Ohne Kopftuch in Albanien


Die­ses Foto ist unschein­bar — sagt aber unheim­lich viel über Alba­ni­en, sei­ne Bewoh­ner und .… den Islam. Eine Mosche neben einer Kir­che — ein oft anzu­tref­fen­des Motiv in Alba­ni­en. Wie das? Die Zau­ber­wor­te hei­ßen Ale­vi­ten und Bek­ta­schi. Wen es inter­es­siert kann es sich hier erklä­ren las­sen, aber der Rei­he nach.

Wir machen Urlaub in Albanien” 

Manch­mal war ich erschro­cken über mei­ne eige­ne Aben­teu­er­lust und die Reak­tio­nen von Freun­den, Bekann­ten und  Arbeits­kol­le­gin­nen mach­ten es mir nicht leich­ter. “Bist Du ver­rückt”, “ist  das nicht gefähr­lich?” oder “Du als blon­de Frau” sind nur eini­ge  Bei­spie­le. Mit einem Miet­au­to unter­wegs, in einem frem­den Land, noch kei­ne  Über­nach­tung gebucht, woll­ten wir doch Land und Men­schen ken­nen ler­nen und  haut­nah erle­ben. Uns trei­ben las­sen und jeden Tag frei sein. Frei zu sein wo  und wie lan­ge wir blei­ben wol­len und … mit wem wir es wol­len. Ich habe  vor­her unzäh­li­ge Rei­se­b­logs gele­sen, habe mich auf der Sei­te des Aus­wär­ti­gen  Amtes infor­miert. Wir haben Vide­os über Alba­ni­en auf ARTE und VOX geschaut.  Ich habe kurz über­legt ein Kopf­tuch zu tra­gen, damit ich nicht so auf­fal­le  und eine klei­ne auf­klapp­ba­re Nagel­fei­le als “Ver­tei­di­gung” soll­te immer in  mei­ner Hosen­ta­sche sein.  Heu­te, nach unse­rem Aben­teu­er Alba­ni­en, kann ich mich für all die  nega­ti­ven  Gedan­ken nur schä­men! Alba­ni­en ist ein­fach ein wun­der­schö­nes und  fas­zi­nie­ren­des Land und es ist Lie­be auf den ers­ten Blick. Dass das Land Jahr­zehn­te lang völ­lig iso­liert war, merkt man weder Män­nern …

noch Frau­en an.
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Die Natur des  Lan­des noch so ursprüng­lich und die Aus­bli­cke auf Ber­ge und Täler  atem­be­rau­bend. Die Ver­bun­den­heit der Men­schen zu ihren Tie­ren ist  bewun­derns­wert. Scha­fe und Zie­gen gehen mit ihrem Hir­ten durch das Land und  wei­den auf Berg­hän­gen oder saf­ti­gen Wie­sen. Hüh­ner, Gän­se und Puten haben  rie­sen­gro­ße, nicht ein­ge­zäun­te Flä­chen, Esel und Pfer­de als Last­tie­re sehen  gepflegt und gut genährt aus. Wir haben einen vor­bild­li­chen Schwei­ne­trans­por­ter gese­hen .….

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… jedes Tier hät­te sein eige­nes Fens­ter, einen eige­nen Lüf­ter, der für  Frisch­luft wäh­rend des Trans­por­tes sorg­te und alle rosa Schnau­zen waren zu  sehen.

Klei­ne Gäss­chen mit Kopf­stein­pflas­ter, gepfleg­te Gemü­se­gär­ten, unzäh­li­ge Bäu­me mit gro­ßen, roten Gra­nat­äp­feln. Stein­häu­ser aus längst ver­gan­ge­ner  Zeit, die lie­be­voll her­ge­rich­tet sind und anti­ke Stät­ten wie Butrint, Tumu­lus oder Apol­lo­nia sind ein­fach traum­haft.  Man möch­te nie mehr hier weg.  Auf unse­ren Fahr­ten durch’s Land haben wir vie­le Ein­drü­cke vom Leben der  ein­fa­chen Men­schen in Alba­ni­en gesam­melt. Man­ches brach­te uns zum Schmun­zeln  .…
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— dass Teddy’s oder Pup­pen an Häu­sern böse Geis­te fern­hal­ten sol­len,
— dass Kas­tra­ten nicht sin­gen son­dern Sprit ver­kau­fen,
— dass es fast so vie­le Auto­wä­schen (Lavazh) wie Cafes gibt,
— dass Haus auf Haus bau­en doch geht

.… und Man­ches mehr zum Nach­den­ken.

- dass Men­schen sich viel gesün­der ernäh­ren und viel gesün­der Leben,
— dass älte­re Men­schen noch fit sind und viel akti­ver als der West­eu­ro­pä­er (es wird jeden Tag nach­mit­tags 1–2 Stun­den gelau­fen … ein­fach ein Brauch)
— dass seit Jahr­hun­der­ten über­all im Land Kir­chen neben Mosche­en ste­hen (Anfangs­fo­to) … und es kei­nen Zwist zwi­schen den Reli­gio­nen gibt (sie­he den Bei­trag “und es geht doch”)
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Bei einem Gläs­chen, des über­aus schmack­haf­ten, alba­ni­schen Wei­nes phi­lo­so­phier­ten wir oft über das “Glück ” und die “Zufrie­den­heit” in der moder­nen, west­li­chen Welt.  Die Orte an denen wir über­nach­tet haben waren alle­samt so ein­zig­ar­tig, mit  Men­schen deren Gast­freund­schaft so unver­gleich­bar und herz­lich ist. Die  Mahl­zei­ten wer­den hier noch frisch zube­rei­tet, aus allem was der Gar­ten, das  Meer, die Wei­de, die Tie­re zu bie­ten haben. Ob gegrill­te Zie­ge, ver­schie­den  gefüll­te Würs­te, Kebab vom Hühn­chen, alles typisch alba­nisch gewürzt, ein  Gau­men-schmaus.

Nicht zu ver­ges­sen der Zie­gen- und Schaf­kä­se, der je nach  Regi­on unter­schied­lich in Form und Geschmack ist. Ein beson­de­rer Genuss ist war­me Zie­gen­milch. Ich fühl­te mich in Kind­heits­ta­ge zurück­ver­setzt, als  Milch noch wie Milch geschmeckt hat,  ein­fach herr­lich. Unser Besuch in Alba­ni­ens Haupt­stadt Tira­na war etwas ganz Beson­de­res. Noch nie habe ich eine so jun­ge und moder­ne Stadt gese­hen. Präch­ti­ge Bau­ten, viel-spu­ri­ge Stra­ßen, pul­sie­ren­des Leben, phan­tas­ti­sche Denk­mä­ler und die Bou­ti­quen … ein­fach Wahn­sinn. Die Men­schen sind adrett und modern geklei­det, Män­ner in Jackett und Frau­en modern wie Ihre Stadt mit viel Glit­zer und Gla­mour , ein­fach zum Hin­schau­en wun­der­schön. Wir haben ja die gan­ze Zeit aus der Rei­se­ta­sche gelebt und hier in Tira­na habe ich ein schi­ckes Som­mer­kleid sehr ver­misst -:((((   Die Tage in Alba­ni­en ver­gin­gen viel zu schnell. Die Lust die­ses Land und über­haupt die Bal­kan­län­der wei­ter zu ent­de­cken ist geweckt und lässt sich kaum zäh­men. .… Plä­ne für 2018 sind geschmie­det und  die Vor­freu­de schon jetzt gren­zen­los him­mel­hoch­jauch­zend  -:))))
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Und es geht doch … Islam ist nicht gleich Islam

Die Gegen­stän­de auf den fol­gen­den zwei Fotos hei­ßen in Alba­ni­en bei­de: DER KORAN. Viel­leicht ist das schon ein ers­ter Hin­weis dar­auf, dass in Alba­ni­en irgend­et­was anders ist als in der GANZEN übri­gen Welt. Die Mehr­heit der Alba­ner sind Mus­li­me … aaaaaber … auf die Aus­le­gung der Fer­se des Buches der Bücher kommt es an. Ein Ver­sucht der Ergrün­dung die­ses Phä­no­mens.
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Trotz der oft ver­laut­bar­ten Beden­ken, dass der isla­mi­sche Fun­da­men­ta­lis­mus auch in Alba­ni­en und im Koso­vo Fuß fas­sen könnte, scheint es hie­für kei­ne Bestä­ti­gung zu geben. Im Koso­vo und West­ma­ze­do­ni­en, wo ein libe­ra­ler Islam wie in Bos­ni­en durch eini­ge fana­ti­sier­te ortho­do­xe Ser­ben und Maze­do­ni­er ange­grif­fen wird, scheint es höchst unwahr­schein­lich, dass der Fun­da­men­ta­lis­mus sich fest­set­zen könnte. Der Kampf der Koso­vo-Alba­ner um Frei­heit und Unabhängigkeit ist und bleibt ein natio­na­ler und poli­ti­scher Kampf. Von alba­ni­scher Sei­te spielt die Reli­gi­on dar­in kei­ne Rol­le.

In der alba­ni­schen Bevölkerung fehlt immer noch das Inter­es­se an der Reli­gi­on. Die Men­schen sowohl in Alba­ni­en wie auch im Koso­vo sind viel zu sehr mit der Bewältigung ihres täglichen Lebens beschäftigt – mit dem nack­ten Überleben, als dass sie Zeit hätten, über Grund­fra­gen des Glau­bens nach­zu­den­ken. Den­noch ist nicht zu leug­nen, dass der Islam wesent­lich dazu bei­getra­gen hat, aus den Alba­nern das zu machen, was sie heu­te sind. Er ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Natio­nal­kul­tur Alba­ni­ens. Dass es so ist, ist der sehr mode­ra­ten und gemä­ßig­ten Aus­le­gung des Islams zu ver­dan­ken. Die Zau­ber­for­mel heißt

Alevitentum

Ob das Ale­vi­ten­tum in sei­ner heu­ti­gen Form dem Islam zuzu­ord­nen ist oder eine eigen­stän­di­ge Reli­gi­on dar­stellt, ist in der For­schung und unter den Ale­vi­ten selbst umstrit­ten. Ziel eines Ale­vi­ten ist die Erleuch­tung / Voll­kom­men­heit durch Wer­te wie Nächs­ten­lie­be, Beschei­den­heit und Geduld. Huma­nis­mus und Uni­ver­sa­lis­mus prä­gen den ale­vi­ti­schen Glau­ben. Die Mehr­heit der für Sun­ni­ten und Schii­ten gel­ten­den Ver­bo­te und Gebo­te aus dem Koran wer­den von Ale­vi­ten nicht befolgt. Die grund­le­gen­den Unter­schie­de zwi­schen Ale­vi­ten und Sun­ni­ten sind seit der osma­ni­schen Zeit der Grund für die Unter­drü­ckung und Ver­fol­gung der Ale­vi­ten.
Die zwei­te Zau­ber­for­mel heißt …

Bektashi

Die reli­giö­se Pra­xis der Bek­ta­schi weicht von der isla­mi­schen Ortho­do­xie ab. Das Gebet ist nicht an bestimm­te Tages­zei­ten gebun­den, son­dern kon­zen­triert sich auf die Abend­stun­den, in denen die Arbeit ruht …  und die Gläu­bi­gen sich mit Hin­ga­be den Zere­mo­ni­en des Cem wid­men. In die­sem Ritus wer­den die Gläu­bi­gen (Frau­en UND Män­ner) durch Gesang, Musik und die Rezi­ta­ti­on von Hym­nen und Hel­den­sa­gen, beglei­tet von Klän­gen einer Saz (einer Art Lau­te)  in mys­ti­sche Stim­mung des ‚Eins-Seins‘ (El ele ve el hak­ka) ver­setzt.

Alle stre­cken dabei gemein­sam ihre Hän­de dem Schöp­fer (Hak-Tan­ri-Allah) ent­ge­gen. Der Semah-Tanz ist der ritu­el­le Tanz der Ale­vi­ten und Bek­ta­schi, der inner­halb der Cem-Zere­mo­nie statt­fin­det. Er ist Aus­druck der ewi­gen Wie­der­kehr aller Schöp­fun­gen, denn im Semah-Tanz dre­hen sich Frau­en und Män­ner (als Sinn­bild der Gegen­sät­ze) im Kreis und bil­den sym­bo­lisch den Umlauf der Pla­ne­ten um die Son­ne nach.

Ihr höchs­tes Fest bege­hen die Bek­ta­schi all­jähr­lich eine Woche lang am Berg Tomorr bei Berat in Süd­al­ba­ni­en. Um die Lebens­hal­tung der Bek­ta­schi zu beschrei­ben, wird gern fol­gen­de Anek­do­te erzählt: „Der Kalif besuch­te das Ober­haupt des Bek­ta­schi-Ordens. Als er die üppi­gen Wein­ber­ge um das Kon­vent des Ordens erblick­te, frag­te er: ‚Mein lie­ber Freund, was macht ihr denn mit den vie­len Wein­trau­ben?‘ ‚Ach‘, ant­wor­tet der Der­wisch, ‚wir essen ger­ne süße, rei­fe Trau­ben.‘ Der Kalif dar­auf: ‚Aber es ist doch unmög­lich, so vie­le Wein­trau­ben zu ver­spei­sen.‘ Der Der­wisch dar­auf­hin: ‚Das ist kein Pro­blem. Was wir nicht essen kön­nen, das pres­sen wir und lagern es in Holz­fäs­sern. Und was dann geschieht, ist allein Allahs Wil­le.‘“

Wie tief die­ser Wil­le zum fried­li­chen Mit­ein­an­der ver­wur­zelt ist ver­deut­lich­te uns der Imam der Xha­mia Mbret (Königs­mo­schee in Berat). Fas­zi­niert hör­ten wir sei­nen Erzäh­lun­gen zu. Die Eulen­kö­ni­gin war ver­wun­dert, dass sie ohne Kopf­tuch sein Got­tes­haus betre­ten durf­te und sogar in dem über 250 Jah­re alten Koran blät­tern durf­te. Als er uns spä­ter die Hal­ve­ti-Tek­ke zeigt und erläu­tert, geht er eben dar­auf ein, dass in Alba­ni­en die Men­schen, Fami­li­en­mit­glie­der, Nach­barn ver­schie­de­ner Reli­gio­nen sich seit Jahr­hun­der­ten ver­tra­gen.
Zusam­men ihre jewei­li­gen Fei­er­ta­ge fei­ern, sich gegen­sei­tig respek­tie­ren und ach­ten. Der Rabe über­setzt sei­nem Eul­chen was er den eng­lisch spra­chi­gen Aus­füh­run­gen des Imams ent­nimmt. An einer stel­le “ergänzt” der Rabe die Über­set­zung und erklärt, dass über­all sonst —  Suni­ten und Schii­ten (bei­des Mus­li­me) nicht mit­ein­an­der aus­kom­men, und schlägt dabei mit sei­ner rech­ten Faust in die lin­ke Hand­flä­che. Als der Imam das sieht (viel­leicht ver­stand er auch etwas Deutsch) — wird sei­ne Stim­me fes­ter und er betont sehr ein­dring­lich

HIER NICHT, hier in Albanien nicht. Wir verstehen uns untereinander, Es gibt keine Probleme.”

Wir sind geplät­tet und beein­druckt zugleich. War­um funk­tio­niert es in einem Land und woan­ders nicht??? Wie vie­le Kon­flik­te wer­den noch im Namen von Reli­gio­nen geführt??? Wie vie­le Men­schen wer­den noch ster­ben müs­sen im Namen Got­tes, wie auch immer er hei­ßen mag?

Ein­mal beim The­ma Reli­gi­on, hier noch ein Text von EDUARD Q. GASHI (vom 26. Dezem­ber 2015) zum The­ma

Albanische Weihnachten — Nata e Krishtit

Wenn in die­sem Text von Alba­ni­en gespro­chen wird ist immer der alba­ni­sche Kul­tur­raum gemeint. Die­ser erstreckt sich über wei­te Tei­le  Alba­ni­ens, des Koso­vo, Ost- und Süd Mon­te­ne­gro, Süd-West Ser­bi­en, West-Maze­do­ni­en und sowie West-Grie­chen­land.

Die christ­li­chen Alba­ner gehö­ren der ortho­do­xen und katho­li­schen Kon­fes­si­on an. Daher gibt es inner­halb der christ­li­chen Alba­ner Unter­schie­de in der Art und Wei­se wie man Weih­nach­ten fei­ert. Seit Mit­te des 20. Jahr­hun­derts wech­sel­ten die Ortho­do­xen in Alba­ni­en zum gre­go­ria­ni­schen Kalen­der über und fei­ern Weih­nach­ten nun im Dezem­ber. Was man beson­ders erwäh­nen soll­te ist, dass die reli­giö­sen Fes­te in Alba­ni­en gemein­sam gefei­ert wer­den. Auch die reli­giö­sen Füh­rer besu­chen sich gegen­sei­tig zu den gro­ßen Fes­ten und beglück­wün­schen sich. So beglück­wünscht die Isla­mi­sche Ver­ei­ni­gung die christ­li­chen Gläu­bi­gen zu deren Fes­ten genau­so wie die alba­ni­schen Bischö­fe die mus­li­mi­schen Gläu­bi­gen zu deren Fes­ten.

Schießereien in Albanien

In eini­gen Regio­nen Alba­ni­ens war es Brauch, einen Wid­der zu schlach­ten und den Armen einen Teil des Flei­sches als Almo­sen zu geben: Bei dem Stamm Kel­men­di wur­den zu die­ser Jah­res­zeit Almo­sen auf die Grä­ber von ver­stor­be­nen Ver­wand­ten gelegt. Bei den Sha­la war es Sit­te, Käse, Brot, Sah­ne und Joghurt auf die Grä­ber zu legen und eine Ker­ze auf das Kreuz zu stel­len. Die Lebens­mit­tel wur­den anschlie­ßend an die Armen ver­schenkt. In Boga behiel­ten die Schaf­hir­ten am Hei­li­gen Abend den gan­zen Tag lang einen Stein im Mund, den sie erst vor dem Abend­mahl aus­spuck­ten. Die gan­ze Nacht wur­de gewacht, damit die am Hei­li­gen Abend ange­zün­de­te Ker­ze nicht erlosch. Um Mit­ter­nacht läu­te­ten die Kirch­glo­cken und man besuch­te die hei­li­ge Mes­se. Im Anschluss an die hei­li­ge Mes­se fand eine mit­ter­nächt­li­che Schie­ße­rei statt. Heu­te wird mit einem Feu­er­werk die­se Tra­di­ti­on wei­ter auf­recht erhal­ten. Das Schie­ßen galt für die Alba­ner immer als ein Zei­chen der Freu­de und Fei­er.  Bis heu­te wird bei Hoch­zei­ten gern ein Feu­er­werk ver­an­stal­tet.

In der Regi­on um Mir­d­i­ta wur­de am Hei­li­gen Abend schon bei Son­nen­un­ter­gang geschos­sen. Wenn der Abt der Mir­di­ten am Weih­nachts­tag nach der Mes­se die nie­der­kni­en­den Gläu­bi­gen, mit den Reli­qui­en des hei­li­gen Alex­an­der, seg­ne­te — ant­wor­te­ten sie, ohne auf­zu­ste­hen, mit Schüs­sen.

Um eine gute Obst­ern­te im Som­mer zu sichern, berühr­te man zu Weih­nach­ten mit einem Beil das Stroh, das sich unter dem Küchen­tisch befand. Der Besit­zer von Obst­bäu­men sag­te dabei “Bin­de oder ich zer­ha­cke euch!” Dann ging er mit dem Stroh nach drau­ßen und band es um die Obst­bäu­me, um sicher zu sein, dass im Som­mer das Obst nicht vor­zei­tig vom Baum fal­len wür­de. Die­se Sit­te wird noch in vie­len alba­ni­schen Dör­fern West­ma­ze­do­ni­ens auf­recht­erhal­ten, wo Weih­nach­ten unter der sla­wi­schen Bezeich­nung Bozhiq genannt wird. In  Nord­al­ba­ni­en und im Koso­va wur­de Stroh zu Weih­nach­ten auf die Fel­der gestreut, um eine gute Ern­te zu sichern.

Weihnachtsklotz

Der Weih­nachts­klotz (alba­nisch BUMM) ist in vie­len christ­li­chen Län­dern der Erde bekannt. Am Hei­li­gen Abend, geht ein Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger, in den Hof, ruft den Namen des Haus­her­ren und ver­kün­det “Heu­te kommt der Weih­nachts­klotz. Er kommt mit Brot, er kommt mit Käse, er kommt mit But­ter und er kommt mit allem Guten!” Hier­auf ant­wor­tet der Haus­herr “Sei will­kom­men!”
Der Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge kommt nun wie­der her­ein und bringt auf sei­nem Rücken einen gro­ßen Holz­klotz hin­ein, der von allen gegrüßt wird. Er wird “edler Weih­nachts­klotz” genannt und mit Wür­de behan­delt, als ob es sich um einen wer­ten Gast han­delt.
Aus Gast­freund­schaft, und im über­tra­ge­nen Sin­ne als Opfer­ga­be, stellt man einen guten Teil der Spei­sen und Geträn­ke auf dem Weih­nachts­klotz. Dann wird der Klotz ange­zün­det und muss die gan­ze Nacht über bren­nen. Die vom Klotz übrig geblie­be­ne Asche wird danach auf die Fel­der bzw. unter die Obst­bäu­me gestreut, um für das kom­men­de Jahr eine gute Ern­te zu sichern. In Nord­al­ba­ni­en bemüh­ten sich die Pries­ter frü­her die­sen Brauch zu unter­bin­den, angeb­lich wegen des gro­ßen Ver­lusts an Lebens­mit­teln.

Im Koso­vo ist es brauch auf dem Klotz auch ein Kreuz zu malen oder zu rit­zen. Auch wur­den Äste zu einem Kreuz geformt und im Hof stan­den Kin­der die dann mit dem Weih­nachts­klotz ins Haus gin­gen. Es wur­de oft geru­fen “Der Weih­nachts­klotz kommt mit Gesund­heit, Wohl­stand, Reich­tum und Fort­schritt” Der Brauch des Weih­nachts­klot­zes wur­de nicht nur von Katho­li­ken, son­dern auch von Mos­lems ein­ge­hal­ten und lässt auf ein vor­christ­li­ches Fest schlie­ßen, das mit der Win­ter­son­nen­wen­de in Ver­bin­dung steht. Aber es zeigt auch, dass die alba­ni­schen Mus­li­me sich ihrer christ­li­chen Wur­zeln bewusst sind, so fei­ern sie auch den hei­li­gen Georg (Shen Gje­rg­ji) und ande­re Fes­te deren Ursprung im Chris­ten­tum lie­gen.

In eini­gen Gegen­den Alba­ni­ens wur­de der Weih­nachts­klotz am Heii­li­gen Abend ange­zün­det und aus­ge­löscht, am Syl­ves­ter­abend wie­der ange­zün­detund wie­der aus­ge­löscht und schließ­lich am Drei­kö­nigs­tag, den 6. Janu­ar, zum drit­ten und letz­ten Mal ange­zün­det. Im Tal der Reka e Eper­me (Maze­do­ni­en) wird der Brauch des Weih­nachts­klot­zes, dort BENIK genannt, nur am Drei­kö­nigs­tag ein­ge­hal­ten. Vor Son­nen­un­ter­gang gehen die Män­ner der ortho­do­xen Fami­li­en in den Wald, um eine Buche zu fäl­len. Dabei wer­den Wett­be­wer­be ver­an­stal­tet, um aus­zu­ma­chen, wer mit dem Baum­stamm als ers­ter nach Hau­se kommt. Die Stäm­me wer­den zunächst in die Innen­hö­fe gebracht und gegen die Haus­mau­er gelehnt. Wenn man am Abend den Klotz ins Haus bringt, muss man dafür Sor­ge tra­gen, dass das gefäll­te Ende des Baums auf die letz­ten Son­nen­strah­len gerich­tet wird. Erst nach Son­nen­un­ter­gang wird der Klotz ange­zün­det.

Speisen am Heiligen Abend

Der hei­li­ge Abend heißt auf alba­nisch “Nata e Krish­tit” (Die Nacht des Chris­tus). Unter den Katho­li­ken im Koso­vo war es brauch an die­sem Tag als Zei­chen der Vor­be­rei­tung auf Weih­nach­ten zu Fas­ten. So kommt an die­sem Abend kein Fleisch auf den Tisch. Tra­di­tio­nel­le Spei­sen sind Boh­nen­sup­pe, Fisch und Blät­ter­teig gefüllt mit Wal­nüs­sen und Kür­bis. Am Hei­li­gen Abend wird der Tisch nicht abge­deckt. Er muss als Zei­chen für die Dank­bar­keit für den Wohl­stand und als bit­te für Wohl­stand im kom­men­den Jahr voll mit Lebens­mit­teln blei­ben. Auch wird über Nacht das Licht an dem reich gedeck­te Tisch nicht aus­ge­macht.

In den fol­gen­den Weih­nachts­ta­gen besucht man sei­ne Ver­wand­ten, Bekann­ten und Freun­de und man erhält viel Besuch. Cha­rak­te­ris­tisch für den Koso­vo sind die übli­chen und teil­wei­se lang aus­fal­len­den Gruß­wor­te des Haus­her­ren und der Gäs­te.
— Der Haus­herr begrüßt sei­ne katho­li­schen Gäs­te Gelobt sei Jesus Chris­tus”
- die Gäs­te ant­wor­ten “in Ewig­keit und wäh­rend des gan­zen Lebens”.
- D
er Haus­herr “wir dan­ken Gott, dass er euch zu uns geführt hat. Will­kom­men Fro­he Wei­hach­ten. Mögen die­se Weih­nach­ten euch alle behü­ten und euch alles gute brin­gen. Möget ihr jedes Jahr aufs neue immer bes­se­re Weih­nach­ten fei­ern und so wie es euer Herz wünscht!
— die Gäs­te ant­wor­ten der Rei­he nach “Gelobt sei Jesus Chris­tus”
— der Haus­herr “In Ewig­keit und wäh­rend des gan­zen Lebens”
— der Gast “Gott schen­ke euch Wohl­stand. Es freut uns, dass ihr die­ses Fest gut behü­tet und Gesund fei­ert. Möget ihr vie­le wei­te­re Weih­nach­ten fei­ern. Mögen die­se Weih­nach­ten euch Glück, Gesund­heit und Wohl­stand schen­ken” Die­sen Gruß spricht man aus mit einem Gläs­chen Raki oder Rot­wein in der Hand.

Geschenke spielen zu Weihnachten keine große Rolle wie in Deutschland. Die Kinder bekommen paar Kleinigkeiten. Weihnachten ist mehr ein religiöses Familienfest, wo der Kommerz und Konsum nur drittrangig ist.

Obwohl die alba­ni­schen Gebie­te mus­li­misch geprägt sind, wer­den die Städ­te und Plät­ze in der Advents­zeit weih­nacht­lich deko­riert und es gibt auch Weih­nachts­märk­te in den grö­ße­ren Städ­ten. Das zeigt, dass die Alba­ner eine gesun­de Ein­stel­lung zur Reli­gi­on haben. Sie prak­ti­zie­ren ihre eige­ne Reli­gi­on und doch respek­tie­ren sie die Reli­gi­on des ande­ren. Dies ist beson­ders gut sicht­bar da, wo Fami­li­en  stark ver­mischt sind. Wo es inner­halb einer Groß­fa­mi­lie, Mus­li­me und Chris­ten gibt. Denn als letzt­end­lich einend, wird die Spra­che, das Land und die Nati­on ange­se­hen. Es ist nicht unüb­lich in Kir­chen und Mosche­en die alba­ni­sche Natio­nal­flag­ge vor­zu­fin­den, denn wer sei­ne Nati­on nicht liebt, kann auch Gott nicht lie­ben, so die ver­brei­te­te Mei­nung.

Nicht in Watte gepackt und trotzdem Überlebt.

Ein W U N D E R ist geschehen und das gleich millionenfach.

Im Inter­net fan­den wir einen Text, so ganz anders und ehr­lich, dass wir ihn wie­der­ge­ben, ohne den Ver­fas­ser zu ken­nen.

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jah­ren leb­test, ist es zurück­bli­ckend kaum zu glau­ben, dass wir so lan­ge über­le­ben konn­ten! Als Kin­der saßen wir in Autos ohne Sicher­heits­gur­te und ohne Air­bags. Unse­re Bett­chen waren ange­malt in strah­len­den Far­ben vol­ler Blei und Cad­mi­um. Ganz zu schwei­gen vom Tape­ten­leim, dem Kle­ber des Lin­ole­ums oder den PVC-Dämp­fen des Spann­tep­pichs. Die Fläsch­chen aus der Apo­the­ke konn­ten wir ohne Schwie­rig­kei­ten öff­nen, genau­so wie die Fla­sche mit Bleich­mit­tel. Steck­do­sen, Schrank­tü­ren und Schub­la­den waren noch nicht kin­der­si­cher. Mes­ser, Sche­re, Gabel und Licht wur­den uns zwar ver­bo­ten, aber meis­tens muss­ten wir uns erst ein­mal dar­an ver­let­zen, um es zu glau­ben. Unse­re
Fahr­rä­der, Rol­ler und die Roll­schu­he fuh­ren wir ohne Knie- und Arm­schüt­zer und ohne Helm.

Wir tran­ken Was­ser aus Was­ser­häh­nen und nicht aus Fla­schen. Wahn­sinn! Wir aßen fet­ti­ge Schmalz­nu­deln und frisch­ge­ba­cke­nes Brot mit fin­ger­dick But­ter drauf, dazu gab es über­zu­cker­te Limo­na­den oder künst­li­ches Sirup­was­ser. Über­mä­ßig dick gewor­den sind wir des­we­gen nicht, weil wir immer drau­ßen her­um­tob­ten. Wir haben zu fünft aus einer Limo­fla­sche getrun­ken — und es ist tat­säch­lich kei­ner dar­an gestor­ben! Wir bau­ten Wagen aus Sei­fen­kis­ten und ent­deck­ten wäh­rend der ers­ten Fahrt den Hang hin­un­ter, dass wir die Brem­sen ver­ges­sen hat­ten. Damit kamen wir nach eini­gen Unfäl­len klar. Wir ver­lie­ßen nach den Schul­ar­bei­ten das Haus zum Spie­len. Höchs­tens unter­bro­chen von Essens­pau­sen kamen wir erst wie­der heim, als es dun­kel wur­de und man den Fuß­ball nicht mehr rich­tig sehen konn­te.
Wir waren nicht zu errei­chen. Kei­ne Han­dys. Unvor­stell­bar! Wenn es reg­ne­te, spiel­ten wir bei Freun­den Mono­po­ly oder Mensch ärge­re dich nicht, Müh­le und Dame und lie­ßen Match­box-Autos in selbst­ge­bas­tel­ten Städ­ten fah­ren. Wir hat­ten kei­ne Play­sta­ti­on, Nin­ten­do, X‑Box, Video­spie­le, 64 Fern­seh­ka­nä­le, Fil­me auf Video oder DVD, Sur­round-Sound, eige­ne Fern­se­her, Com­pu­ter, Inter­net-Chat-Rooms.

Wir hat­ten Freun­de. Wir gin­gen ein­fach raus und tra­fen sie auf der Stra­ße. Oder wir mar­schier­ten ein­fach zu deren Heim und klin­gel­ten. Manch­mal brauch­ten wir gar nicht klin­geln und gin­gen ein­fach hin­ein. Ohne Ter­min und ohne Wis­sen unse­rer gegen­sei­ti­gen Eltern. Kei­ner brach­te uns und kei­ner hol­te uns. Wie war das nur mög­lich? Wir haben Fuß­ball gespielt mit allem, was sich kicken ließ. Und wenn einer einen ech­ten Leder­ball hat­te, war er der King und durf­te immer mit­spie­len, egal, wie schlecht er war. Um im Ver­ein mit­spie­len zu dür­fen, gab es Auf­nah­me­prü­fun­gen, die nicht jeder bestan­den hat. Wer es nicht schaff­te, lern­te mit der Ent­täu­schung umzu­ge­hen. Wir spiel­ten Völ­ker­ball bis zum Umfal­len. Manch­mal tat es weh, wenn man abge­wor­fen wur­de. Wir sind von Bäu­men und Mau­ern gesprun­gen, haben uns geschnit­ten, auf­ge­schürft und haben uns den Arm gebro­chen, manch­mal sogar Zäh­ne aus­ge­schla­gen.

Wir hat­ten Unfäl­le!
Es waren ein­fach Unfäl­le, an denen wir schuld waren. Es gab nie­man­den, den man dafür ver­ant­wort­lich machen konn­te und viel­leicht sogar noch vor den Kadi brach­te. Wer erin­nert sich noch an Unfäl­le?
Unse­re Knie und Knö­chel waren von Früh­jahr bis Herbst lädiert. Ein Schien­bein ohne blaue Fle­cken gab es nicht.
Wenn wir uns an Brenn­nes­seln gebrannt oder uns eine Mücke gesto­chen hat­te, haben wir ent­we­der drauf­ge­spuckt oder des Nach­bars Hund drü­ber lecken las­sen oder drauf­ge­pin­kelt. Gehol­fen hat alles. Wir haben gestrit­ten, gerauft und uns geprü­gelt. Damit muss­ten wir leben, denn es inter­es­sier­te die Erwach­se­nen nicht. Wir haben Spie­le erfun­den — mit
Stö­cken und Ten­nis­bäl­len. Mit Ästen haben wir gefoch­ten, und wir haben Wür­mer geges­sen. Und die Pro­phe­zei­un­gen tra­fen nicht ein: Die Wür­mer leb­ten nicht in unse­ren Mägen für immer wei­ter, und mit den Stö­cken sta­chen wir nicht beson­ders vie­le Augen aus.

Man­che Schü­ler waren nicht so schlau wie ande­re. Sie ras­sel­ten durch Prü­fun­gen und wie­der­hol­ten Klas­sen. Das führ­te nicht zu emo­tio­na­len Eltern­aben­den oder gar zur Ände­rung der Leis­tungs­be­wer­tung. Unse­re Taten hat­ten manch­mal Kon­se­quen­zen. Und kei­ner konn­te sich ver­ste­cken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz ver­stieß, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus dem Schla­mas­sel her­aus­hol­ten. Im Gegen­teil: Sie waren der glei­chen Mei­nung wie die Poli­zei! So etwas!

Unse­re Eltern trau­ten uns zu, die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Meis­tens hat es geklappt. Die paar Mal, die dane­ben gin­gen, zäh­len wir zu unse­ren Lebens­er­fah­run­gen. Unse­re Genera­ti­on hat eine Fül­le von inno­va­ti­ven Pro­blem­lö­sern und Erfin­dern mit Risi­ko­be­reit­schaft her­vor­ge­bracht. Wir hat­ten Frei­heit, Miss­erfolg, Erfolg und
Ver­ant­wor­tung. Mit all­dem wuss­ten wir umzu­ge­hen. Und Du gehörst auch dazu.
Herz­li­chen Glück­wunsch!

Weltreise an einem Tag

Wir haben ja nun die wei­te Rei­se nach Gel­sen­kir­chen gemacht, um unse­re Lieb­lings­band “PUR” live zu erleben…fragt mich doch mein Raben­prinz ob ich Lust hät­te, die ZOOM Erleb­nis­welt zu besu­chen. Mein ers­ter Gedan­ke war, dass ich kei­ne Lust auf Tech­nik habe …kei­ne Ahnung wie ich dar­auf kom­me.

Es soll­te der aller schöns­te Besuch eines Zoos in mei­nem gan­zen Leben wer­den! Eigent­lich ist das Wort Zoo schon falsch. Man ent­deckt die Tier­welt von drei Kon­ti­nen­ten: Asi­en, Afri­ka und Alas­ka und zwar haut­nah. Die Revie­re der Tie­re sind natur­ge­treu und sehr groß­räu­mig ange­legt, mit typi­schen Pflan­zen ‚Bäu­men ‚klei­nen Bächen, Was­ser­fäl­len, Inseln und jeder Men­ge an Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten für Ihre Bewoh­ner. Man merkt die Lie­be zum Detail .… Wir hat­ten nicht das Gefühl in einem Tier­park zu sein.

Die Tie­re waren sehr aktiv und sogar sehr foto­gen:) und als Besu­cher begibt man sich auf eine Aben­teu­er­rei­se. Ob schma­le Wege, geschlän­gel­te Pfa­de, Wege in Tun­neln unter Was­ser, in der “Afri­ka Queen” zu Was­ser, über bau­meln­de Hän­ge­brü­cken oder in schwin­deln­der Höhe.…Wir fühl­ten uns als Aben­teu­rer und Ent­de­cker und hat­ten die eine oder ande­re beson­de­re Begeg­nung.

Sehr zur Belus­ti­gung und zum Stau­nen ein Oran Utan der auf einer grü­nen Wie­se vor aller Augen die neu­es­ten Übun­gen zum Affen Yoga demons­triert.

Bei der Fahrt mit der “Afri­ka Queen” dem Juras­sic Park ein biss­chen näher .… ganz nah am Elek­tro­zaun. Beim Mit­tag­essen in der Afri­ka Lounge dem Nas­horn auf die Pel­le gerückt .… der Mara­bu, der auf dem höchs­ten Hügel der Savan­ne sitzt und “sein” wei­tes Revier mit aus­ge­brei­te­ten Flü­geln prä­sen­tiert und .…. ein Strauß, der auf­merk­sam sei­ne Pfle­ger beim Keh­ren der Wege beob­ach­tet — klei­ne Staub­wölk­chen — ab und zu die gesam­mel­ten Stei­ne wie­der aus der Schub­kar­re mopst und sich zu guter Letzt nie­der­lässt und anfängt mit sei­nen Flü­geln auch zu keh­ren und klei­ne Staub­wölk­chen zu fabri­zie­ren … ein­fach gött­lich anzu­se­hen.

Noch nie haben wir Eis­bä­ren so nah gese­hen und erst recht nicht unter Was­ser beim Schwim­men beob­ach­ten kön­nen. Noch nie waren wir einem Rudel Wöl­fe so nah … noch nie durf­ten wir ein Löwen­paar so aus nächs­ter Nähe beob­ach­ten. Einen Dachs haben wir auch noch nie in frei­er Natur gese­hen. Dass es einen nord­ame­ri­ka­ni­schen Baum­stach­ler gibt wuss­ten wir noch nicht mal. Sehr beein­dru­ckend fan­den wir eine ganz spe­zi­el­le Tus­si 🙂 — die 5000 Jah­re alte Rin­der­ras­se Watus­si­rind, eine Kreu­zung des Alt­ägyp­ti­schen Haus­rin­des mit dem indi­schen Buckelrind.Nicht ver­ges­sen möch­ten wir die Tüp­fel­hyä­ne  die die war­men Strah­len der Sep­tem­ber­son­ne unge­niert genos­sen hat.

Wir sind him­mel­hoch jauch­zend vor Glück und ein­zig­ar­ti­gen Momen­ten .… und sagen Euch “das müsst Ihr gese­hen haben”