Lost Places Grenzerfahrung und ein versüßtes “Jubiläum”

Schon lan­ge woll­te der Rabe sei­ner Köni­gin zei­gen, wo er sein Land “ver­tei­digt” hat. Vor vie­len Jah­ren gab es da eine Gren­ze, mit­ten durch ein wun­der­schö­nes Land. Hier und da stan­den jun­ge Män­ner und bewach­ten die­se, von ihren Sys­te­men, ihren Regie­run­gen, ihren Vor­ge­setz­ten mani­pu­liert als wür­de es sich um den hei­li­gen Gral han­deln. Anfang der 80er Jah­ren hat man zwar die schreck­lichs­ten Tötungs­werk­zeu­ge an die­ser Gren­ze abge­baut, die poli­ti­sche Stim­mung wur­de ent­spann­ter — den­noch bewach­ten, allein auf der Ost­sei­te durch­schnitt­lich 44000 Mann unter Waf­fen den s.g. Todes­strei­fen auf dem über 1000 DDR-Bür­ger gestor­ben waren.

Rabens Dienst­zeit war, bis auf weni­ge Aus­nah­men, nicht unan­ge­nehm. Als UaZ (Unter­of­fi­zier auf Zeit) genoss der Jung­vo­gel wöchent­lich Aus­gang und einen frei­en Tag, monat­lich 4 Tage Urlaub (macht 48 im Jahr😊, durch­schnitt­lich 6h Dienst­zeit am Tag und fast 1200 Ost­mark plus Zula­gen im Monat (DDR-Durch­schnitts­ge­halt lag damals bei etwas über 800 Mark). Wie gesagt — es war Kom­mu­nis­mus!

Die, zuge­ge­ben har­te, halb­jäh­ri­ge Grund­aus­bil­dung hat aus einem Jun­gen einen Mann gemacht der bis heu­te in der Welt zu recht kommt. Der anschlie­ßen­de Dienst in einem ver­schla­fe­nen, Süd Thü­rin­ger Dorf leg­te einen Grund­stein für Rabens Lie­be zur Natur und zum Wan­dern — und ver­edel­te Rabens Fähig­kei­ten im Umgang mit Men­schen sowie sei­ne orga­ni­sa­to­ri­sche und kul­tu­rel­le Ader. Einen Club­raum füll­te der jun­ge Rabe mit Leben — schmu­cke The­ke, täg­lich mit Geträn­ken und Kaf­fee (unter der The­ke gabs auch mal was ande­res😊) wöchent­li­che Spiel- und Film­aben­de, eine Rock­band die er aus der Sin­ge­grup­pe der Kom­pa­nie und dem ört­li­chen Mäd­chen­chor form­te und so vie­les mehr — lie­ßen die Zeit in die­sem 170 See­len Dorf nicht lang­wei­lig wer­den.

August 1961  war ein geschichts­träch­ti­ges Datum in der Deut­schen His­to­rie, der August 1988 war auch ein bewe­gen­des Datum im Lebens­lauf des Raben­prin­zen aber weder das eine noch das ande­re Datum hat uns ermun­tert die ehe­ma­li­ge inner­deut­sche Gren­ze zu besu­chen. Erst im Nach­hin­ein wur­de uns klar in welch einem his­to­ri­schen Kon­text unse­rer Wochen­end­aus­flug zu sehen ist.

So mach­ten wir uns los in den ent­le­gens­ten Zip­fel Thü­rin­gens nach Lich­ten­hain an der Gren­ze zu Bay­ern. Die Fahrt über end­los ver­schla­fe­ne Dör­fer und eine intak­te, wun­der­schö­ne Natur ließ erah­nen, dass hier zu DDR Zei­ten im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes  “der Hund begra­ben war” (zum The­ma Sprich­wör­ter der 1.) und die Men­schen von der Außen­welt so ziem­lich abge­schnit­ten. Gleich am Orts­ein­gang die “Kaser­ne”  — in der der Rabe 28 Mona­te sei­nes Lebens zubrach­te.

Sei­ner­zeit die 7. Grenz­kom­pa­nie des 2.Grenzbatallions im Grenz­re­gi­ment 15  Son­ne­berg. Ich bekom­me gleich ein mul­mi­ges Gefühl, ob der Ört­lich­keit oder der Erin­ne­rung an zurück­lie­gen­de Zei­ten wegen.  Das Gelän­de und die Gebäu­de sind ver­las­sen und ver­wahr­lost. Alles wie in Tscher­no­byl zuge­wu­chert und zuge­wach­sen — und das obwohl die “Immo­bi­lie” wohl bis zum Jahr 2006 als Asyl­heim, dann als Jugend­her­ber­ge genutzt wur­de.

Schnell ist ein Loch im Zaun gefun­den und wir sind drin. Der Rabe voll im Erin­ne­rungs­wahn, ich mit Gän­se­haut, auf­ge­stell­tem Nacken­haar und die Augen wie ’ne Rund­um­leuch­te. Die Türen der ehe­ma­li­gen Gara­gen las­sen sich öff­nen, naja nur alter Krem­pel, unzäh­li­ge  Kar­tons mit Bier­glä­sern, Tische, Bar­ho­cker, Kron­leuch­ter, eine Dis­co­ku­gel. Der Rabe bringt sich vor dem Ein­gang in Pose für die abso­lut geils­ten Fotos. Dann .… ach du Schreck — die Tür der Kom­pa­nie ist nicht ver­schlos­sen. Jetzt gibt es kein zurück!

Zim­mer für Zim­mer wird unter die Lupe genom­men, jede Schrank­tür geöff­net, die Duschen und Toi­let­ten in Augen­schein genom­men …ich immer mit einem wachen Blick über die Schul­ter. Ich erfah­re wo geschla­fen, geges­sen und sich ver­sam­melt und berat­schlagt wur­de. Ach ist das auf­re­gend. Als der Rabe in den Kel­ler will, kapi­tu­lie­re ich, für heu­te reicht es. Ein letz­ter Blick auf den Sport­platz, der mitt­ler­wei­le mit dich­ten Gebüsch zuge­wach­sen ist.

Genug der Nost­al­gie und der war­nen­den Erin­ne­rung vor Zei­ten in denen sich jun­ge Men­schen mit gela­de­nen Maschi­nen­ge­weh­ren auf zwei Sei­ten gegen­über stan­den nur weil Poli­ti­ker das Den­ken und Han­deln der blin­den Mas­sen dik­tier­ten … durch­aus eine War­nung an die heu­ti­ge Zeit.

Eine kur­ze Rund­fahrt durch den ehe­ma­li­gen Grenz­strei­fen ergänzt das Besich­ti­gungs­pro­gramm. Die Grenz­an­la­gen sind ver­schwun­den. Im frü­he­ren benach­bar­ten Grenz­ab­schnitt, in Neu­en­bau, steht noch ein BT9 — damals eine s.g. Füh­rungs­stel­le. Lei­der ist sie abge­schlos­sen … viel­leicht bes­ser so.

Von einem der Beob­ach­tungs­tür­me sah der Rabe in den 80ern manch­mal die Dächer und Türm­chen einer Burg. Der Burg Lau­en­stein — der eigent­li­che Grund für Eul­chens Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung zum heu­ti­gen Aus­flug. In Lau­en­stein gibt es näm­lich eine Scho­ko­la­den­fa­brik — so zu sagen ein Eulen-Köni­gi­nen-Eldo­ra­do. Da müs­sen wir UNBEDINGT hin.

Aber zuerst noch etwas älte­re Geschich­te. Lau­en­stein ist eine wirk­lich traum­haf­te Burg. Die 3/4 stün­di­ge Füh­rung mit nur 6 Per­so­nen lässt viel Platz für Geschich­ten, Sagen und Erwäh­nens­wer­tes. Wir erfah­ren etwas üben den Besit­zer und die Ent­ste­hung eini­ger Sprich­wör­ter wie zum Bei­spiel “Etwas auf die hohe Kan­te legen”, “eine Gar­di­nen­pre­digt hal­ten”, “tief in der Krei­de ste­hen” oder “ins Bett stei­gen”.

Wir kön­nen foto­gra­fie­ren soviel wir wol­len und über­all hin­ein­schau­en — sel­ten in deut­schen Schlös­sern, Bur­gen und Muse­en. Für einen Moment füh­len wir uns wie die könig­li­chen Burg­her­ren — sor­ry für das Sel­fie:)

Nun will ich aber end­lich in die Pra­li­nen­fa­brik. Hal­le­lu­ja — ich wer­de nicht ent­täuscht. Es ist der Wahn­sinn — 99 Pra­li­nen­ar­ten und Bruch­scho­ko­la­de in tol­len Geschmacks­rich­tun­gen, da kann sogar der Rabe nicht wider­ste­hen.  Edel­mar­zi­pan, Him­beer­trüf­fel, Wal­nuss­nou­gat, Wald­meis­ter­trüf­fel, Trüf­fel mit Bal­sa­mi­co, wei­ße Scho­ko­la­de mit Hei­del­beer -Sah­ne- Geschmack, Cap­puc­ci­no­t­rüf­fel und und und . Ein ver­mö­gen für fast ein Kilo süßer Kalo­ri­en über­las­sen wir frei­wil­lig dem eins­ti­gen Klas­sen­feind😊

 

 

Wie immer nach einem auf­re­gen­dem Tag, suchen wir nun ein lau­schi­ges Plätz­chen für ein lecke­res Abend­essen. “Die Stein­bachs­müh­le” hat geschlos­sen wegen einer Fei­er zur Schul­ein­füh­rung. Erst etwas ent­täuscht machen wir dann DIE Ent­de­ckung, Hotel “Zum Stei­ger” in Gebers­dorf, das Dörf­chen kennt bestimmt jeder -:))) Von Außen unschein­ba­res Gebäu­de, dörf­lich, alt­ba­cken, mit DDR Charme aber die Küche .… vom Aller­feins­ten. Es gibt alles was das Herz begehrt, vom Reb­huhn, Tau­be, Gans über Wild­schwein und Wei­delamm. Dazu rich­ti­ge hand­ge­mach­te Thü­rin­ger Klö­ße, es ist der abso­lu­te Ham­mer. Ein­stim­mig ver­ge­ben wir 30 von 10 mög­li­chen Punk­ten — und das obwohl wir sehr streng sind in der Dis­zi­plin Gas­tro-Kri­tik — vor allem in Deutsch­land. Welch ein wun­der­schö­ner Tag auf den Spu­ren der Ver­gan­gen­heit in die Gegen­wart!

 

Transsylvanien — Walachei — Kreisch .… eine rumänische Liebelei

War­um denn da hin, es gibt doch schö­ne­re Orte” … so die Kom­men­ta­re mei­ner Mama, von Freun­den, Bekann­ten und Kol­le­gin­nen, als ich von unse­rem neu­en Urlaubs­ziel erzählt habe. Zuge­ge­ben ein wenig Skep­sis war auch bei mir da.…am Anfang. Dann habe ich pri­va­te Blogs gele­sen und Doku­men­ta­tio­nen geschaut und dann war mei­ne  Neu­gier auf Land und Men­schen, mei­ne Aben­teu­er­lust ein­fach grö­ßer. Ich hat­te kei­ne Erwar­tun­gen. Oder viel­leicht doch … so viel  Natur und Tie­re wie mög­lich und so wenig Men­schen wie mög­lich.

Ruhe und Schö­nes für die See­le. Mit der Ankunft in Buka­rest war die­ses woh­li­ge Gefühl da — Frei­heit. Los­fah­ren mit dem Miet­au­to, die Freu­de ist groß, ein wei­ßer, fast neu­er Dacia Dus­ter. Die ers­te Unter­kunft natür­lich tra­di­tio­nell. Ers­tes Abend­essen, frisch ein­ge­kauft:  Weißbrot,Tomaten, Zwie­bel, Wurst, Zie­gen­kä­se, eine Büch­se Bier, dazu bekom­men wir spon­tan von unse­rer Gast­ge­be­rin eine Fla­sche Palin­ka (der typisch rumä­ni­sche Obst­ler). Jeder Tag gleicht hier einen Aus­flug ins Para­dies — soviel Ein­drü­cke — unbe­rühr­te Natur, ein­sa­me Wan­der­we­ge, rie­si­ge Schaf-, Kuh-, und Zie­gen­her­den, ver­schla­fe­ne Dörf­chen mit klei­nen bun­ten Häuschen,Storchennester wie auf eine Schnur auf­ge­fä­delt, bun­te Wie­sen, plät­schern­de Flüs­se, geheim­nis­vol­le Klös­ter, Mys­te­riö­ses, schick­sal­haf­te Begeg­nun­gen, stei­le Ber­ge, Bären in frei­er Wild­bahn. Hun­de, die sich spon­tan unse­ren Wan­de­run­gen anschlie­ßen oder unse­ren Schlaf auf abge­schie­den Bau­ern­hö­fen bewa­chen.

Es scheint fast unmög­lich, dass der nächs­te Tag genau­so schön wird. Und dann sind da noch die Men­schen. Die täg­li­che, har­te Arbeit ist ihnen ins Gesicht geschrie­ben. Gegerb­te Haut und Fal­ten, die vom Leben erzäh­len. Ihre Gast­freund­schaft so herz­lich, genau­so wie die Freu­de uns Frem­de begrü­ßen zu kön­nen. Da gibt es eine Ein­la­dung mit einen Pfer­de­fuhr­werk das Dorf zu erkun­den eben­so wie noch war­me frisch geleg­te  Eier zum Früh­stück. Für mich kann kein Urlaub in einem 5-Ster­ne-Luxus-Hotel die­se Glücks­ge­füh­le erset­zen. Eins sein mit die­sen Men­schen und der Natur. Wie wenig braucht man doch um glück­lich zu sein! Welch Geschenk ist es so etwas Schö­nes erle­ben zu dür­fen!

Piriformis vs. Trochanter — wie man Schmerzen besiegt

Hört sich lus­tig an …ist aber alles ande­re als das. Von jetzt auf gleich konn­te ich nicht mehr sit­zen. Grund dafür —  schier uner­träg­li­che Schmer­zen, aus­ge­hend von der lin­ken Po-Hälf­te und bis in die Wade strah­lend.
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Da ich in einer Arzt­pra­xis arbei­te war Hil­fe direkt vor Ort und die Dia­gno­se bin­nen Sekun­den gestellt. Der Ischi­as isses. Die Hilfs­maß­nah­men folg­ten schnel­ler als jeder Not­arzt da gewe­sen wäre. Aku­punk­tur plus Reiz­strom-Behand­lung, dazu eine Ver­ord­nung für Trak­ti­ons-The­ra­pie, bes­ser bekannt unter dem Namen “Schlin­gen­tisch”, und 4x täg­lich Schmerz­ta­blet­ten. Nach einer Woche die ernüch­tern­de Erkennt­nis, nix hilft.  Die Näch­te eine schlaf­lo­se Höl­le zwi­schen  Rum­lau­fen und Kühl-Orgi­en (so schnell gefro­ren die Kühl-Akkus nicht im Eis­schrank) . Neue Woche — neu­es Glück —  neue Dia­gno­se. Piri­for­mis Syn­drom, eher sel­ten, aber genau­so schmerz­haft. Also wei­ter mit Behand­lung der Trig­ger­punk­te, Rücken­schu­le, Becken­uhr und Schmerz­ta­blet­ten und Kine­sio­lo­gie-Tape … fand der Rabe beson­ders … sexy:)

Nach 2 Wochen immer noch kei­ne Bes­se­rung. Mein Rabe ver­ord­ne­te mir ein völ­lig neu­es, nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Mit­tel namens  “Gedul­do­lan”.  Lei­der kann­te es die Apo­the­ke­rin nicht :))) Es war zum Haa­re rau­fen und Geduld ist nicht wirk­lich mein zwei­ter Vor­na­me.

Eige­ne Recher­chen brach­ten noch einen Ver­däch­ti­gen ins Spiel. Der neue Mit­spie­ler hieß übri­gens Tro­chan­ter, genau­so unan­ge­neh­mer  und schmerz­haf­ter Zeit­ge­nos­se wie der Piri­for­mis, und eben­falls mit Humor nicht zu ertra­gen. Ein­zi­ger posi­ti­ver Neben­ef­fekt : da ich nicht sit­zen kann und Lie­gen auch nicht wirk­lich gut geht ram­mel  ich den gan­zen Tag irgend­wie rum, will sagen der Früh­jahrs­putz ist erle­digt -:)))) Hal­le­lu­ja

In der mitt­ler­wei­le 3. Woche begann ich mit Übun­gen für die Fas­zi­en. Bin­nen von knapp 20 Tagen ler­nen wir lso neben­bei auch drei neue medi­zi­ni­sche Begriff­lich­kei­ten: Piri­for­mis, Tro­chan­ter und Fas­zi­en … das ist doch auch was wert. Fas­zi­en sind übri­gens die Weich­teil-Kom­po­nen­ten des Bin­de­ge­we­bes, die den gan­zen Kör­per als ein umhül­len­des und ver­bin­den­des Span­nungs­netz­werk durch­drin­gen.

Ich habe alle Übun­gen, die ich gemein­sam mit mei­ner Phy­sio­the­ra­peu­tin gemacht habe, nie­der­ge­schrie­ben — man ver­gisst so schnell. Der Krea­tiv-Rabe war so begeis­tert, dass er den Übun­gen lus­ti­ge Namen ver­pass­te und aus die­sem Kri­x­el-Kra­xel bin­nen von 1–2 Stun­den eine pro­fes­sio­nel­le, bebil­der­te Übungs-Anlei­tung gepho­to­sh­opt hat. Heu­te ziert die­ses “Kunst­werk” unser Wohn­zim­mer und erin­nert uns an ein paar Minu­ten die wir unse­ren Mus­keln, Ner­ven und … Fas­zi­en wid­men wol­len. Natür­lich haben wir auch eine Fas­zi­en-Rol­le ange­schafft und machen seit dem täg­lich, gemein­sam zwei bis drei aus ins­ge­samt 12 Übun­gen.
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Wir bewe­gen Mus­keln, von denen wir bis jetzt nicht mal wuss­ten, dass wir sie haben. Es ist sehr ein­fach, macht uns gro­ßen Spaß und bereits jetzt nach 2/3 Wochen bemer­ken wir ers­te Effek­te die­ses Trai­nings. Bei­ne kön­nen plötz­lich wei­ter gespreizt wer­den und wei­te Becken­be­we­gun­gen, die frü­her mit einem leich­tem Schmerz ver­bun­den waren, sind plötz­lich mühe­los mach­bar. Auch die klei­nen “Weh­weh­chen”, gra­de die am Mor­gen, nach dem Auf­ste­hen — sind gefühlt weni­ger gewor­den. Aus einer krän­keln­den Eulen­kö­ni­gin ist eine stol­ze Schmerz­be­sie­ge­rin gewor­den.

Übri­gens, scheint selbst in die­ser unver­schul­de­ten Not­la­ge, unse­re gesund­heits­be­wuss­te Lebens­art Früch­te getra­gen zu haben. Eine auf­kom­men­de Erkäl­tung, die mei­nen geschwäch­ten Kör­per angrei­fen woll­te, war nach einem Tag Geschich­te und die Piri­for­mis-Schmer­zen waren nach vier Wochen fast besiegt. Fach­leu­te pro­gnos­ti­zie­ren dafür für Gewöhn­lich etwa drei Mona­te. Nur machen muss man dafür selbst etwas … nur Pil­len­schlu­cken reicht nicht.

Die Übungs­an­lei­tung gibt es in ansehn­li­cher Qua­li­tät hier als PDF zum down­loa­den. Teil1Teil2

Eure Eulen­kö­ni­gin

 

 

Ihrer Eulentät — Jahresrückblick 2017

Hin­ter uns liegt ein tol­les Jahr, da sind wir uns einig. Ste­tig haben wir an unse­rer Ernäh­rung gear­bei­tet, jaaaa das ist das rich­ti­ge Wort geARBEITet !!!. Dabei sind wir Immer wie­der auf ver­steck­te Gefah­ren gesto­ßen, denen wir uns ein­fach nicht aus­set­zen wol­len — sei es Fluo­rid in der Zahn­pas­ta, Che­mie in  Lebens­mit­teln, min­der­wer­ti­ges Fleisch und Gemü­se aus der indus­tri­el­len Land­wirt­schaft, Kuh­milch mit all ihren schäd­li­chen Aspek­ten,  uvm. Schon seit 2016 steu­ern wir gegen — in den ver­gan­ge­nen 12 Mona­ten haben wir noch wei­ter vom der gut­gläu­bi­gen All­ge­mein­heit ent­fernt.

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Fleisch, Wurst, Eier, Obst und Gemü­se kau­fen wir  nur noch von einem klei­nen pri­va­ten Bau­ern­hof. Viel teu­rer ist es nicht, aber der Genuss beim Essen ist ein­fach unbe­zahl­bar. Wir sind ech­te “Grü­ner-Tee-Trin­ker” gewor­den, mit der rich­ti­gen Sor­te und der rich­ti­gen Zube­rei­tung. Auf indus­tri­ell gefer­tig­te Geträn­ke ver­zich­ten wir sowie­so, Lei­tungs­was­ser mit Zitro­ne, Gur­ke oder Ing­wer ist super. Brau­ne Säge­spä­ne kom­men, eben­falls nicht mehr in unse­re Tas­sen. Eine frisch­ge­rös­te­te Boh­ne von klei­nen Ver­trags-Far­men in Süd­ame­ri­ka und Afri­ka schmeckt seit Jah­ren end­lich wie­der nach ech­tem Kaf­fee … allein der Duft ist betö­rend.

Und … klingt jetzt unsen­si­bel  … aber dem “Essen” beim glück­li­chen Leben auf einem klei­nen Hof, in die Augen zu sehen  gibt irgend­wie auch ein gutes Gefühl. Egal ob Fleisch, Gemü­se, Obst, Tee oder Kaf­fee .. wenn man erst­mal den  ursprüng­li­chen, vol­len Geschmack die­ser fri­schen, unver­fälsch­ten Lebens­mit­tel gekos­tet hat, will man nie wie­der zurück. Es geht ein­fach nicht mehr.

Für die täg­li­che war­me Mahl­zeit wird frisch ein­ge­kauft und das Zube­rei­ten ist zum Ritu­al gewor­den. Zu unse­rem kon­ti­nu­ier­li­chen Bewe­gungs­pro­gramm (4–5 x pro Woche) gehö­ren die Rücken­schu­le, Ten­nis, Bad­min­ton, Lau­fen und Schwim­men. Es waren 2017 immer­hin 2000 gelau­fe­ne Kilo­me­ter und 21 geschwom­me­ne!!! Wir sind stolz wie Bol­le.

2017 haben wir ein neu­es “Fami­li­en­mit­glied” aus einem “Heim” in Bay­ern abge­holt — wir haben ihn Kea getauft, damit er in unse­ren Schwarm passt. Ein lieb gewon­ne­ner Gefähr­te blieb dafür dort. Die Trau­er hielt sich in Gren­zen — der Freu­de über­wog.
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Auch sonst sind wir ech­te Glücks­kin­der. Zwei tol­le Urlau­be haben unse­ren Hori­zont erwei­tert und aus uns end­gül­tig indi­vi­du­ell Aben­teu­rer gemacht. Auf Zypern konn­ten wir haut­nah Schild­krö­ten bei der Eiab­la­ge beob­ach­ten. Unser Alba­ni­en­ur­laub war der schöns­te über­haupt in mei­nem Leben. Mit dem Miet­au­to unbe­rühr­te Natur ent­de­cken, in urna­tür­li­chen Ther­mal­quel­len baden und Men­schen Ken­nen­ler­nen, deren Gast­freund­schaft über­wäl­ti­gend ist.
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In Par­ty-Stim­mung waren wir eben­falls oft. Wir waren dabei als die Sie­ger von “The Voice auf Ger­ma­ny” ihre Stim­men in der Erfur­ter Mes­se­hal­le prä­sen­tier­ten und auch die  Nacht mit “Traum­hits” wird unver­ges­sen blei­ben. Wir fei­er­ten zum zwei­ten Mal zusam­men mit 10 000 Biker’n das größ­te Har­ley­tref­fen unse­rer Brei­ten­gra­de. Das Jahr bescher­te uns die pol­ni­schen Rock­le­gen­den BAJM (im Dezem­ber) und PERFECT (im August) die hier­zu­lan­de völ­lig unbe­kannt sind aber gigan­ti­sche Auf­trit­te lie­fern samt fan­tas­ti­scher Songs.

Auch bei Auf­trit­ten rich­ti­ger “Grö­ßen” durf­ten wir live dabei sein. Zusam­men mit 70 Tau­send Fans bei PUR auf Schal­ke, in der Mer­ce­des Benz Are­na in Ber­lin beim DJ BOBO und beim kusche­li­gen Stu­dio­kon­zert mit NENA im Natur­thea­ter Stein­bach-Lan­gen­bach . Das Kon­zert von PINK in der Ber­li­ner Wald­büh­ne (es gab euro­pa­weit nur 4 Auf­trit­te) war die abso­lu­te Krö­nung — him­mel­hoch jauch­zend, ein­fach unbe­schreib­lich … wie geil war das denn! Wir freu­en uns auf die kom­men­de Tour­nee, hof­fent­lich 2018.
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Fast hät­te ich ver­ges­sen das Klez­mer-Orches­ter in der Erfur­ter Luther­kir­che zu erwäh­nen. Ange­fan­gen hat es mit einem unschein­ba­ren Fly­er und es wur­de ein wun­der­vol­les, ein­zig­ar­ti­ges musi­ka­li­sches Erleb­nis. Manch­mal sind es ja die klei­nen Din­ge die Freu­de machen. So zum Bei­spiel in der Kar­wo­che, als in Erfurt die tra­di­tio­nel­le “Nacht der klei­nen Haus­mu­sik” statt­fand. Wir waren das drit­te Jahr hin­ter­ein­an­der dabei. Es ist immer wie­der über­ra­schend anders und schön. Genau­so fin­det in Erfurt alle 2. Jah­re die ” Lan­ge Nacht der Wis­sen­schaft” statt, naja alles kann man ja noch­mal ganz genau bis ins kleins­te Detail in unse­rem Blog nach­le­sen.
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Besu­che sport­li­cher Ver­an­stal­tun­gen zwei­er tol­ler Teams ste­hen bei uns fest im Pro­gramm. Ein Hoch auf die “Black Dra­gons” und die Vol­ley­bal­le­rin­nen von SWE Vol­ley Team!  Trotz allem blieb sogar noch für die Fami­lie Zeit. Der Rabe dach­te, es ist Zeit die Eulen­kö­ni­gin beson­ders lie­ben Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen vor­zu­stel­len. Es war Sym­pa­thie auf den ers­ten Blick, Dan­ke an Bet­ty, Chris, Mati, Jani­na, Janusz, Hele­na und Egon.

Unser Städ­te­trip führ­te uns 2017 zusam­men mit Freun­den nach Kra­kau. Da hat uns beson­ders das jüdi­sche Vier­tel gefal­len. Das Flair, die Knei­pen mit Live­mu­sik und kosche­ren Spei­sen beglück­ten uns auf beson­de­re Wei­se.
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2017 war ein tol­les Jahr — wir sind gesund, glück­lich und vol­ler posi­ti­ver Ener­gie und ob es das Glas Wein am Sams­tag­mit­tag vor dem Erfur­ter Dom ist oder ein gemüt­li­cher Sonn­tags­spa­zier­gang mit “Grün­mom” zwi­schen Schneck­chen und Kreuz­chen … das Leben ist schön und kost­bar .… jede Minu­te! Wir sind dank­bar, dass wir  in die­ser ver­rückt gewor­de­nen Welt mit sol­chen Erleb­nis­sen beschenkt wur­den.

Ohne Kopftuch in Albanien


Die­ses Foto ist unschein­bar — sagt aber unheim­lich viel über Alba­ni­en, sei­ne Bewoh­ner und .… den Islam. Eine Mosche neben einer Kir­che — ein oft anzu­tref­fen­des Motiv in Alba­ni­en. Wie das? Die Zau­ber­wor­te hei­ßen Ale­vi­ten und Bek­ta­schi. Wen es inter­es­siert kann es sich hier erklä­ren las­sen, aber der Rei­he nach.

Wir machen Urlaub in Albanien” 

Manch­mal war ich erschro­cken über mei­ne eige­ne Aben­teu­er­lust und die Reak­tio­nen von Freun­den, Bekann­ten und  Arbeits­kol­le­gin­nen mach­ten es mir nicht leich­ter. “Bist Du ver­rückt”, “ist  das nicht gefähr­lich?” oder “Du als blon­de Frau” sind nur eini­ge  Bei­spie­le. Mit einem Miet­au­to unter­wegs, in einem frem­den Land, noch kei­ne  Über­nach­tung gebucht, woll­ten wir doch Land und Men­schen ken­nen ler­nen und  haut­nah erle­ben. Uns trei­ben las­sen und jeden Tag frei sein. Frei zu sein wo  und wie lan­ge wir blei­ben wol­len und … mit wem wir es wol­len. Ich habe  vor­her unzäh­li­ge Rei­se­b­logs gele­sen, habe mich auf der Sei­te des Aus­wär­ti­gen  Amtes infor­miert. Wir haben Vide­os über Alba­ni­en auf ARTE und VOX geschaut.  Ich habe kurz über­legt ein Kopf­tuch zu tra­gen, damit ich nicht so auf­fal­le  und eine klei­ne auf­klapp­ba­re Nagel­fei­le als “Ver­tei­di­gung” soll­te immer in  mei­ner Hosen­ta­sche sein.  Heu­te, nach unse­rem Aben­teu­er Alba­ni­en, kann ich mich für all die  nega­ti­ven  Gedan­ken nur schä­men! Alba­ni­en ist ein­fach ein wun­der­schö­nes und  fas­zi­nie­ren­des Land und es ist Lie­be auf den ers­ten Blick. Dass das Land Jahr­zehn­te lang völ­lig iso­liert war, merkt man weder Män­nern …

noch Frau­en an.
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Die Natur des  Lan­des noch so ursprüng­lich und die Aus­bli­cke auf Ber­ge und Täler  atem­be­rau­bend. Die Ver­bun­den­heit der Men­schen zu ihren Tie­ren ist  bewun­derns­wert. Scha­fe und Zie­gen gehen mit ihrem Hir­ten durch das Land und  wei­den auf Berg­hän­gen oder saf­ti­gen Wie­sen. Hüh­ner, Gän­se und Puten haben  rie­sen­gro­ße, nicht ein­ge­zäun­te Flä­chen, Esel und Pfer­de als Last­tie­re sehen  gepflegt und gut genährt aus. Wir haben einen vor­bild­li­chen Schwei­ne­trans­por­ter gese­hen .….

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… jedes Tier hät­te sein eige­nes Fens­ter, einen eige­nen Lüf­ter, der für  Frisch­luft wäh­rend des Trans­por­tes sorg­te und alle rosa Schnau­zen waren zu  sehen.

Klei­ne Gäss­chen mit Kopf­stein­pflas­ter, gepfleg­te Gemü­se­gär­ten, unzäh­li­ge Bäu­me mit gro­ßen, roten Gra­nat­äp­feln. Stein­häu­ser aus längst ver­gan­ge­ner  Zeit, die lie­be­voll her­ge­rich­tet sind und anti­ke Stät­ten wie Butrint, Tumu­lus oder Apol­lo­nia sind ein­fach traum­haft.  Man möch­te nie mehr hier weg.  Auf unse­ren Fahr­ten durch’s Land haben wir vie­le Ein­drü­cke vom Leben der  ein­fa­chen Men­schen in Alba­ni­en gesam­melt. Man­ches brach­te uns zum Schmun­zeln  .…
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— dass Teddy’s oder Pup­pen an Häu­sern böse Geis­te fern­hal­ten sol­len,
— dass Kas­tra­ten nicht sin­gen son­dern Sprit ver­kau­fen,
— dass es fast so vie­le Auto­wä­schen (Lavazh) wie Cafes gibt,
— dass Haus auf Haus bau­en doch geht

.… und Man­ches mehr zum Nach­den­ken.

- dass Men­schen sich viel gesün­der ernäh­ren und viel gesün­der Leben,
— dass älte­re Men­schen noch fit sind und viel akti­ver als der West­eu­ro­pä­er (es wird jeden Tag nach­mit­tags 1–2 Stun­den gelau­fen … ein­fach ein Brauch)
— dass seit Jahr­hun­der­ten über­all im Land Kir­chen neben Mosche­en ste­hen (Anfangs­fo­to) … und es kei­nen Zwist zwi­schen den Reli­gio­nen gibt (sie­he den Bei­trag “und es geht doch”)
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Bei einem Gläs­chen, des über­aus schmack­haf­ten, alba­ni­schen Wei­nes phi­lo­so­phier­ten wir oft über das “Glück ” und die “Zufrie­den­heit” in der moder­nen, west­li­chen Welt.  Die Orte an denen wir über­nach­tet haben waren alle­samt so ein­zig­ar­tig, mit  Men­schen deren Gast­freund­schaft so unver­gleich­bar und herz­lich ist. Die  Mahl­zei­ten wer­den hier noch frisch zube­rei­tet, aus allem was der Gar­ten, das  Meer, die Wei­de, die Tie­re zu bie­ten haben. Ob gegrill­te Zie­ge, ver­schie­den  gefüll­te Würs­te, Kebab vom Hühn­chen, alles typisch alba­nisch gewürzt, ein  Gau­men-schmaus.

Nicht zu ver­ges­sen der Zie­gen- und Schaf­kä­se, der je nach  Regi­on unter­schied­lich in Form und Geschmack ist. Ein beson­de­rer Genuss ist war­me Zie­gen­milch. Ich fühl­te mich in Kind­heits­ta­ge zurück­ver­setzt, als  Milch noch wie Milch geschmeckt hat,  ein­fach herr­lich. Unser Besuch in Alba­ni­ens Haupt­stadt Tira­na war etwas ganz Beson­de­res. Noch nie habe ich eine so jun­ge und moder­ne Stadt gese­hen. Präch­ti­ge Bau­ten, viel-spu­ri­ge Stra­ßen, pul­sie­ren­des Leben, phan­tas­ti­sche Denk­mä­ler und die Bou­ti­quen … ein­fach Wahn­sinn. Die Men­schen sind adrett und modern geklei­det, Män­ner in Jackett und Frau­en modern wie Ihre Stadt mit viel Glit­zer und Gla­mour , ein­fach zum Hin­schau­en wun­der­schön. Wir haben ja die gan­ze Zeit aus der Rei­se­ta­sche gelebt und hier in Tira­na habe ich ein schi­ckes Som­mer­kleid sehr ver­misst -:((((   Die Tage in Alba­ni­en ver­gin­gen viel zu schnell. Die Lust die­ses Land und über­haupt die Bal­kan­län­der wei­ter zu ent­de­cken ist geweckt und lässt sich kaum zäh­men. .… Plä­ne für 2018 sind geschmie­det und  die Vor­freu­de schon jetzt gren­zen­los him­mel­hoch­jauch­zend  -:))))
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