nun mal hat, wur­den um ein Viel­fa­ches über­trof­fen.

Man sagt ja der ers­te Ein­druck zählt — und so war die Über­ga­be unse­res Jeeps am Flug­ha­fen total easy. Und unse­re ers­te Unter­kunft, zufäl­lig gewählt auf der lan­gen Stre­cke zwi­schen Kuta­is­si und Mes­tia im Kau­ka­sus, soll­te der Beginn einer klei­nen, geor­gisch-deut­schen Freund­schaft sein. Wir fühl­ten uns von der ers­ten Umar­mung an wie im Krei­se der Fami­lie.

Die Herz­lich­keit unse­rer Gast­ge­ber im „Matua Guest­house” ist ein­fach unüber­trof­fen — das ers­te Abend­essen in Geor­gi­en ist eine Köst­lich­keit, aus fri­schen, regio­na­len Zuta­ten und ein­fach ober­le­cker. Der Wein vom eige­nen Wein­berg, im spon­tan geschenk­ten Wein­horn, ver­schö­nert den Abend auf sei­ne Art. Tra­di­ti­on in Geor­gi­en: man muss viel Wein trin­ken, da man das Horn ja nir­gend­wo abstel­len kann. Mir war angst und ban­ge des schwe­ren Kop­fes wegen am nächs­ten Mor­gen – aber völ­lig unbe­grün­det wie sich raus­stel­len soll­te.

Immer wie­der Bal­sam für mei­ne See­le ist für mich in die­sen Län­dern der Umgang mit dem Nutz­vieh. Den Tie­ren wird ein art­ge­rech­tes Leben in natür­li­cher Umge­bung gegönnt. Ob es die Pute mit ihren 11 Jun­gen ist, das Kälb­chen mit Mama auf der Wie­se, freie Pfer­de mit ihren Foh­len, Schwei­ne ohne Umzäu­nung, die sich auf Wie­sen oder in Schlamm­kuh­len wäl­zen, unend­lich gro­ße Her­den mit Scha­fen und ihren Läm­mern. Man sieht sol­che Bil­der in ganz Geor­gi­en (in Alba­ni­en, Rumä­ni­en, Grie­chen­land und auf Zypern übri­gens auch) und es ist für mich eine rei­ne Augen­wei­de. Soviel Fotos kann man gar nicht machen! Einer der vie­len Grün­de war­um wir süch­tig nach solch ursprüng­li­chen Desti­na­ti­ons sind ist auch die Natur und die frei leben­de Tier­welt.

Georgien ein Tierparadies 

Die Ent­fer­nun­gen die wir in Geor­gi­en täg­lich zurück­ge­legt haben hören sich nicht gewal­tig an – den­noch — zwi­schen 5 und 7 Stun­den im Auto sind dabei kei­ne Sel­ten­heit, was aber mehr dem Zustand der Stra­ßen geschul­det ist. Lan­ge­wei­le oder ver­ta­ne Zeit ist es aber nicht. Es gibt‘s ja die­ses Sprich­wort: “Der Weg ist das Ziel ” — man muss es ein­fach lie­ben. Stän­dig wech­seln­de, wun­der­schö­ne Land­schaf­ten, unbe­rühr­te Natur soweit das Auge reicht, Flüs­se unter­schied­li­cher Far­ben, Anti­ke Stät­ten, Kir­chen mit atem­be­rau­ben­den Fres­ken aus längst ver­gan­ge­nen Zei­ten, Men­schen so herz­lich und offen …..

Es ist ein­fach zau­ber­haft … man fühlt sich frei, sowohl phy­sisch als auch psy­chisch. Alle Pro­ble­me der Welt weit ent­fernt und man staunt unent­wegt (auch über sich selbst) wie wenig man braucht um glück­lich zu sein. Für mich ein magi­scher Moment — gemein­sam mit einem Schwein auf einer grü­nen Wie­se zu suh­len … im lei­sen Zwie­ge­spräch. Nein ver­rückt bin ich nicht!

Die unver­ges­se­nen Ein­drü­cke, die tol­len Erleb­nis­se und die Erin­ne­run­gen ver­dan­ken wir natür­lich den Men­schen in allen Land­stri­chen und Orten die­ses wun­der­ba­ren Lan­des. Z.B. Dus­ja und Abel – die ein­zig­ar­tig herz­li­chen und gast­freund­li­chen Wein­bau­ern aus einem klei­nen Dorf bei Jva­ri, deren Gäs­te wir gleich an unse­rem ers­ten Abend in Geor­gi­en waren -– sind der Grund dafür, dass ich mich gleich am ers­ten Abend in Geor­gi­en ver­lieb­te.

Georgiens Küche — die Haute Cuisine des Sowjetreichs

Als kuli­na­ri­sche Erin­ne­rung bleibt MAZONI (geor­gi­scher Joghurt mit Min­ze und Zitro­ne) dazu gegrill­tes Hühn­chen und LAVASH, das tra­di­tio­nel­le Fla­den­brot … Sen­sa­tio­nell. Die geor­gi­sche Küche galt und gilt übri­gens im gan­zen Sowjet­reich als exqui­si­te Cui­sine. Wir haben über 2 Wochen lang jeden Tag ande­re Spei­sen bestellt oder ser­viert bekom­men – und alle … wirk­lich ALLE!!!!! waren lecker bis ober­le­cker – auch wenn wir über manch einen Geschmack erst staun­ten.

Auf dem end­los erschei­nen­den Weg zwi­schen Mes­tia und Ush­gu­li ent­de­cken wir am Rand einer 10 Häu­ser-Sied­lung namens Vish­na­shi “KALA Brunch”. Idyl­lisch am Engu­ri Fluss gele­gen, mit Blick auf die Ber­ge unse­re zwei­te Begeg­nung der beson­de­ren Art. Kea, die Besit­ze­rin, freut sich sehr uns als Gäs­te begrü­ßen zu dür­fen. Sie kocht in ihrer klei­nen Küche, für uns in weni­gen Minu­ten frisch, ein orgas­ti­sches KUBDARI mit Hühn­chen-Cur­ry, dazu ein küh­les Bier.… wahr­haft para­die­sisch! Das schöns­te aber sind die Gesprä­che. End­lich West­eu­ro­pä­er mit denen man rus­sisch schwat­zen kann. Beim Abschied gab es eine herz­li­che Umar­mung!

In Ush­gu­li lern­ten wir BORJA ken­nen. Er hat in sei­nem Wohn­haus ein klei­nes Muse­um ein­ge­rich­tet mit Erin­ne­run­gen aus längst ver­gan­ge­ner Zeit. Er erzählt uns vom ein­fa­chen Leben der Bewoh­ner im höchs­ten noch bewohn­ten Berg­dorf Euro­pas, von sei­nen Eltern und dem Umgang mit Schnee und Käl­te.

 

Immer­hin kom­men jetzt auch Frem­de in sein Dorf das hilft den Ein­hei­mi­schen, zumin­dest in den war­men Mona­ten. Bis vor eini­gen Jah­ren war Ush­gu­li im Win­ter von der Welt abge­schnit­ten. Spon­tan spielt BORJA für uns auf dem Band­uri und singt dazu in sei­ner Muttersprache.….wir tan­zen und unse­re Her­zen hüp­fen vol­ler Begeis­te­rung.

Die Seil­bah­nen von Tsch­ia­tu­ra sind, von einer WDR-Repor­ta­ge, berühmt unter dem ” Sta­lins stäh­ler­ne Sär­ge”. Die Seil­bahn-Schaff­ne­rin­nen sind ech­te Ori­gi­na­le — adrett geklei­det, sehr ordent­lich und dienst­be­flis­sen, vol­ler Freund­lich­keit und strah­len in den fast 70 Jah­re alten, schwe­ben­den Blech­ka­bi­nen eine eige­ne Kom­pe­tenz aus. Neben dem Uralt-Tele­fon für Not­fäl­le (die es trotz des Alters kaum gibt) haben sie in “ihrer” Kabi­ne eine klei­ne pri­va­te Ecke mit Deck­chen, dar­auf einem Sträuß­chen fri­scher Blu­men und einem Foto mit Fami­lie .… ein ein­zig­ar­tig kusch­li­ger Arbeits­platz!

Das nächs­te Acha-Erleb­nis erwar­tet uns im ” Oasis Club” in Udab­no, nahe der Aser­bai­dscha­ni­schen Gren­ze. Dar­über wird der Rabe noch aus­führ­lich berich­ten. Da müsst ihr auf alle Fäl­le hin! Der Chacha-Citro­nel­la (selbst­ge­brann­ter Zitro­nen Obst­ler) ist auch zum Früh­stück schon ober­le­cker!

In Ste­pans­min­da, am Ran­de Ose­ti­ens, krem­peln wir eine gan­ze inter­na­tio­nal besetz­te Gast­stät­te um. Im “Shorena’s” ani­mie­ren wir, übri­gens anfäng­lich völ­lig ohne Cha-Cha, gemein­sam mit Eddi und Clau­dia aus Nürn­berg, einen Tisch vol­ler Polen, zwei Aus­tra­li­er und etli­che ande­re Natio­na­li­tä­ten spon­tan zum Fei­ern und Tan­zen. Der Chef der Bar, wie ich im QUEEN Shirt, legt der Rei­he nach Musik von ABBA, QUEEN und AC/DC usw. auf. Wir tan­zen wie die beklopp­ten und der Chacha wird nach einer Wei­le aus dem Kanis­ter getrun­ken … als gäbe es kein Mor­gen .….. We will Rock You! Ein unver­gess­li­cher Abend.

Die zwei jun­gen Besit­zer des klei­nen Hotels “Sea Line” an der Schwarz­meer­küs­te schlie­ßen uns eben­falls gleich in ihr Herz. Das Hotel hat gera­de erst wie­der zur Sai­son geöff­net. Es gibt eigent­lich noch so gut wie nichts im Haus. Für unser Abend­essen wird eine Köchin aus dem nahen She­kre­til­li her­bei­ge­ru­fen. Was­ser und Bier gibt es eben­falls nicht — dafür Wein so viel man will.

Die Jungs erzäh­len uns wie ihre Fami­li­en gemein­sam mit den Eltern das Geschäft auf­ge­baut haben, zei­gen uns Fotos vor- und nach­her, und Vide­os von Del­fi­nen die vorm Strand im Was­ser spie­len. Sie sind auch neu­gie­rig wie es uns in Deutsch­land so geht.

Die­se und noch vie­le wei­te­re kur­ze und lan­ge Begeg­nun­gen und teils tief­grei­fen­de Gesprä­che ob mit einem Astro-Phy­si­ker in Abas­tu­ma­ni, mit einem Seil­bahn­füh­rer in Bord­jo­mi, mit einem ehe­ma­li­gen Sowjet­sol­da­ten der vor 55 Jah­ren in der DDR dien­te, einer Bäue­rin oder ganz jun­gen Schul­ab­gän­gern im Wes­ten des Lan­des – haben unser Herz ganz weit für die­sen Land­strich geöff­net. Abcha­si­en, Arme­ni­en, Aser­bai­dschan, Kasach­stan, Usbe­ki­stan unvm.

Begegnungen, Gespräche und Freundschaften … in Georgien

Ich hof­fe sehr Ihr habt Spaß beim Lesen und ihr seid rich­tig neu­gie­rig auf die­ses Land -:)))

Lost Places Grenzerfahrung und ein versüßtes “Jubiläum”

Schon lan­ge woll­te der Rabe sei­ner Köni­gin zei­gen, wo er sein Land “ver­tei­digt” hat. Vor vie­len Jah­ren gab es da eine Gren­ze, mit­ten durch ein wun­der­schö­nes Land. Hier und da stan­den jun­ge Män­ner und bewach­ten die­se, von ihren Sys­te­men, ihren Regie­run­gen, ihren Vor­ge­setz­ten mani­pu­liert als wür­de es sich um den hei­li­gen Gral han­deln. Anfang der 80er Jah­ren hat man zwar die schreck­lichs­ten Tötungs­werk­zeu­ge an die­ser Gren­ze abge­baut, die poli­ti­sche Stim­mung wur­de ent­spann­ter — den­noch bewach­ten, allein auf der Ost­sei­te durch­schnitt­lich 44000 Mann unter Waf­fen den s.g. Todes­strei­fen auf dem über 1000 DDR-Bür­ger gestor­ben waren.

Rabens Dienst­zeit war, bis auf weni­ge Aus­nah­men, nicht unan­ge­nehm. Als UaZ (Unter­of­fi­zier auf Zeit) genoss der Jung­vo­gel wöchent­lich Aus­gang und einen frei­en Tag, monat­lich 4 Tage Urlaub (macht 48 im Jahr😊, durch­schnitt­lich 6h Dienst­zeit am Tag und fast 1200 Ost­mark plus Zula­gen im Monat (DDR-Durch­schnitts­ge­halt lag damals bei etwas über 800 Mark). Wie gesagt — es war Kom­mu­nis­mus!

Die, zuge­ge­ben har­te, halb­jäh­ri­ge Grund­aus­bil­dung hat aus einem Jun­gen einen Mann gemacht der bis heu­te in der Welt zu recht kommt. Der anschlie­ßen­de Dienst in einem ver­schla­fe­nen, Süd Thü­rin­ger Dorf leg­te einen Grund­stein für Rabens Lie­be zur Natur und zum Wan­dern — und ver­edel­te Rabens Fähig­kei­ten im Umgang mit Men­schen sowie sei­ne orga­ni­sa­to­ri­sche und kul­tu­rel­le Ader. Einen Club­raum füll­te der jun­ge Rabe mit Leben — schmu­cke The­ke, täg­lich mit Geträn­ken und Kaf­fee (unter der The­ke gabs auch mal was ande­res😊) wöchent­li­che Spiel- und Film­aben­de, eine Rock­band die er aus der Sin­ge­grup­pe der Kom­pa­nie und dem ört­li­chen Mäd­chen­chor form­te und so vie­les mehr — lie­ßen die Zeit in die­sem 170 See­len Dorf nicht lang­wei­lig wer­den.

August 1961  war ein geschichts­träch­ti­ges Datum in der Deut­schen His­to­rie, der August 1988 war auch ein bewe­gen­des Datum im Lebens­lauf des Raben­prin­zen aber weder das eine noch das ande­re Datum hat uns ermun­tert die ehe­ma­li­ge inner­deut­sche Gren­ze zu besu­chen. Erst im Nach­hin­ein wur­de uns klar in welch einem his­to­ri­schen Kon­text unse­rer Wochen­end­aus­flug zu sehen ist.

So mach­ten wir uns los in den ent­le­gens­ten Zip­fel Thü­rin­gens nach Lich­ten­hain an der Gren­ze zu Bay­ern. Die Fahrt über end­los ver­schla­fe­ne Dör­fer und eine intak­te, wun­der­schö­ne Natur ließ erah­nen, dass hier zu DDR Zei­ten im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes  “der Hund begra­ben war” (zum The­ma Sprich­wör­ter der 1.) und die Men­schen von der Außen­welt so ziem­lich abge­schnit­ten. Gleich am Orts­ein­gang die “Kaser­ne”  — in der der Rabe 28 Mona­te sei­nes Lebens zubrach­te.

Sei­ner­zeit die 7. Grenz­kom­pa­nie des 2.Grenzbatallions im Grenz­re­gi­ment 15  Son­ne­berg. Ich bekom­me gleich ein mul­mi­ges Gefühl, ob der Ört­lich­keit oder der Erin­ne­rung an zurück­lie­gen­de Zei­ten wegen.  Das Gelän­de und die Gebäu­de sind ver­las­sen und ver­wahr­lost. Alles wie in Tscher­no­byl zuge­wu­chert und zuge­wach­sen — und das obwohl die “Immo­bi­lie” wohl bis zum Jahr 2006 als Asyl­heim, dann als Jugend­her­ber­ge genutzt wur­de.

Schnell ist ein Loch im Zaun gefun­den und wir sind drin. Der Rabe voll im Erin­ne­rungs­wahn, ich mit Gän­se­haut, auf­ge­stell­tem Nacken­haar und die Augen wie ’ne Rund­um­leuch­te. Die Türen der ehe­ma­li­gen Gara­gen las­sen sich öff­nen, naja nur alter Krem­pel, unzäh­li­ge  Kar­tons mit Bier­glä­sern, Tische, Bar­ho­cker, Kron­leuch­ter, eine Dis­co­ku­gel. Der Rabe bringt sich vor dem Ein­gang in Pose für die abso­lut geils­ten Fotos. Dann .… ach du Schreck — die Tür der Kom­pa­nie ist nicht ver­schlos­sen. Jetzt gibt es kein zurück!

Zim­mer für Zim­mer wird unter die Lupe genom­men, jede Schrank­tür geöff­net, die Duschen und Toi­let­ten in Augen­schein genom­men …ich immer mit einem wachen Blick über die Schul­ter. Ich erfah­re wo geschla­fen, geges­sen und sich ver­sam­melt und berat­schlagt wur­de. Ach ist das auf­re­gend. Als der Rabe in den Kel­ler will, kapi­tu­lie­re ich, für heu­te reicht es. Ein letz­ter Blick auf den Sport­platz, der mitt­ler­wei­le mit dich­ten Gebüsch zuge­wach­sen ist.

Genug der Nost­al­gie und der war­nen­den Erin­ne­rung vor Zei­ten in denen sich jun­ge Men­schen mit gela­de­nen Maschi­nen­ge­weh­ren auf zwei Sei­ten gegen­über stan­den nur weil Poli­ti­ker das Den­ken und Han­deln der blin­den Mas­sen dik­tier­ten … durch­aus eine War­nung an die heu­ti­ge Zeit.

Eine kur­ze Rund­fahrt durch den ehe­ma­li­gen Grenz­strei­fen ergänzt das Besich­ti­gungs­pro­gramm. Die Grenz­an­la­gen sind ver­schwun­den. Im frü­he­ren benach­bar­ten Grenz­ab­schnitt, in Neu­en­bau, steht noch ein BT9 — damals eine s.g. Füh­rungs­stel­le. Lei­der ist sie abge­schlos­sen … viel­leicht bes­ser so.

Von einem der Beob­ach­tungs­tür­me sah der Rabe in den 80ern manch­mal die Dächer und Türm­chen einer Burg. Der Burg Lau­en­stein — der eigent­li­che Grund für Eul­chens Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung zum heu­ti­gen Aus­flug. In Lau­en­stein gibt es näm­lich eine Scho­ko­la­den­fa­brik — so zu sagen ein Eulen-Köni­gi­nen-Eldo­ra­do. Da müs­sen wir UNBEDINGT hin.

Aber zuerst noch etwas älte­re Geschich­te. Lau­en­stein ist eine wirk­lich traum­haf­te Burg. Die 3/4 stün­di­ge Füh­rung mit nur 6 Per­so­nen lässt viel Platz für Geschich­ten, Sagen und Erwäh­nens­wer­tes. Wir erfah­ren etwas üben den Besit­zer und die Ent­ste­hung eini­ger Sprich­wör­ter wie zum Bei­spiel “Etwas auf die hohe Kan­te legen”, “eine Gar­di­nen­pre­digt hal­ten”, “tief in der Krei­de ste­hen” oder “ins Bett stei­gen”.

Wir kön­nen foto­gra­fie­ren soviel wir wol­len und über­all hin­ein­schau­en — sel­ten in deut­schen Schlös­sern, Bur­gen und Muse­en. Für einen Moment füh­len wir uns wie die könig­li­chen Burg­her­ren — sor­ry für das Sel­fie:)

Nun will ich aber end­lich in die Pra­li­nen­fa­brik. Hal­le­lu­ja — ich wer­de nicht ent­täuscht. Es ist der Wahn­sinn — 99 Pra­li­nen­ar­ten und Bruch­scho­ko­la­de in tol­len Geschmacks­rich­tun­gen, da kann sogar der Rabe nicht wider­ste­hen.  Edel­mar­zi­pan, Him­beer­trüf­fel, Wal­nuss­nou­gat, Wald­meis­ter­trüf­fel, Trüf­fel mit Bal­sa­mi­co, wei­ße Scho­ko­la­de mit Hei­del­beer ‑Sah­ne- Geschmack, Cap­puc­ci­no­t­rüf­fel und und und . Ein ver­mö­gen für fast ein Kilo süßer Kalo­ri­en über­las­sen wir frei­wil­lig dem eins­ti­gen Klas­sen­feind😊

 

 

Wie immer nach einem auf­re­gen­dem Tag, suchen wir nun ein lau­schi­ges Plätz­chen für ein lecke­res Abend­essen. “Die Stein­bachs­müh­le” hat geschlos­sen wegen einer Fei­er zur Schul­ein­füh­rung. Erst etwas ent­täuscht machen wir dann DIE Ent­de­ckung, Hotel “Zum Stei­ger” in Gebers­dorf, das Dörf­chen kennt bestimmt jeder -:))) Von Außen unschein­ba­res Gebäu­de, dörf­lich, alt­ba­cken, mit DDR Charme aber die Küche .… vom Aller­feins­ten. Es gibt alles was das Herz begehrt, vom Reb­huhn, Tau­be, Gans über Wild­schwein und Wei­delamm. Dazu rich­ti­ge hand­ge­mach­te Thü­rin­ger Klö­ße, es ist der abso­lu­te Ham­mer. Ein­stim­mig ver­ge­ben wir 30 von 10 mög­li­chen Punk­ten — und das obwohl wir sehr streng sind in der Dis­zi­plin Gas­tro-Kri­tik — vor allem in Deutsch­land. Welch ein wun­der­schö­ner Tag auf den Spu­ren der Ver­gan­gen­heit in die Gegen­wart!

 

Transsylvanien — Walachei — Kreisch .… eine rumänische Liebelei

War­um denn da hin, es gibt doch schö­ne­re Orte” … so die Kom­men­ta­re mei­ner Mama, von Freun­den, Bekann­ten und Kol­le­gin­nen, als ich von unse­rem neu­en Urlaubs­ziel erzählt habe. Zuge­ge­ben ein wenig Skep­sis war auch bei mir da.…am Anfang. Dann habe ich pri­va­te Blogs gele­sen und Doku­men­ta­tio­nen geschaut und dann war mei­ne  Neu­gier auf Land und Men­schen, mei­ne Aben­teu­er­lust ein­fach grö­ßer. Ich hat­te kei­ne Erwar­tun­gen. Oder viel­leicht doch … so viel  Natur und Tie­re wie mög­lich und so wenig Men­schen wie mög­lich.

Ruhe und Schö­nes für die See­le. Mit der Ankunft in Buka­rest war die­ses woh­li­ge Gefühl da — Frei­heit. Los­fah­ren mit dem Miet­au­to, die Freu­de ist groß, ein wei­ßer, fast neu­er Dacia Dus­ter. Die ers­te Unter­kunft natür­lich tra­di­tio­nell. Ers­tes Abend­essen, frisch ein­ge­kauft:  Weißbrot,Tomaten, Zwie­bel, Wurst, Zie­gen­kä­se, eine Büch­se Bier, dazu bekom­men wir spon­tan von unse­rer Gast­ge­be­rin eine Fla­sche Palin­ka (der typisch rumä­ni­sche Obst­ler). Jeder Tag gleicht hier einen Aus­flug ins Para­dies — soviel Ein­drü­cke — unbe­rühr­te Natur, ein­sa­me Wan­der­we­ge, rie­si­ge Schaf‑, Kuh‑, und Zie­gen­her­den, ver­schla­fe­ne Dörf­chen mit klei­nen bun­ten Häuschen,Storchennester wie auf eine Schnur auf­ge­fä­delt, bun­te Wie­sen, plät­schern­de Flüs­se, geheim­nis­vol­le Klös­ter, Mys­te­riö­ses, schick­sal­haf­te Begeg­nun­gen, stei­le Ber­ge, Bären in frei­er Wild­bahn. Hun­de, die sich spon­tan unse­ren Wan­de­run­gen anschlie­ßen oder unse­ren Schlaf auf abge­schie­den Bau­ern­hö­fen bewa­chen.

Es scheint fast unmög­lich, dass der nächs­te Tag genau­so schön wird. Und dann sind da noch die Men­schen. Die täg­li­che, har­te Arbeit ist ihnen ins Gesicht geschrie­ben. Gegerb­te Haut und Fal­ten, die vom Leben erzäh­len. Ihre Gast­freund­schaft so herz­lich, genau­so wie die Freu­de uns Frem­de begrü­ßen zu kön­nen. Da gibt es eine Ein­la­dung mit einen Pfer­de­fuhr­werk das Dorf zu erkun­den eben­so wie noch war­me frisch geleg­te  Eier zum Früh­stück. Für mich kann kein Urlaub in einem 5‑S­ter­ne-Luxus-Hotel die­se Glücks­ge­füh­le erset­zen. Eins sein mit die­sen Men­schen und der Natur. Wie wenig braucht man doch um glück­lich zu sein! Welch Geschenk ist es so etwas Schö­nes erle­ben zu dür­fen!

Piriformis vs. Trochanter — wie man Schmerzen besiegt

Hört sich lus­tig an …ist aber alles ande­re als das. Von jetzt auf gleich konn­te ich nicht mehr sit­zen. Grund dafür —  schier uner­träg­li­che Schmer­zen, aus­ge­hend von der lin­ken Po-Hälf­te und bis in die Wade strah­lend.
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Da ich in einer Arzt­pra­xis arbei­te war Hil­fe direkt vor Ort und die Dia­gno­se bin­nen Sekun­den gestellt. Der Ischi­as isses. Die Hilfs­maß­nah­men folg­ten schnel­ler als jeder Not­arzt da gewe­sen wäre. Aku­punk­tur plus Reiz­strom-Behand­lung, dazu eine Ver­ord­nung für Trak­ti­ons-The­ra­pie, bes­ser bekannt unter dem Namen “Schlin­gen­tisch”, und 4x täg­lich Schmerz­ta­blet­ten. Nach einer Woche die ernüch­tern­de Erkennt­nis, nix hilft.  Die Näch­te eine schlaf­lo­se Höl­le zwi­schen  Rum­lau­fen und Kühl-Orgi­en (so schnell gefro­ren die Kühl-Akkus nicht im Eis­schrank) . Neue Woche — neu­es Glück —  neue Dia­gno­se. Piri­for­mis Syn­drom, eher sel­ten, aber genau­so schmerz­haft. Also wei­ter mit Behand­lung der Trig­ger­punk­te, Rücken­schu­le, Becken­uhr und Schmerz­ta­blet­ten und Kine­sio­lo­gie-Tape … fand der Rabe beson­ders … sexy:)

Nach 2 Wochen immer noch kei­ne Bes­se­rung. Mein Rabe ver­ord­ne­te mir ein völ­lig neu­es, nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Mit­tel namens  “Gedul­do­lan”.  Lei­der kann­te es die Apo­the­ke­rin nicht :))) Es war zum Haa­re rau­fen und Geduld ist nicht wirk­lich mein zwei­ter Vor­na­me.

Eige­ne Recher­chen brach­ten noch einen Ver­däch­ti­gen ins Spiel. Der neue Mit­spie­ler hieß übri­gens Tro­chan­ter, genau­so unan­ge­neh­mer  und schmerz­haf­ter Zeit­ge­nos­se wie der Piri­for­mis, und eben­falls mit Humor nicht zu ertra­gen. Ein­zi­ger posi­ti­ver Neben­ef­fekt : da ich nicht sit­zen kann und Lie­gen auch nicht wirk­lich gut geht ram­mel  ich den gan­zen Tag irgend­wie rum, will sagen der Früh­jahrs­putz ist erle­digt -:)))) Hal­le­lu­ja

In der mitt­ler­wei­le 3. Woche begann ich mit Übun­gen für die Fas­zi­en. Bin­nen von knapp 20 Tagen ler­nen wir lso neben­bei auch drei neue medi­zi­ni­sche Begriff­lich­kei­ten: Piri­for­mis, Tro­chan­ter und Fas­zi­en … das ist doch auch was wert. Fas­zi­en sind übri­gens die Weich­teil-Kom­po­nen­ten des Bin­de­ge­we­bes, die den gan­zen Kör­per als ein umhül­len­des und ver­bin­den­des Span­nungs­netz­werk durch­drin­gen.

Ich habe alle Übun­gen, die ich gemein­sam mit mei­ner Phy­sio­the­ra­peu­tin gemacht habe, nie­der­ge­schrie­ben — man ver­gisst so schnell. Der Krea­tiv-Rabe war so begeis­tert, dass er den Übun­gen lus­ti­ge Namen ver­pass­te und aus die­sem Kri­x­el-Kra­xel bin­nen von 1–2 Stun­den eine pro­fes­sio­nel­le, bebil­der­te Übungs-Anlei­tung gepho­to­sh­opt hat. Heu­te ziert die­ses “Kunst­werk” unser Wohn­zim­mer und erin­nert uns an ein paar Minu­ten die wir unse­ren Mus­keln, Ner­ven und … Fas­zi­en wid­men wol­len. Natür­lich haben wir auch eine Fas­zi­en-Rol­le ange­schafft und machen seit dem täg­lich, gemein­sam zwei bis drei aus ins­ge­samt 12 Übun­gen.
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Wir bewe­gen Mus­keln, von denen wir bis jetzt nicht mal wuss­ten, dass wir sie haben. Es ist sehr ein­fach, macht uns gro­ßen Spaß und bereits jetzt nach 2/3 Wochen bemer­ken wir ers­te Effek­te die­ses Trai­nings. Bei­ne kön­nen plötz­lich wei­ter gespreizt wer­den und wei­te Becken­be­we­gun­gen, die frü­her mit einem leich­tem Schmerz ver­bun­den waren, sind plötz­lich mühe­los mach­bar. Auch die klei­nen “Weh­weh­chen”, gra­de die am Mor­gen, nach dem Auf­ste­hen — sind gefühlt weni­ger gewor­den. Aus einer krän­keln­den Eulen­kö­ni­gin ist eine stol­ze Schmerz­be­sie­ge­rin gewor­den.

Übri­gens, scheint selbst in die­ser unver­schul­de­ten Not­la­ge, unse­re gesund­heits­be­wuss­te Lebens­art Früch­te getra­gen zu haben. Eine auf­kom­men­de Erkäl­tung, die mei­nen geschwäch­ten Kör­per angrei­fen woll­te, war nach einem Tag Geschich­te und die Piri­for­mis-Schmer­zen waren nach vier Wochen fast besiegt. Fach­leu­te pro­gnos­ti­zie­ren dafür für Gewöhn­lich etwa drei Mona­te. Nur machen muss man dafür selbst etwas … nur Pil­len­schlu­cken reicht nicht.

Die Übungs­an­lei­tung gibt es in ansehn­li­cher Qua­li­tät hier als PDF zum down­loa­den. Teil1Teil2

Eure Eulen­kö­ni­gin

 

 

Ihrer Eulentät — Jahresrückblick 2017

Hin­ter uns liegt ein tol­les Jahr, da sind wir uns einig. Ste­tig haben wir an unse­rer Ernäh­rung gear­bei­tet, jaaaa das ist das rich­ti­ge Wort geARBEITet !!!. Dabei sind wir Immer wie­der auf ver­steck­te Gefah­ren gesto­ßen, denen wir uns ein­fach nicht aus­set­zen wol­len — sei es Fluo­rid in der Zahn­pas­ta, Che­mie in  Lebens­mit­teln, min­der­wer­ti­ges Fleisch und Gemü­se aus der indus­tri­el­len Land­wirt­schaft, Kuh­milch mit all ihren schäd­li­chen Aspek­ten,  uvm. Schon seit 2016 steu­ern wir gegen — in den ver­gan­ge­nen 12 Mona­ten haben wir noch wei­ter vom der gut­gläu­bi­gen All­ge­mein­heit ent­fernt.

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Fleisch, Wurst, Eier, Obst und Gemü­se kau­fen wir  nur noch von einem klei­nen pri­va­ten Bau­ern­hof. Viel teu­rer ist es nicht, aber der Genuss beim Essen ist ein­fach unbe­zahl­bar. Wir sind ech­te “Grü­ner-Tee-Trin­ker” gewor­den, mit der rich­ti­gen Sor­te und der rich­ti­gen Zube­rei­tung. Auf indus­tri­ell gefer­tig­te Geträn­ke ver­zich­ten wir sowie­so, Lei­tungs­was­ser mit Zitro­ne, Gur­ke oder Ing­wer ist super. Brau­ne Säge­spä­ne kom­men, eben­falls nicht mehr in unse­re Tas­sen. Eine frisch­ge­rös­te­te Boh­ne von klei­nen Ver­trags-Far­men in Süd­ame­ri­ka und Afri­ka schmeckt seit Jah­ren end­lich wie­der nach ech­tem Kaf­fee … allein der Duft ist betö­rend.

Und … klingt jetzt unsen­si­bel  … aber dem “Essen” beim glück­li­chen Leben auf einem klei­nen Hof, in die Augen zu sehen  gibt irgend­wie auch ein gutes Gefühl. Egal ob Fleisch, Gemü­se, Obst, Tee oder Kaf­fee .. wenn man erst­mal den  ursprüng­li­chen, vol­len Geschmack die­ser fri­schen, unver­fälsch­ten Lebens­mit­tel gekos­tet hat, will man nie wie­der zurück. Es geht ein­fach nicht mehr.

Für die täg­li­che war­me Mahl­zeit wird frisch ein­ge­kauft und das Zube­rei­ten ist zum Ritu­al gewor­den. Zu unse­rem kon­ti­nu­ier­li­chen Bewe­gungs­pro­gramm (4–5 x pro Woche) gehö­ren die Rücken­schu­le, Ten­nis, Bad­min­ton, Lau­fen und Schwim­men. Es waren 2017 immer­hin 2000 gelau­fe­ne Kilo­me­ter und 21 geschwom­me­ne!!! Wir sind stolz wie Bol­le.

2017 haben wir ein neu­es “Fami­li­en­mit­glied” aus einem “Heim” in Bay­ern abge­holt — wir haben ihn Kea getauft, damit er in unse­ren Schwarm passt. Ein lieb gewon­ne­ner Gefähr­te blieb dafür dort. Die Trau­er hielt sich in Gren­zen — der Freu­de über­wog.
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Auch sonst sind wir ech­te Glücks­kin­der. Zwei tol­le Urlau­be haben unse­ren Hori­zont erwei­tert und aus uns end­gül­tig indi­vi­du­ell Aben­teu­rer gemacht. Auf Zypern konn­ten wir haut­nah Schild­krö­ten bei der Eiab­la­ge beob­ach­ten. Unser Alba­ni­en­ur­laub war der schöns­te über­haupt in mei­nem Leben. Mit dem Miet­au­to unbe­rühr­te Natur ent­de­cken, in urna­tür­li­chen Ther­mal­quel­len baden und Men­schen Ken­nen­ler­nen, deren Gast­freund­schaft über­wäl­ti­gend ist.
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In Par­ty-Stim­mung waren wir eben­falls oft. Wir waren dabei als die Sie­ger von “The Voice auf Ger­ma­ny” ihre Stim­men in der Erfur­ter Mes­se­hal­le prä­sen­tier­ten und auch die  Nacht mit “Traum­hits” wird unver­ges­sen blei­ben. Wir fei­er­ten zum zwei­ten Mal zusam­men mit 10 000 Biker’n das größ­te Har­ley­tref­fen unse­rer Brei­ten­gra­de. Das Jahr bescher­te uns die pol­ni­schen Rock­le­gen­den BAJM (im Dezem­ber) und PERFECT (im August) die hier­zu­lan­de völ­lig unbe­kannt sind aber gigan­ti­sche Auf­trit­te lie­fern samt fan­tas­ti­scher Songs.

Auch bei Auf­trit­ten rich­ti­ger “Grö­ßen” durf­ten wir live dabei sein. Zusam­men mit 70 Tau­send Fans bei PUR auf Schal­ke, in der Mer­ce­des Benz Are­na in Ber­lin beim DJ BOBO und beim kusche­li­gen Stu­dio­kon­zert mit NENA im Natur­thea­ter Stein­bach-Lan­gen­bach . Das Kon­zert von PINK in der Ber­li­ner Wald­büh­ne (es gab euro­pa­weit nur 4 Auf­trit­te) war die abso­lu­te Krö­nung — him­mel­hoch jauch­zend, ein­fach unbe­schreib­lich … wie geil war das denn! Wir freu­en uns auf die kom­men­de Tour­nee, hof­fent­lich 2018.
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Fast hät­te ich ver­ges­sen das Klez­mer-Orches­ter in der Erfur­ter Luther­kir­che zu erwäh­nen. Ange­fan­gen hat es mit einem unschein­ba­ren Fly­er und es wur­de ein wun­der­vol­les, ein­zig­ar­ti­ges musi­ka­li­sches Erleb­nis. Manch­mal sind es ja die klei­nen Din­ge die Freu­de machen. So zum Bei­spiel in der Kar­wo­che, als in Erfurt die tra­di­tio­nel­le “Nacht der klei­nen Haus­mu­sik” statt­fand. Wir waren das drit­te Jahr hin­ter­ein­an­der dabei. Es ist immer wie­der über­ra­schend anders und schön. Genau­so fin­det in Erfurt alle 2. Jah­re die ” Lan­ge Nacht der Wis­sen­schaft” statt, naja alles kann man ja noch­mal ganz genau bis ins kleins­te Detail in unse­rem Blog nach­le­sen.
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Besu­che sport­li­cher Ver­an­stal­tun­gen zwei­er tol­ler Teams ste­hen bei uns fest im Pro­gramm. Ein Hoch auf die “Black Dra­gons” und die Vol­ley­bal­le­rin­nen von SWE Vol­ley Team!  Trotz allem blieb sogar noch für die Fami­lie Zeit. Der Rabe dach­te, es ist Zeit die Eulen­kö­ni­gin beson­ders lie­ben Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen vor­zu­stel­len. Es war Sym­pa­thie auf den ers­ten Blick, Dan­ke an Bet­ty, Chris, Mati, Jani­na, Janusz, Hele­na und Egon.

Unser Städ­te­trip führ­te uns 2017 zusam­men mit Freun­den nach Kra­kau. Da hat uns beson­ders das jüdi­sche Vier­tel gefal­len. Das Flair, die Knei­pen mit Live­mu­sik und kosche­ren Spei­sen beglück­ten uns auf beson­de­re Wei­se.
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2017 war ein tol­les Jahr — wir sind gesund, glück­lich und vol­ler posi­ti­ver Ener­gie und ob es das Glas Wein am Sams­tag­mit­tag vor dem Erfur­ter Dom ist oder ein gemüt­li­cher Sonn­tags­spa­zier­gang mit “Grün­mom” zwi­schen Schneck­chen und Kreuz­chen … das Leben ist schön und kost­bar .… jede Minu­te! Wir sind dank­bar, dass wir  in die­ser ver­rückt gewor­de­nen Welt mit sol­chen Erleb­nis­sen beschenkt wur­den.