(K)EIN bisschen schlauer … unser Jahr 2018

Die Zeit rennt so schnell. Wenn frü­her älte­re Men­schen sag­ten, dass die Tage im Alter schnel­ler ver­ge­hen, da wur­den sie belä­chelt. Heu­te wis­sen wir es bes­ser. Schon wie­der ist ein Jahr vor­bei. Es gab eini­ges zu Nör­geln und zu Meckern, und nicht immer war Ver­nunft im Spiel. Es wur­de gestrit­ten und gebrüllt und sich wie­der ver­söhnt. Im Nach­hin­ein rela­ti­viert sich die Sach­la­ge und uns wird klar : auch das Jahr 2018 ist im Gro­ßen und Gan­zen super gelau­fen. Aber der Rei­he nach.

Gleich im Janu­ar wur­de die Eulen­kö­ni­gin Opfer fie­ser Schmer­zen. Die unter­schätz­te, lin­ke Pohälf­te tat uner­träg­lich weh. Der Schmerz zog sich teil­wei­se bis in die Ober­schen­kel. Die Ärz­te dia­gnos­ti­zier­ten im Ver­lauf der ers­ten drei Wochen erst Ischi­as, dann ISG-Blo­cka­de, LWS-Blo­cka­de, Mus­kel­zer­rung und ande­re schlim­me Krank­hei­ten. Erst Eigen­re­cher­che in Zusam­men­ar­beit mit der Phy­sio­the­ra­peu­tin führt zur rich­ti­gen Erken­nung des Pro­blems und damit ver­bun­den, zur rich­ti­gen Behand­lung. Piri­for­mis-Syn­drom ist der Fach­be­griff für den bösen Schmerz. Piri, wie wir ihn lie­be­voll genannt haben, ist die Fol­ge eines Trau­mas … aber wel­ches? Egal.

Pro­fes­sor, Dok­tor Med. Goog­le sag­te — man kriegt es nie mehr los. Das woll­te die Eule so nicht hin­neh­men. Nach einer Pha­se des Selbst­mit­leids ging sie in die Offen­si­ve. Spe­zi­el­le Übun­gen schmück­ten täg­lich das tris­te Dasein des kran­ken Nacht­vo­gels. Anfangs noch unter der Ein­nah­me von star­ken Schmerz­mit­teln spä­ter dro­gen­frei. Ein gutes Vier­tel Jahr spä­ter — ein medi­zi­ni­sches Wun­der — Piri ist besiegt, Prof. Dr. Goog­le wird der Prof. aberkannt😊 Wen der Rücken, der Po oder die Schul­tern pla­gen kann die Übun­gen hier im Blog nach­le­sen und lus­ti­ge Bil­der schau­en -:)))

Das ers­te High­light des Jah­res ist Ollis Mot­to-Par­ty zu sei­nem 40. Wie­gen­fest. Alle, wirk­lich alle Gäs­te kamen im 70er-Jah­re Out­fit und es wur­de getanzt, getanzt, getanzt. Selbst der DJ hat­te noch nie eine Par­ty erlebt wo schon VOR dem Abend­essen getanzt wur­de und dann bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den … Dan­ke für die­ses tol­le Event!

Im März fängt der Rabe, beim Hoch­see­an­geln, “einen dicken Fisch” in der pol­ni­schen Ost­see. Wir mach­ten mit unse­ren Ber­li­ner Freun­den Geco und Wölf­chen Urlaub in Ust­ka. Das war ein Spaß und der Rabe stolz wie Bol­le, wie unse­re Ber­li­ner sagen wür­den.

Dann sind da noch unse­re Urlau­be. Wie Ihr wisst rei­sen wir gern indi­vi­du­ell, und mitt­ler­wei­le sind wir hung­rig auf die­ses Lebens­ge­fühl! Wir rei­sen nicht ein­fach nur, son­dern tau­chen mit allen Sin­nen in das frem­de Land ein. Wir las­sen unser Geld nicht bei gro­ßen Rei­se­an­bie­tern son­dern bei den “klei­nen Leu­ten”. Wir essen regio­nal und tra­di­tio­nell und über­nach­ten in lan­des­ty­pi­scher Guest­hou­e­ses oder direkt bei Ein­hei­mi­schen. Beim Erkun­den eines frem­den Lan­des durch­strömt uns die­ses unglaub­li­che Gefühl der Frei­heit. Wir ver­spü­ren ein ganz beson­de­res Pri­ckeln. Die­ses Gefühl, an einem frem­den Ort zu sein und alles in sich auf­zu­neh­men, ist ein­fach Gold wert. Neue Gerü­che, Ein­drü­cke und Bil­der durch­strö­men uns und wir kön­nen davon nicht genug bekom­men.

Der ers­te län­ge­re Urlaub des Jah­res führt uns nach Rumä­ni­en. Bes­ser nach Trans­syl­va­ni­en also Sie­ben­bür­gen. Auch die Wala­chei haben wir gestreift, das Mot­zen- und Sze­kler­land besucht. Wir lern­ten Rumä­nen, Sie­ben­bür­ger-Sach­sen, Mot­zen und Sze­kler-Ungarn ken­nen. Alles mehr als lie­bens­wer­te Völ­ker — offen, gast­freund­lich, sehr natur­ver­bun­den, tra­di­ti­ons­be­wusst und stolz. Wir haben viel Zeit in der Natur und auf dem Land ver­bracht. Sind über Hoch­ge­birgs­päs­se gefah­ren, haben Bären in frei­er Natur beob­ach­ten dür­fen, einen Rei­her das Leben geret­tet, Wild­pfer­de getrof­fen, einen Bern­har­di­ner als Freund gewon­nen uvm. Ein­zig das Essen in Rumä­ni­en hat uns (noch) nicht über­zeugt 😊.

Wie es sich für erfah­re­ne Glücks­kin­der gehört haben wir (schon 2017) Tickets für “Queen” ergat­tert. Unser “Stamm­lo­kal”, die Ber­li­ner Mer­ce­des Benz Are­na (wir lie­ben sie), prä­sen­tier­te die Hel­den unse­rer Jugend. Es war ein unver­gess­li­cher Abend … auch ohne Fred­die. Alte Män­ner vol­ler Ener­gie … das gibt uns Auf­trieb und Hoff­nung,. auch bis ins hohe Alter jung zu blei­ben, sowohl kör­per­lich als auch im Her­zen.

Tra­di­tio­nell schon, besuch­ten wir das Har­ley David­son Tref­fen in Kar­pacz. Immer wie­der ein High­light. Super Stim­mung, meh­re­re Bands, duf­te Typen aus ganz Euro­pa, spit­zen Orga­ni­sa­ti­on, lecker Essen und drei Tage Spaß. Etwa 10 000 Biker, Fans und Tou­ris­ten bevöl­kern an die­sem Wochen­en­de all­jähr­lich das Tref­fen. Die Har­ley-Para­de mit eini­gen Tau­send Motor­rä­dern war wie­der gigan­tisch.

Unser zwei­ter Besuch in Alba­ni­en, im Sep­tem­ber, eben­falls — unver­ges­sen. Dies­mal kam­men wir über Maze­do­ni­en und erkun­den­ten auch die­ses schö­ne Land. Wir besuch­ten alte Freun­de und ler­nen neue ken­nen. Es gab magi­sche Momen­te und neue Erfah­run­gen … mit­te­wei­le sind wir süch­tig danach. In die­ses Land wer­den wir noch öfter rei­sen — das steht fest!

Ein weni­ger schö­nes Ereig­nis stellt uns vor unge­wohn­te Her­aus­for­de­run­gen. Grün­mom wird von einem Auto ange­fah­ren und kann nicht lau­fen. Nun müs­sen wir regel­mä­ßig mit Put­zi (ihrem klei­nen Bie­wer York­shire Wuf­fi) Gas­si­ge­hen. Ja, auch wenn wir kei­ne Lust haben oder schlech­tes Wet­ter ist. Put­zi ist anfangs nicht beson­ders erbaut über die Ver­än­de­rung. Unse­re Gas­sirun­den sind viel län­ger und das Tem­po macht ihm zu schaf­fen. Aber wir blei­ben am Ball. Kur­ze Zeit spä­ter genießt er die Zeit mit uns genau­so wie die aus­gie­bi­gen Lauf­ein­hei­ten (teils im Wald auf noch unent­deck­ten Ter­ri­to­ri­um), die beson­de­ren Lecker­lis oder wenn der Rabe lie­be­voll sein Fell bürs­tet. Grün­mom geht es inzwi­schen, ein vier­tel Jahr spä­ter, dank Phy­sio­the­ra­pie und viel Selbst­dis­zi­plin wie­der bes­ser. Gott­sei­dank.

2018 hat uns noch tie­fer uns unse­rer Über­zeu­gung bestärkt, dass jeder höchst­per­sön­lich für sei­ne Gesund­heit ver­ant­wort­lich ist. Gesun­de und bewuss­te Ernäh­rung die schon beim Ein­kauf beginnt und sich beim Zube­rei­ten der Spei­sen fort­setzt. Indus­tri­ell her­ge­stell­te Lebens­mit­tel mei­den genau so wie Säf­te und zucker­hal­ti­ge Geträn­ke. Viel Bewe­gung, etwas Sport — eben aktiv sein. Und defi­ni­tiv nicht in die Fän­ge der Schul­me­di­zin gera­ten. Für vie­le Weh­weh­chen und Krank­hei­ten gibt es alter­na­ti­ve Hei­lungs­an­sät­ze. Der Rabe hat sei­nen Blut­hoch­druck so in den Griff bekom­men und ist auf dem bes­ten Wege sei­ne Zucker­wer­te wie­der in nor­ma­le Regio­nen zu krie­gen.

Natür­lich gab es noch vie­le klei­ne­re Erleb­nis­se, die unser Leben schön mach­ten. Und so gäbe es noch unend­lich viel auf­zu­zäh­len, aber alles könnt ihr bei uns im Blog nach­le­sen. Nur noch ein paar abschlie­ßen­de Wor­te. Das Leben möch­te täg­lich gelebt wer­den, mit posi­ti­ver Ener­gie und Acht­sam­keit. Bewahrt Euch den Blick auf
die klei­ne­ren Din­ge. Nutzt das neue Jahr für neue Chan­cen und Mög­lich­kei­ten. Seid glück­lich und lasst ab und zu Ande­re dar­an teil­ha­ben.

Transsylvanien — Walachei — Kreisch .… eine rumänische Liebelei

War­um denn da hin, es gibt doch schö­ne­re Orte” … so die Kom­men­ta­re mei­ner Mama, von Freun­den, Bekann­ten und Kol­le­gin­nen, als ich von unse­rem neu­en Urlaubs­ziel erzählt habe. Zuge­ge­ben ein wenig Skep­sis war auch bei mir da.…am Anfang. Dann habe ich pri­va­te Blogs gele­sen und Doku­men­ta­tio­nen geschaut und dann war mei­ne  Neu­gier auf Land und Men­schen, mei­ne Aben­teu­er­lust ein­fach grö­ßer. Ich hat­te kei­ne Erwar­tun­gen. Oder viel­leicht doch … so viel  Natur und Tie­re wie mög­lich und so wenig Men­schen wie mög­lich.

Ruhe und Schö­nes für die See­le. Mit der Ankunft in Buka­rest war die­ses woh­li­ge Gefühl da — Frei­heit. Los­fah­ren mit dem Miet­au­to, die Freu­de ist groß, ein wei­ßer, fast neu­er Dacia Dus­ter. Die ers­te Unter­kunft natür­lich tra­di­tio­nell. Ers­tes Abend­essen, frisch ein­ge­kauft:  Weißbrot,Tomaten, Zwie­bel, Wurst, Zie­gen­kä­se, eine Büch­se Bier, dazu bekom­men wir spon­tan von unse­rer Gast­ge­be­rin eine Fla­sche Palin­ka (der typisch rumä­ni­sche Obst­ler). Jeder Tag gleicht hier einen Aus­flug ins Para­dies — soviel Ein­drü­cke — unbe­rühr­te Natur, ein­sa­me Wan­der­we­ge, rie­si­ge Schaf-, Kuh-, und Zie­gen­her­den, ver­schla­fe­ne Dörf­chen mit klei­nen bun­ten Häuschen,Storchennester wie auf eine Schnur auf­ge­fä­delt, bun­te Wie­sen, plät­schern­de Flüs­se, geheim­nis­vol­le Klös­ter, Mys­te­riö­ses, schick­sal­haf­te Begeg­nun­gen, stei­le Ber­ge, Bären in frei­er Wild­bahn. Hun­de, die sich spon­tan unse­ren Wan­de­run­gen anschlie­ßen oder unse­ren Schlaf auf abge­schie­den Bau­ern­hö­fen bewa­chen.

Es scheint fast unmög­lich, dass der nächs­te Tag genau­so schön wird. Und dann sind da noch die Men­schen. Die täg­li­che, har­te Arbeit ist ihnen ins Gesicht geschrie­ben. Gegerb­te Haut und Fal­ten, die vom Leben erzäh­len. Ihre Gast­freund­schaft so herz­lich, genau­so wie die Freu­de uns Frem­de begrü­ßen zu kön­nen. Da gibt es eine Ein­la­dung mit einen Pfer­de­fuhr­werk das Dorf zu erkun­den eben­so wie noch war­me frisch geleg­te  Eier zum Früh­stück. Für mich kann kein Urlaub in einem 5-Ster­ne-Luxus-Hotel die­se Glücks­ge­füh­le erset­zen. Eins sein mit die­sen Men­schen und der Natur. Wie wenig braucht man doch um glück­lich zu sein! Welch Geschenk ist es so etwas Schö­nes erle­ben zu dür­fen!

Piriformis vs. Trochanter — wie man Schmerzen besiegt

Hört sich lus­tig an …ist aber alles ande­re als das. Von jetzt auf gleich konn­te ich nicht mehr sit­zen. Grund dafür —  schier uner­träg­li­che Schmer­zen, aus­ge­hend von der lin­ken Po-Hälf­te und bis in die Wade strah­lend.
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Da ich in einer Arzt­pra­xis arbei­te war Hil­fe direkt vor Ort und die Dia­gno­se bin­nen Sekun­den gestellt. Der Ischi­as isses. Die Hilfs­maß­nah­men folg­ten schnel­ler als jeder Not­arzt da gewe­sen wäre. Aku­punk­tur plus Reiz­strom-Behand­lung, dazu eine Ver­ord­nung für Trak­ti­ons-The­ra­pie, bes­ser bekannt unter dem Namen “Schlin­gen­tisch”, und 4x täg­lich Schmerz­ta­blet­ten. Nach einer Woche die ernüch­tern­de Erkennt­nis, nix hilft.  Die Näch­te eine schlaf­lo­se Höl­le zwi­schen  Rum­lau­fen und Kühl-Orgi­en (so schnell gefro­ren die Kühl-Akkus nicht im Eis­schrank) . Neue Woche — neu­es Glück —  neue Dia­gno­se. Piri­for­mis Syn­drom, eher sel­ten, aber genau­so schmerz­haft. Also wei­ter mit Behand­lung der Trig­ger­punk­te, Rücken­schu­le, Becken­uhr und Schmerz­ta­blet­ten und Kine­sio­lo­gie-Tape … fand der Rabe beson­ders … sexy:)

Nach 2 Wochen immer noch kei­ne Bes­se­rung. Mein Rabe ver­ord­ne­te mir ein völ­lig neu­es, nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Mit­tel namens  “Gedul­do­lan”.  Lei­der kann­te es die Apo­the­ke­rin nicht :))) Es war zum Haa­re rau­fen und Geduld ist nicht wirk­lich mein zwei­ter Vor­na­me.

Eige­ne Recher­chen brach­ten noch einen Ver­däch­ti­gen ins Spiel. Der neue Mit­spie­ler hieß übri­gens Tro­chan­ter, genau­so unan­ge­neh­mer  und schmerz­haf­ter Zeit­ge­nos­se wie der Piri­for­mis, und eben­falls mit Humor nicht zu ertra­gen. Ein­zi­ger posi­ti­ver Neben­ef­fekt : da ich nicht sit­zen kann und Lie­gen auch nicht wirk­lich gut geht ram­mel  ich den gan­zen Tag irgend­wie rum, will sagen der Früh­jahrs­putz ist erle­digt -:)))) Hal­le­lu­ja

In der mitt­ler­wei­le 3. Woche begann ich mit Übun­gen für die Fas­zi­en. Bin­nen von knapp 20 Tagen ler­nen wir lso neben­bei auch drei neue medi­zi­ni­sche Begriff­lich­kei­ten: Piri­for­mis, Tro­chan­ter und Fas­zi­en … das ist doch auch was wert. Fas­zi­en sind übri­gens die Weich­teil-Kom­po­nen­ten des Bin­de­ge­we­bes, die den gan­zen Kör­per als ein umhül­len­des und ver­bin­den­des Span­nungs­netz­werk durch­drin­gen.

Ich habe alle Übun­gen, die ich gemein­sam mit mei­ner Phy­sio­the­ra­peu­tin gemacht habe, nie­der­ge­schrie­ben — man ver­gisst so schnell. Der Krea­tiv-Rabe war so begeis­tert, dass er den Übun­gen lus­ti­ge Namen ver­pass­te und aus die­sem Kri­x­el-Kra­xel bin­nen von 1–2 Stun­den eine pro­fes­sio­nel­le, bebil­der­te Übungs-Anlei­tung gepho­to­sh­opt hat. Heu­te ziert die­ses “Kunst­werk” unser Wohn­zim­mer und erin­nert uns an ein paar Minu­ten die wir unse­ren Mus­keln, Ner­ven und … Fas­zi­en wid­men wol­len. Natür­lich haben wir auch eine Fas­zi­en-Rol­le ange­schafft und machen seit dem täg­lich, gemein­sam zwei bis drei aus ins­ge­samt 12 Übun­gen.
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Wir bewe­gen Mus­keln, von denen wir bis jetzt nicht mal wuss­ten, dass wir sie haben. Es ist sehr ein­fach, macht uns gro­ßen Spaß und bereits jetzt nach 2/3 Wochen bemer­ken wir ers­te Effek­te die­ses Trai­nings. Bei­ne kön­nen plötz­lich wei­ter gespreizt wer­den und wei­te Becken­be­we­gun­gen, die frü­her mit einem leich­tem Schmerz ver­bun­den waren, sind plötz­lich mühe­los mach­bar. Auch die klei­nen “Weh­weh­chen”, gra­de die am Mor­gen, nach dem Auf­ste­hen — sind gefühlt weni­ger gewor­den. Aus einer krän­keln­den Eulen­kö­ni­gin ist eine stol­ze Schmerz­be­sie­ge­rin gewor­den.

Übri­gens, scheint selbst in die­ser unver­schul­de­ten Not­la­ge, unse­re gesund­heits­be­wuss­te Lebens­art Früch­te getra­gen zu haben. Eine auf­kom­men­de Erkäl­tung, die mei­nen geschwäch­ten Kör­per angrei­fen woll­te, war nach einem Tag Geschich­te und die Piri­for­mis-Schmer­zen waren nach vier Wochen fast besiegt. Fach­leu­te pro­gnos­ti­zie­ren dafür für Gewöhn­lich etwa drei Mona­te. Nur machen muss man dafür selbst etwas … nur Pil­len­schlu­cken reicht nicht.

Die Übungs­an­lei­tung gibt es in ansehn­li­cher Qua­li­tät hier als PDF zum down­loa­den. Teil1Teil2

Eure Eulen­kö­ni­gin

 

 

Ihrer Eulentät — Jahresrückblick 2017

Hin­ter uns liegt ein tol­les Jahr, da sind wir uns einig. Ste­tig haben wir an unse­rer Ernäh­rung gear­bei­tet, jaaaa das ist das rich­ti­ge Wort geARBEITet !!!. Dabei sind wir Immer wie­der auf ver­steck­te Gefah­ren gesto­ßen, denen wir uns ein­fach nicht aus­set­zen wol­len — sei es Fluo­rid in der Zahn­pas­ta, Che­mie in  Lebens­mit­teln, min­der­wer­ti­ges Fleisch und Gemü­se aus der indus­tri­el­len Land­wirt­schaft, Kuh­milch mit all ihren schäd­li­chen Aspek­ten,  uvm. Schon seit 2016 steu­ern wir gegen — in den ver­gan­ge­nen 12 Mona­ten haben wir noch wei­ter vom der gut­gläu­bi­gen All­ge­mein­heit ent­fernt.

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Fleisch, Wurst, Eier, Obst und Gemü­se kau­fen wir  nur noch von einem klei­nen pri­va­ten Bau­ern­hof. Viel teu­rer ist es nicht, aber der Genuss beim Essen ist ein­fach unbe­zahl­bar. Wir sind ech­te “Grü­ner-Tee-Trin­ker” gewor­den, mit der rich­ti­gen Sor­te und der rich­ti­gen Zube­rei­tung. Auf indus­tri­ell gefer­tig­te Geträn­ke ver­zich­ten wir sowie­so, Lei­tungs­was­ser mit Zitro­ne, Gur­ke oder Ing­wer ist super. Brau­ne Säge­spä­ne kom­men, eben­falls nicht mehr in unse­re Tas­sen. Eine frisch­ge­rös­te­te Boh­ne von klei­nen Ver­trags-Far­men in Süd­ame­ri­ka und Afri­ka schmeckt seit Jah­ren end­lich wie­der nach ech­tem Kaf­fee … allein der Duft ist betö­rend.

Und … klingt jetzt unsen­si­bel  … aber dem “Essen” beim glück­li­chen Leben auf einem klei­nen Hof, in die Augen zu sehen  gibt irgend­wie auch ein gutes Gefühl. Egal ob Fleisch, Gemü­se, Obst, Tee oder Kaf­fee .. wenn man erst­mal den  ursprüng­li­chen, vol­len Geschmack die­ser fri­schen, unver­fälsch­ten Lebens­mit­tel gekos­tet hat, will man nie wie­der zurück. Es geht ein­fach nicht mehr.

Für die täg­li­che war­me Mahl­zeit wird frisch ein­ge­kauft und das Zube­rei­ten ist zum Ritu­al gewor­den. Zu unse­rem kon­ti­nu­ier­li­chen Bewe­gungs­pro­gramm (4–5 x pro Woche) gehö­ren die Rücken­schu­le, Ten­nis, Bad­min­ton, Lau­fen und Schwim­men. Es waren 2017 immer­hin 2000 gelau­fe­ne Kilo­me­ter und 21 geschwom­me­ne!!! Wir sind stolz wie Bol­le.

2017 haben wir ein neu­es “Fami­li­en­mit­glied” aus einem “Heim” in Bay­ern abge­holt — wir haben ihn Kea getauft, damit er in unse­ren Schwarm passt. Ein lieb gewon­ne­ner Gefähr­te blieb dafür dort. Die Trau­er hielt sich in Gren­zen — der Freu­de über­wog.
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Auch sonst sind wir ech­te Glücks­kin­der. Zwei tol­le Urlau­be haben unse­ren Hori­zont erwei­tert und aus uns end­gül­tig indi­vi­du­ell Aben­teu­rer gemacht. Auf Zypern konn­ten wir haut­nah Schild­krö­ten bei der Eiab­la­ge beob­ach­ten. Unser Alba­ni­en­ur­laub war der schöns­te über­haupt in mei­nem Leben. Mit dem Miet­au­to unbe­rühr­te Natur ent­de­cken, in urna­tür­li­chen Ther­mal­quel­len baden und Men­schen Ken­nen­ler­nen, deren Gast­freund­schaft über­wäl­ti­gend ist.
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In Par­ty-Stim­mung waren wir eben­falls oft. Wir waren dabei als die Sie­ger von “The Voice auf Ger­ma­ny” ihre Stim­men in der Erfur­ter Mes­se­hal­le prä­sen­tier­ten und auch die  Nacht mit “Traum­hits” wird unver­ges­sen blei­ben. Wir fei­er­ten zum zwei­ten Mal zusam­men mit 10 000 Biker’n das größ­te Har­ley­tref­fen unse­rer Brei­ten­gra­de. Das Jahr bescher­te uns die pol­ni­schen Rock­le­gen­den BAJM (im Dezem­ber) und PERFECT (im August) die hier­zu­lan­de völ­lig unbe­kannt sind aber gigan­ti­sche Auf­trit­te lie­fern samt fan­tas­ti­scher Songs.

Auch bei Auf­trit­ten rich­ti­ger “Grö­ßen” durf­ten wir live dabei sein. Zusam­men mit 70 Tau­send Fans bei PUR auf Schal­ke, in der Mer­ce­des Benz Are­na in Ber­lin beim DJ BOBO und beim kusche­li­gen Stu­dio­kon­zert mit NENA im Natur­thea­ter Stein­bach-Lan­gen­bach . Das Kon­zert von PINK in der Ber­li­ner Wald­büh­ne (es gab euro­pa­weit nur 4 Auf­trit­te) war die abso­lu­te Krö­nung — him­mel­hoch jauch­zend, ein­fach unbe­schreib­lich … wie geil war das denn! Wir freu­en uns auf die kom­men­de Tour­nee, hof­fent­lich 2018.
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Fast hät­te ich ver­ges­sen das Klez­mer-Orches­ter in der Erfur­ter Luther­kir­che zu erwäh­nen. Ange­fan­gen hat es mit einem unschein­ba­ren Fly­er und es wur­de ein wun­der­vol­les, ein­zig­ar­ti­ges musi­ka­li­sches Erleb­nis. Manch­mal sind es ja die klei­nen Din­ge die Freu­de machen. So zum Bei­spiel in der Kar­wo­che, als in Erfurt die tra­di­tio­nel­le “Nacht der klei­nen Haus­mu­sik” statt­fand. Wir waren das drit­te Jahr hin­ter­ein­an­der dabei. Es ist immer wie­der über­ra­schend anders und schön. Genau­so fin­det in Erfurt alle 2. Jah­re die ” Lan­ge Nacht der Wis­sen­schaft” statt, naja alles kann man ja noch­mal ganz genau bis ins kleins­te Detail in unse­rem Blog nach­le­sen.
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Besu­che sport­li­cher Ver­an­stal­tun­gen zwei­er tol­ler Teams ste­hen bei uns fest im Pro­gramm. Ein Hoch auf die “Black Dra­gons” und die Vol­ley­bal­le­rin­nen von SWE Vol­ley Team!  Trotz allem blieb sogar noch für die Fami­lie Zeit. Der Rabe dach­te, es ist Zeit die Eulen­kö­ni­gin beson­ders lie­ben Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen vor­zu­stel­len. Es war Sym­pa­thie auf den ers­ten Blick, Dan­ke an Bet­ty, Chris, Mati, Jani­na, Janusz, Hele­na und Egon.

Unser Städ­te­trip führ­te uns 2017 zusam­men mit Freun­den nach Kra­kau. Da hat uns beson­ders das jüdi­sche Vier­tel gefal­len. Das Flair, die Knei­pen mit Live­mu­sik und kosche­ren Spei­sen beglück­ten uns auf beson­de­re Wei­se.
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2017 war ein tol­les Jahr — wir sind gesund, glück­lich und vol­ler posi­ti­ver Ener­gie und ob es das Glas Wein am Sams­tag­mit­tag vor dem Erfur­ter Dom ist oder ein gemüt­li­cher Sonn­tags­spa­zier­gang mit “Grün­mom” zwi­schen Schneck­chen und Kreuz­chen … das Leben ist schön und kost­bar .… jede Minu­te! Wir sind dank­bar, dass wir  in die­ser ver­rückt gewor­de­nen Welt mit sol­chen Erleb­nis­sen beschenkt wur­den.

Humorvolle Nacht der Wissenschaft

All­jähr­lich fin­det in unse­rem Städt­chen die s.g. “Lan­ge Nacht der Wis­sen­schaft” statt. Die Hoch­schu­len, unser größ­tes Kran­ken­haus und wer sonst was auf sich hält stellt sich dar mit Vor­trä­gen, Füh­run­gen und mehr oder min­der Inter­es­sant gestal­te­ten Besich­ti­gun­gen. Weil es Jah­re her ist, dass wir an solch einem “Event” teil­ge­nom­men haben und weil eini­ge The­men tat­säch­lich unse­re Neu­gier erweck­ten — stür­zen wir uns, nach einem stres­si­gen Arbeits­tag, ins Getüm­mel.

Getüm­mel kann wort­wört­lich ver­stan­den wer­den. Kamen zur Ver­an­stal­tung die­ser Art vor 8 — 10 Jah­ren, noch mehr­heit­lich wiss­be­gie­ri­ge und inter­es­sier­te Men­schen — scheint sie heu­te Fami­li­en­aus­flug Cha­rak­ter zu besit­zen. Hun­der­te, meist gelang­weil­te oft lär­men­de (zum Teil klein)Kinder wer­den weit nach 20:00 Uhr durch die Flu­re von Lehr­ge­bäu­den und medi­zi­ni­schen Abtei­lun­gen förm­lich gezerrt. Nun ja, es ist nicht leicht die, sich seit der Wen­de ver­fünf­fach­te Zahl an Indi­vi­duall-Genies, mit geis­tig hoch­wer­ti­gem Fut­ter zu ver­sor­gen. Für ihre sons­ti­gen Bedürf­nis­se wer­den Cola, Piz­za und Luft­bal­lons bereit­ge­stellt, zumin­dest im Heli­os-Kli­ni­kum.

Aber, der Rei­he nach. Das Hap­pe­ning eröff­nen wir, mit Humor, an der Erfur­ter Uni­ver­si­tät, einer der drei frü­he­ren Alma Meter’n des Raben. Mitt­ler­wei­le haben sie es alle zu “Uni­ver­si­täts-Ehren” gebracht … auch die süße, klei­ne PH (Päd. Hoch­schu­le) in Erfurt.

Die Auf­takt­vor­le­sung im Hör­saal 1 des.KIZ (Kul­tur- und Infor­ma­ti­ons­zen­trum ahhh wie hoch­tra­bend:)) hält Kat­rin Hans­mei­er vom Deut­schen Insti­tut für Humor. Das The­ma lau­tet:  “Ich habe kei­ne beson­de­re Bega­bung, son­dern bin nur lei­den­schaft­lich neu­gie­rig.“ Wenn Humor die Grund­la­ge für eine erfolg­rei­che Wis­sen­schaft ist. Kat­rin ist 39, Schau­spie­le­rin, unter ande­rem eini­ge Tat­or­te, und … passt in die Welt. Auf unter­halt­sa­me Wei­se ver­sucht sie dem Publi­kum die Her­an­ge­hens­wei­se an Pro­ble­me und ihre Lösun­gen bei­zu­brin­gen, unter­mau­ert mit Bei­spie­len aus der Wis­sen­schaft in denen Humor absicht­lich oder unab­sicht­lich zum Erfolg führ­te.

Sie zeigt lus­ti­ge Per­spek­tiv­wech­sel und Neu­erfin­dun­gen, die qua­si aus Ver­se­hen pas­sier­ten und uns zum Schmun­zeln und Lachen brin­gen. Und geht der Fra­ge auf den Grund: Was ist eigent­lich Genia­li­tät? Der Mut unge­wöhn­li­che Din­ge mit­ein­an­der zu kom­bi­nie­ren? Das Schei­tern aus­zu­hal­ten, bis end­lich der Erfolg kommt? Quer­den­ken kön­nen? Oder tat­säch­lich „nur“ Bega­bung? Und steckt in jedem von uns ein Genie? .… Lie­be Eltern … lei­der nicht;))))

Die Quint­essenz der Vor­le­sung — das Leben, Pro­ble­me, Unan­ge­neh­mes und ner­vi­ge Zeit­ge­nos­sen mit Humor zu neh­men, öfter die Per­spek­ti­ve zu wech­seln, ande­re Ansät­ze zu pro­bie­ren — für uns eine Bestä­ti­gung unse­rer Lebens­stra­te­gie — kam bei vie­len, den Gesich­tern nach zu urtei­len, eher weni­ger an. Sci­ence­fic­tion … nicht zu machen … klingt gut aber geht doch nicht. DOCH und wie es geht;))

HELIOSKLINIKUM

Nach dem inter­es­san­ten wie wit­zi­gen Vor­trag wech­seln wir die Stra­ßen­sei­te. Das Heli­os-Kli­ni­kum lädt zum Abend der offe­nen Türen ein. Für eini­ge der Besich­ti­gun­gen bedarf es geson­der­ter Teil­nah­me­kar­ten, die seit 17:30 Uhr erhält­lich sind. Für die Teil­neh­mer der Eröff­nungs­vor­le­sung, die nicht vor 18:15 Uhr im HK sein kön­nen, blei­ben eini­ge Rest­plät­ze übrig. Der hoch­mo­der­ne Ope­ra­ti­ons­saal oder die His­topa­tho­lo­gie sind schon mit Genies voll. Ob sie wis­sen was His­topa­tho­lo­gie ist??? Oder wol­len sie eigent­lich nur Lei­chen sehen?

Unser Inter­es­se gilt ande­ren The­men. Um der Kir­mis-Atmo­sphä­re im Foy­er des Kli­ni­kums zu ent­ge­hen suchen wir die Endo­sko­pie­ab­tei­lung auf und ver­wi­ckeln eine net­te Gastro­lo­gin in ein Gespräch. Die Ärz­tin, die all­täg­lich nach Poly­pen, Geschwü­ren und Kar­zi­no­men in Magen und Darm sucht, gesteht uns hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand, Lücken und Schwach­punk­te des Sys­tems. Der Besuch  im Kolo­sko­pie­raum ist weni­ger unter­halt­sam aber die Gastro­schwes­tern sind alle­samt gut drauf und für Scherz­chen offen.

Neue Erkennt­nis­se gewin­nen wir auch bei den Inten­siv­me­di­zi­nern. Ein jun­ger, selbst­be­wuss­ter Not­fall­arzt, Typ Dr. She­pherd aus Grey’s Ana­to­my, erklärt uns anhand Hol­ly­woodrei­fer Ani­ma­tio­nen typi­sche Herz­stö­run­gen und wie jeder Nor­mal­sterb­li­che einem Infarkt- oder Vorhofflimmer-“Opfer” auf der Stra­ße hel­fen kann. Mund zu Mund Beatmung ist dabei aus heu­ti­ger Sicht nicht mehr nötig — wich­tig ist Blut im Gehirn … also drü­cken, pum­pen wört­lich “bis der Arzt kommt”.


Die Erläu­te­run­gen beim anschlie­ßen­dem Besuch im Herz­ka­the­ter­la­bor, bestä­ti­gen unse­re Mei­nung — zur Lebens­ret­tung JA … zur Dia­gnos­tik völ­lig über­trie­ben. Aber es ist ein pri­va­ter Blog und ledig­lich unse­re Mei­nung. Jeder kann mit sich machen las­sen was ihm gefällt.

Zeit für ein Päu­schen und einen Kaf­fee — heißt doch in den Kin­der­gar­ten ins Foy­er. Völ­lig uner­war­tet zer­platzt hier eine von Raben’s Jahr­zehn­te geglaub­ten Illu­sio­nen. Es war für den gläu­bi­gen Natur­wis­sen­schaft­ler zwar immer unver­ständ­lich wie es geschieht aber der Begriff war ein­deu­tig. DES­in­fek­ti­on … also eine Beseitigung/Verringerung der Infek­ti­on, sprich der mög­li­cher­wei­se anste­cken­den Kei­me und Bak­te­ri­en. Pus­te­ku­chen, bei der Hand­des­in­fek­ti­on wer­den die Hän­de mit einem mikro­sko­pi­schen Film über­zo­gen, der die Über­tra­gung von allem mög­li­chen, ähn­lich wie ein Gum­mi­hand­schuh, ver­hin­dert — aber kei­ne Bak­te­ri­en tötet.

Nach dem Päu­schen ent­de­cken Eul­chen und Rabe eine dia­gnos­ti­sche Schwach­stel­le auf der Inten­siv-Sta­ti­on des Heli­os . In der Echo­kar­dio­gra­phie im ers­ten Stock las­sen wir die Mit­ar­bei­te­rin rat­los mit ihrem high-tech Moni­to­ring-Sys­tem.


Rabe hat Blut­druck 206/112, Eul­chen  210/107, nach uns fol­gen­de Pro­b­an­ten im Schnitt 185/105, alles jun­ge, gesun­de, sport­li­che Men­schen, einer dabei der bis ges­tern eine LZB (Lang­zeit­blut­druck­mes­sung) mit dem Höchst­wert 136 am Arm hat­te. Unser Ver­trau­en in die Kar­dio­lo­gie ist spür­bar …. „gestie­gen“.

End­lich, 22:00 Uhr gön­nen wir uns die letz­te Besich­ti­gung. Cyber­kni­fe Cen­trum Mit­tel­deutsch­land, eine pri­va­te Bestrah­lungs­ein­rich­tung, ange­glie­dert an das Heli­os-Kli­ni­kum öff­net ihre Pfor­ten. Eine MTA erklärt uns zuerst mit Hil­fe einer Prä­sen­ta­ti­on die Anwen­dungs­ge­bie­te die­ser neu­en, aus den USA stam­men­den Behand­lungs­tech­no­lo­gie. Danach erläu­tern der Phy­si­ker der Ein­rich­tung und der Chef­arzt, Dr. Med. Hans-Ulrich Herold, die Vor­tei­le und Gren­zen. Hin­ter 1.10 Meter dicken Mau­ern ver­birgt sich ein hyper­mo­der­ner Bestrah­lungs­ro­bo­ter der in der Lage ist Tumor­zel­len, prä­zi­si­ons­ge­nau  aus bis zu 150 ver­schie­de­nen Win­keln zu bestrah­len. Der Vor­teil liegt dar­in, dass jeder ein­zel­ne Strahl nur einen Bruch­teil der Leis­tung, der her­kömm­li­chen Bestrah­lungs­me­tho­de, durch den Kör­per führt. Die Strah­len kreu­zen sich genau am Tumor, dafür sorgt Hoch­leis­tungs­re­chen­tech­nik, die auch eine Tumor­be­we­gung wäh­rend der Behand­lung Mikro­me­ter genau aus­glei­chen kann. Der Rabe stellt dem Team eini­ge kniff­li­ge Fra­gen – die zuerst der Phy­si­ker, dann Dr. Herold sehr kon­kret beant­wor­ten. Sum­ma-Sum­ma­rum eine cle­ve­re Metho­de, die unse­re Ein­stel­lung zu klas­si­schen Bestrah­lung, die mas­siv gesun­des Gewe­be schä­digt, ver­än­dert hat.

Hier reicht in den meis­ten Fäl­len eine Behand­lung ohne jeg­li­cher Neben­ef­fek­te – wohin­ge­gen ein klas­si­scher Strah­len­pa­ti­ent oft bis zu 60 Ter­mi­ne mit schlim­men Neben­wir­kun­gen über sich erge­hen las­sen muss. Unver­ständ­lich war­um eini­ge Kas­sen die­se Behand­lung ableh­ne (DAK und TKK). Nach der Besich­ti­gung füh­ren wir noch ein län­ge­res Gespräch mit dem Mit­in­ha­ber und kauf­män­ni­schen Lei­ter – der uns auch die wirt­schaft­li­chen Vor­zü­ge der Metho­de erklärt. Kein lan­ger Zeit­raum, kei­ne Arbeits­un­fä­hig­keit, kei­ne medi­ka­men­tö­se Behand­lung von Neben­wir­kun­gen … alles zusam­men ein ech­ter Fort­schritt in der Strah­len­the­ra­pie.

Wir bedan­ken uns beim Team – es war ein uner­war­te­ter AHA Effekt mit dem wir heu­te nicht gerech­net haben.

Zum Schluss bekom­men wir auch noch unse­re Chan­ce im Kin­der­gar­ten. Die Genies sind nach 23:00 Uhr, von ihren Betreu­ern end­lich Heim geschleppt wor­den. Die begeh­ba­re Mund­höh­le steht leer.
Es hat uns trotz der wid­ri­gen Umstän­de viel Spaß gemacht. Die Ärz­te und Schwes­tern waren aus­nahms­los sehr kom­pe­tent und locker drauf. Trotz­dem beten wir wei­ter­hin täg­lich um nicht in die Müh­len der deut­schen Medi­zi­ni­schen Maschi­ne­rie zu gelan­gen.  Aber gut zu wis­sen, dass im Ernst­fall, Hil­fe auf hohem Niveau, per­so­nell wie tech­no­lo­gisch, bereit steht.