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Mit VISA nicht zu bezahlen — Faszination Mensch(en)

Mit VISA nicht zu bezahlen — Faszination Mensch(en)

Die­se hier fest­ge­hal­te­nen Momen­te unse­rer Geor­­gi­en-Rei­­se 2019 aber auch hun­der­te ande­re auf frü­he­ren Rei­sen — haben uns gezeigt was wirk­lich wich­tig ist im Leben … und das sind weder Geld, Immo­bi­li­en, Autos, Schmuck noch die Mei­nung ande­rer über einen. Es sind Ehr­lich­keit, gesun­de Lebens­wei­se, inne­rer Frie­den, Freu­de (auch über die kleins­ten Din­ge), Tole­ranz, Wert­schät­zung und Respekt gegen­über ande­ren Men­schen, der Natur und der Tier­welt und Lie­be.

Der lapi­da­ri­sche Spruch “REISEN BILDET” … stimmt. Wir ergän­zen: “REISEN ERWEITERT DEN HORIZONT

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Freddie Mercury lebt!

Freddie Mercury lebt!

Tri­bu­te, Cover, Revi­val — das Ori­gi­nal wird zumeist tief unter­flo­gen. Queen covern? Geht das über­haupt? JA DAS GEHT .. sogar pri­ma. Die gest­ri­ge Show der Queen Revi­val Band ist ein­fach per­fekt gewe­sen — an Super­la­ti­ven nicht zu über­bie­ten — des­we­gen las­sen wir die­se. Die Band schafft es das, sonst eher trä­ge, und in die­sem Fal­le (auch noch erschwe­rend) nicht das jüngs­te, Erfur­ter Publi­kum aus den beque­men, wei­chen Ses­seln zu rei­ßen. Selbst die letz­ten Rei­hen des Ober­ran­ges klatsch­ten ste­hend zu Queens Hym­nen, von den natür­lich kei­ne gefehlt hat.

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Mit dem PKW nach Theth — Kamikaze Tripp auf der legendären SH21

Mit dem PKW nach Theth — Kamikaze Tripp auf der legendären SH21

Man muss schon Eier haben und völ­lig durch­ge­knallt sein um die­se Stre­cke mit einem Klein­wa­gen zu wagen. Der Rabe hat sich über Tage men­tal auf die­se Expe­di­ti­on vor­be­rei­tet. Gefühl­te Mil­lio­nen Fotos von Theth stu­diert und Vide­os der Stre­cke “ana­ly­siert”. Auch Erfah­rungs­be­rich­te muti­ger, vol­l­­­kas­­ko-ver­­­si­cher­­ter Polen und Eng­län­der gele­sen. Den Aus­schlag gaben Fotos des Ortes auf denen  der Rabe ein bis zwei unbe­schä­dig­te Klein­wa­gen mit Stra­ßen­be­rei­fung ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert hat. Die müs­sen da irgend­wie run­ter gekom­men sein.

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Georgien erleben — Begegnungen, Gespräche, Freundschaften

Georgien erleben — Begegnungen, Gespräche, Freundschaften

Es ist ein­fach zau­ber­haft … man fühlt sich frei, sowohl phy­sisch als auch psy­chisch. Alle Pro­ble­me der Welt weit ent­fernt und man staunt unent­wegt (auch über sich selbst) wie wenig man braucht um glück­lich zu sein. Vor unse­rem Urlaub in Geor­gi­en war ich wirk­lich sehr skep­tisch. Es gab nicht einen posi­ti­ven Kom­men­tar aus mei­nem Umfeld was die Wahl unse­res Urlaubs­zie­les betraf. Für mich ein magi­scher Moment — gemein­sam mit einem Schwein auf einer grü­nen Wie­se zu suh­len … im lei­sen Zwie­ge­spräch. Nein ver­rückt bin ich nicht!

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Wilder Sex der Antike — die Lustmolche aus Pompeji

Wilder Sex der Antike — die Lustmolche aus Pompeji

Bedeu­ten­de Städ­te der Anti­ke, Jahr­tau­send alte Rui­nen und Aus­gra­bungs­stät­ten ver­gan­ge­ner Hoch­kul­tu­ren kann man vie­ler­orts besich­ti­gen. In den letz­ten 2–3 Jah­ren haben wir bereit eini­ge davon bestau­nen dür­fen. Mit viel Glück sind noch Res­te und Rui­nen eini­ger monu­men­ta­ler Bau­ten zu sehen. Pom­pe­ji über­trifft alles bis­her aus­ge­gra­be­ne um Wel­ten.

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Auf Bären-Jagd in den Karpaten

Auf Bären-Jagd in den Karpaten

…weni­ge Minu­ten spä­ter nähert sich aus gegen­über­lie­gen­der Rich­tung ein jun­ges Männ­chen, etwa 5 Jah­re alt meint der Ran­ger. Die­ser kann uns defi­ni­tiv nicht wit­tern und dies­mal herrscht wirk­lich eine abso­lu­te Ruhe. Das Tier kommt immer näher und sucht offen­sicht­lich nach dem Obst.

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(K)EIN bisschen schlauer  … unser Jahr 2018

(K)EIN bisschen schlauer … unser Jahr 2018

… Wie Ihr wisst rei­sen wir gern indi­vi­du­ell, und mitt­ler­wei­le sind wir hung­rig auf die­ses Lebens­ge­fühl! Wir rei­sen nicht ein­fach nur, son­dern tau­chen mit allen Sin­nen in das frem­de Land ein. Wir las­sen unser Geld nicht bei gro­ßen Rei­se­an­bie­tern son­dern bei den “klei­nen Leu­ten”. Wir essen regio­nal und tra­di­tio­nell und über­nach­ten in lan­des­ty­pi­scher Guest­hou­e­ses …

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Am Koman See — Bashota “das abgelegenste Gästehaus des Kontinents”

Am Koman See — Bashota “das abgelegenste Gästehaus des Kontinents”

Nach der Über­nach­tung und den geschichts­träch­ti­gen Ein­drü­cken auf Skan­der­bergs Burg in Kru­je steu­ern wir ins Pro­kle­ti­je — die alba­ni­schen Alpen.  Zwi­schen Mon­te­ne­gro, Koso­so­vo und Nord­al­ba­ni­en erstre­cken sich gewal­ti­ge Berg­mas­si­ve mit stei­len Berg­rü­cken und tief…

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Mit VISA nicht zu bezahlen — Faszination Mensch(en)

Ein unge­wöhn­lich kur­zer Bei­trag im Gegen­satz zu unse­ren sonst so opu­len­ten Text­or­gi­en. Dies­mal sol­len Bil­der fast allein für sich spre­chen — denn die dar­auf ver­ewig­ten Momen­te kann man mit Wor­ten kaum beschrei­ben. Genau die­se Momen­te sind die Moti­va­ti­on für unse­re Rei­sen. Kei­ne Sehens­wür­dig­kei­ten, kei­ne Hot­spots, kei­ne Attrak­tio­nen … son­dern Begeg­nun­gen mit MENSCHEN sind es, die Gesprä­che und ihre Geschich­ten, die uns fas­zi­nie­ren, uns unend­lich berei­chern und gleich­zei­tig erden.  

Die freund­lichs­ten und herz­lichs­ten Men­schen tra­fen und tref­fen wir immer wie­der in den ärms­ten Län­dern Euro­pas und Eura­si­ens. Es sind zugleich die glück­lichs­ten und gesün­des­ten Men­schen — und jede die­ser Begeg­nun­gen ver­deut­licht uns immer mehr — wie wenig wir zum Glück­lich­sein brau­chen.  Das ahn­ten wir im inne­ren bereits … such­ten aber jahr­zehn­te­lang nach ander­wei­ti­ger Erfül­lung in Form von Wohl­stand, Aner­ken­nung, Respekt. 

Die­se hier fest­ge­hal­te­nen Momen­te unse­rer Geor­gi­en-Rei­se 2019 (aber auch hun­der­te ande­re auf frü­he­ren Rei­sen) haben uns gezeigt was wirk­lich wich­tig im Leben ist. Und das sind weder Geld, Immo­bi­li­en, Autos, Schmuck noch die Mei­nung ande­rer über einen. Es sind gesun­de Lebens­wei­se, inne­rer Frie­den, Ehr­lich­keit, Freu­de (auch über die kleins­ten Din­ge), Tole­ranz, Wert­schät­zung und Respekt gegen­über Mensch, Natur und Tier … aber vor allem LIEBE!

Der lapidare Spruch “REISEN BILDET” … stimmt. 
Wir ergänzen: “REISEN ERWEITERT DEN HORIZONT

Genau sol­che Begeg­nun­gen, Gesprä­che, Momen­te, Aben­teu­er … las­sen uns die Zeit zwi­schen unse­ren Rei­sen über­ste­hen. 

Der Rei­he nach:

- Ein lan­ges Gespräch mit Noda­ri — Er war von 1966–1968 bei der Roten Armee in Wit­tem­berg sta­tio­niert. Sein Zitat zur Deutsch-Sowje­ti­schen Geschich­te: “Hit­ler tot, Sta­lin tot — Drush­ba (Freund­schaft)”. 

- Ein Nach­mit­tag mit/bei den Non­nen vom Klos­ter Aba­no in der Tru­so-Schlucht. Gan­ze drei Schwes­tern leben weit ab jeg­li­cher Zivil­sa­ti­on. Sie bau­en alles was sie benö­ti­gen selbst an und ver­kau­fen klei­ne bemal­te Stei­ne an die weni­gen, die sich in die­se Regi­on ver­ir­ren. 

- Dus­ja (und Abel .. wei­ter unten) her­zens­lie­be und gast­freund­li­che Wein­bau­ern haben sich rie­sig gefreut, dass sie end­lich mit einem “euro­päi­schen” Gast reden konn­ten (Rabe kan pas­sa­bel rus­sisch:) — alle Gäs­te spra­chen bis­her nur eng­lisch — da war kein Gespräch drin. Es waren inter­es­san­te, auf­re­gen­de und humor­vol­le Tage bei ihnen.

-  Chacha (eine Art Obst­ler) aus Kanis­tern — der Rabe hilft in einer Bar aus die zwei Brü­der in Ste­panzmin­da, im gro­ßen Kau­ka­sus, unweit der Rus­si­sche Gren­ze betrei­ben. Zusam­men mit einem Nürn­ber­ger Pär­chen hat­ten wir einen Rie­sen­spaß dort.

- Ein Wis­sen­schaft­ler des Obser­va­to­ri­ums in Abas­tu­ma­ni (seit 1932 die ers­te Höhens­tern­war­te der Sowjet­uni­on) erklärt dem Raben “Der Gerät” — Fach­fra­gen erfreu­ten unse­ren Gast­ge­ber — auch hier hat Rus­sisch gehol­fen über­haupt hin­ein zu kom­men. (Ein­rich­tung gehört der Geor­gi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten.) Herr­li­che Anek­do­ten spru­del­ten nur so und viel Spaß auch hier.

- Die Eule schä­kert mit einem Fleisch­ver­käu­fer in Chia­tu­ra

- Dimi­tri erklärt uns die Pum­pen die aus der Tie­fe das Schwe­fel­was­ser für sei­nen “Pool” för­dern

- Der Seil­bahn­schaff­ner in Bar­jo­mi freut sich eben­falls Rus­sisch zu hören. Dies­mal erklärt der Rabe ein Piez­zo­feu­er­zeug — die Rau­cher unter sich. (erstaun­lich wie oft man dar­über ins Gespräch kommt)

- Eddi und Clau­dia, die Spaß­kom­pa­nie aus Nürn­berg — sie­he oben Ste­panzmin­da

- eine Arme­ni­sche Mama kocht für uns … das Eul­chen hap­py, ganz unten Abul, der Sohn erzählt stolz was die Fami­lie sich in den Grenz­ber­gen das klei­nen Kau­ka­sus auf­ge­baut hat. Respekt

- Smal­talk mit geor­gi­schen Cops .. voll easy die Jungs

- ein Laden­be­sit­zer aus Chulo, einem Dorf wie aus dem 17 Jh. — mit­ten in den Ber­gen (3 Off­road­stun­den vom nächs­ten erwäh­nens­wert grö­ße­ren Ort) — bei ihm tran­ken wir den bes­ten Kof­je ever. Zwei Fotos wei­ter: Eul­chen mit den Matrush­kas des Dor­fes — auch mit Hän­den und Füßen sorgt sie immer für Furo­re.

- Mit Dus­ja in Geor­gi­ers Aller­hei­ligs­tem — dem Schlaf­zim­mer der Haus­her­ren. Sie haben uns vol­ler Stolz ihre ganz pri­va­ten Gemä­cher gezeigt. 

- Chia­tu­ra, eine Abschluss­klas­se will unbe­dingt unse­re Glück­wün­sche auf ihren Hem­den haben. Hat den Raben stark an den Armee­ab­schied erin­nert:)

 — noch­mal Abel, Wein­bau­er, ehe­ma­li­ger Pro­fi­fuss­ba­ler (Dyna­mo Tif­li­si — 1. Liga) und Bücher­wurm — sei­nen Geschich­ten lausch­ten wir bis fast Mit­ten­acht.

- Gogi aus Gori (Sta­lins Geburts­stadt), eben­falls Win­zer, hat uns auf­ge­nom­men wie eige­ne Fami­lie — jetzt wis­sen wir alles über geor­gi­schen Wein. Bis spät Nachts fei­er­ten wir mit ihm und mit einem Däni­schen Pär­chen, ein klei­nes geor­gi­sches Fest. 

Alle die­se Men­sche erzähl­ten uns lang und gern von ihrem Leben, ihren Sor­gen und Pro­ble­men, von der Sowjet­zeit und der danach und waren wahn­sin­nig neu­gie­rig von uns etwas über Deutsch­land zu erfah­ren. Es ist ein­fach herr­lich. 

(K)EIN bisschen schlauer … unser Jahr 2018

Die Zeit rennt so schnell. Wenn frü­her älte­re Men­schen sag­ten, dass die Tage im Alter schnel­ler ver­ge­hen, da wur­den sie belä­chelt. Heu­te wis­sen wir es bes­ser. Schon wie­der ist ein Jahr vor­bei. Es gab eini­ges zu Nör­geln und zu Meckern, und nicht immer war Ver­nunft im Spiel. Es wur­de gestrit­ten und gebrüllt und sich wie­der ver­söhnt. Im Nach­hin­ein rela­ti­viert sich die Sach­la­ge und uns wird klar : auch das Jahr 2018 ist im Gro­ßen und Gan­zen super gelau­fen. Aber der Rei­he nach.

Gleich im Janu­ar wur­de die Eulen­kö­ni­gin Opfer fie­ser Schmer­zen. Die unter­schätz­te, lin­ke Pohälf­te tat uner­träg­lich weh. Der Schmerz zog sich teil­wei­se bis in die Ober­schen­kel. Die Ärz­te dia­gnos­ti­zier­ten im Ver­lauf der ers­ten drei Wochen erst Ischi­as, dann ISG-Blo­cka­de, LWS-Blo­cka­de, Mus­kel­zer­rung und ande­re schlim­me Krank­hei­ten. Erst Eigen­re­cher­che in Zusam­men­ar­beit mit der Phy­sio­the­ra­peu­tin führt zur rich­ti­gen Erken­nung des Pro­blems und damit ver­bun­den, zur rich­ti­gen Behand­lung. Piri­for­mis-Syn­drom ist der Fach­be­griff für den bösen Schmerz. Piri, wie wir ihn lie­be­voll genannt haben, ist die Fol­ge eines Trau­mas … aber wel­ches? Egal.

Pro­fes­sor, Dok­tor Med. Goog­le sag­te — man kriegt es nie mehr los. Das woll­te die Eule so nicht hin­neh­men. Nach einer Pha­se des Selbst­mit­leids ging sie in die Offen­si­ve. Spe­zi­el­le Übun­gen schmück­ten täg­lich das tris­te Dasein des kran­ken Nacht­vo­gels. Anfangs noch unter der Ein­nah­me von star­ken Schmerz­mit­teln spä­ter dro­gen­frei. Ein gutes Vier­tel Jahr spä­ter — ein medi­zi­ni­sches Wun­der — Piri ist besiegt, Prof. Dr. Goog­le wird der Prof. aberkannt😊 Wen der Rücken, der Po oder die Schul­tern pla­gen kann die Übun­gen hier im Blog nach­le­sen und lus­ti­ge Bil­der schau­en -:)))

Das ers­te High­light des Jah­res ist Ollis Mot­to-Par­ty zu sei­nem 40. Wie­gen­fest. Alle, wirk­lich alle Gäs­te kamen im 70er-Jah­re Out­fit und es wur­de getanzt, getanzt, getanzt. Selbst der DJ hat­te noch nie eine Par­ty erlebt wo schon VOR dem Abend­essen getanzt wur­de und dann bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den … Dan­ke für die­ses tol­le Event!

Im März fängt der Rabe, beim Hoch­see­an­geln, “einen dicken Fisch” in der pol­ni­schen Ost­see. Wir mach­ten mit unse­ren Ber­li­ner Freun­den Geco und Wölf­chen Urlaub in Ust­ka. Das war ein Spaß und der Rabe stolz wie Bol­le, wie unse­re Ber­li­ner sagen wür­den.

Dann sind da noch unse­re Urlau­be. Wie Ihr wisst rei­sen wir gern indi­vi­du­ell, und mitt­ler­wei­le sind wir hung­rig auf die­ses Lebens­ge­fühl! Wir rei­sen nicht ein­fach nur, son­dern tau­chen mit allen Sin­nen in das frem­de Land ein. Wir las­sen unser Geld nicht bei gro­ßen Rei­se­an­bie­tern son­dern bei den “klei­nen Leu­ten”. Wir essen regio­nal und tra­di­tio­nell und über­nach­ten in lan­des­ty­pi­scher Guest­hou­e­ses oder direkt bei Ein­hei­mi­schen. Beim Erkun­den eines frem­den Lan­des durch­strömt uns die­ses unglaub­li­che Gefühl der Frei­heit. Wir ver­spü­ren ein ganz beson­de­res Pri­ckeln. Die­ses Gefühl, an einem frem­den Ort zu sein und alles in sich auf­zu­neh­men, ist ein­fach Gold wert. Neue Gerü­che, Ein­drü­cke und Bil­der durch­strö­men uns und wir kön­nen davon nicht genug bekom­men.

Der ers­te län­ge­re Urlaub des Jah­res führt uns nach Rumä­ni­en. Bes­ser nach Trans­syl­va­ni­en also Sie­ben­bür­gen. Auch die Wala­chei haben wir gestreift, das Mot­zen- und Sze­kler­land besucht. Wir lern­ten Rumä­nen, Sie­ben­bür­ger-Sach­sen, Mot­zen und Sze­kler-Ungarn ken­nen. Alles mehr als lie­bens­wer­te Völ­ker — offen, gast­freund­lich, sehr natur­ver­bun­den, tra­di­ti­ons­be­wusst und stolz. Wir haben viel Zeit in der Natur und auf dem Land ver­bracht. Sind über Hoch­ge­birgs­päs­se gefah­ren, haben Bären in frei­er Natur beob­ach­ten dür­fen, einen Rei­her das Leben geret­tet, Wild­pfer­de getrof­fen, einen Bern­har­di­ner als Freund gewon­nen uvm. Ein­zig das Essen in Rumä­ni­en hat uns (noch) nicht über­zeugt 😊.

Wie es sich für erfah­re­ne Glücks­kin­der gehört haben wir (schon 2017) Tickets für “Queen” ergat­tert. Unser “Stamm­lo­kal”, die Ber­li­ner Mer­ce­des Benz Are­na (wir lie­ben sie), prä­sen­tier­te die Hel­den unse­rer Jugend. Es war ein unver­gess­li­cher Abend … auch ohne Fred­die. Alte Män­ner vol­ler Ener­gie … das gibt uns Auf­trieb und Hoff­nung,. auch bis ins hohe Alter jung zu blei­ben, sowohl kör­per­lich als auch im Her­zen.

Tra­di­tio­nell schon, besuch­ten wir das Har­ley David­son Tref­fen in Kar­pacz. Immer wie­der ein High­light. Super Stim­mung, meh­re­re Bands, duf­te Typen aus ganz Euro­pa, spit­zen Orga­ni­sa­ti­on, lecker Essen und drei Tage Spaß. Etwa 10 000 Biker, Fans und Tou­ris­ten bevöl­kern an die­sem Wochen­en­de all­jähr­lich das Tref­fen. Die Har­ley-Para­de mit eini­gen Tau­send Motor­rä­dern war wie­der gigan­tisch.

Unser zwei­ter Besuch in Alba­ni­en, im Sep­tem­ber, eben­falls — unver­ges­sen. Dies­mal kam­men wir über Maze­do­ni­en und erkun­den­ten auch die­ses schö­ne Land. Wir besuch­ten alte Freun­de und ler­nen neue ken­nen. Es gab magi­sche Momen­te und neue Erfah­run­gen … mit­te­wei­le sind wir süch­tig danach. In die­ses Land wer­den wir noch öfter rei­sen — das steht fest!

Ein weni­ger schö­nes Ereig­nis stellt uns vor unge­wohn­te Her­aus­for­de­run­gen. Grün­mom wird von einem Auto ange­fah­ren und kann nicht lau­fen. Nun müs­sen wir regel­mä­ßig mit Put­zi (ihrem klei­nen Bie­wer York­shire Wuf­fi) Gas­si­ge­hen. Ja, auch wenn wir kei­ne Lust haben oder schlech­tes Wet­ter ist. Put­zi ist anfangs nicht beson­ders erbaut über die Ver­än­de­rung. Unse­re Gas­sirun­den sind viel län­ger und das Tem­po macht ihm zu schaf­fen. Aber wir blei­ben am Ball. Kur­ze Zeit spä­ter genießt er die Zeit mit uns genau­so wie die aus­gie­bi­gen Lauf­ein­hei­ten (teils im Wald auf noch unent­deck­ten Ter­ri­to­ri­um), die beson­de­ren Lecker­lis oder wenn der Rabe lie­be­voll sein Fell bürs­tet. Grün­mom geht es inzwi­schen, ein vier­tel Jahr spä­ter, dank Phy­sio­the­ra­pie und viel Selbst­dis­zi­plin wie­der bes­ser. Gott­sei­dank.

2018 hat uns noch tie­fer uns unse­rer Über­zeu­gung bestärkt, dass jeder höchst­per­sön­lich für sei­ne Gesund­heit ver­ant­wort­lich ist. Gesun­de und bewuss­te Ernäh­rung die schon beim Ein­kauf beginnt und sich beim Zube­rei­ten der Spei­sen fort­setzt. Indus­tri­ell her­ge­stell­te Lebens­mit­tel mei­den genau so wie Säf­te und zucker­hal­ti­ge Geträn­ke. Viel Bewe­gung, etwas Sport — eben aktiv sein. Und defi­ni­tiv nicht in die Fän­ge der Schul­me­di­zin gera­ten. Für vie­le Weh­weh­chen und Krank­hei­ten gibt es alter­na­ti­ve Hei­lungs­an­sät­ze. Der Rabe hat sei­nen Blut­hoch­druck so in den Griff bekom­men und ist auf dem bes­ten Wege sei­ne Zucker­wer­te wie­der in nor­ma­le Regio­nen zu krie­gen.

Natür­lich gab es noch vie­le klei­ne­re Erleb­nis­se, die unser Leben schön mach­ten. Und so gäbe es noch unend­lich viel auf­zu­zäh­len, aber alles könnt ihr bei uns im Blog nach­le­sen. Nur noch ein paar abschlie­ßen­de Wor­te. Das Leben möch­te täg­lich gelebt wer­den, mit posi­ti­ver Ener­gie und Acht­sam­keit. Bewahrt Euch den Blick auf
die klei­ne­ren Din­ge. Nutzt das neue Jahr für neue Chan­cen und Mög­lich­kei­ten. Seid glück­lich und lasst ab und zu Ande­re dar­an teil­ha­ben.

Transsylvanien — Walachei — Kreisch .… eine rumänische Liebelei

War­um denn da hin, es gibt doch schö­ne­re Orte” … so die Kom­men­ta­re mei­ner Mama, von Freun­den, Bekann­ten und Kol­le­gin­nen, als ich von unse­rem neu­en Urlaubs­ziel erzählt habe. Zuge­ge­ben ein wenig Skep­sis war auch bei mir da.…am Anfang. Dann habe ich pri­va­te Blogs gele­sen und Doku­men­ta­tio­nen geschaut und dann war mei­ne  Neu­gier auf Land und Men­schen, mei­ne Aben­teu­er­lust ein­fach grö­ßer. Ich hat­te kei­ne Erwar­tun­gen. Oder viel­leicht doch … so viel  Natur und Tie­re wie mög­lich und so wenig Men­schen wie mög­lich.

Ruhe und Schö­nes für die See­le. Mit der Ankunft in Buka­rest war die­ses woh­li­ge Gefühl da — Frei­heit. Los­fah­ren mit dem Miet­au­to, die Freu­de ist groß, ein wei­ßer, fast neu­er Dacia Dus­ter. Die ers­te Unter­kunft natür­lich tra­di­tio­nell. Ers­tes Abend­essen, frisch ein­ge­kauft:  Weißbrot,Tomaten, Zwie­bel, Wurst, Zie­gen­kä­se, eine Büch­se Bier, dazu bekom­men wir spon­tan von unse­rer Gast­ge­be­rin eine Fla­sche Palin­ka (der typisch rumä­ni­sche Obst­ler). Jeder Tag gleicht hier einen Aus­flug ins Para­dies — soviel Ein­drü­cke — unbe­rühr­te Natur, ein­sa­me Wan­der­we­ge, rie­si­ge Schaf‑, Kuh‑, und Zie­gen­her­den, ver­schla­fe­ne Dörf­chen mit klei­nen bun­ten Häuschen,Storchennester wie auf eine Schnur auf­ge­fä­delt, bun­te Wie­sen, plät­schern­de Flüs­se, geheim­nis­vol­le Klös­ter, Mys­te­riö­ses, schick­sal­haf­te Begeg­nun­gen, stei­le Ber­ge, Bären in frei­er Wild­bahn. Hun­de, die sich spon­tan unse­ren Wan­de­run­gen anschlie­ßen oder unse­ren Schlaf auf abge­schie­den Bau­ern­hö­fen bewa­chen.

Es scheint fast unmög­lich, dass der nächs­te Tag genau­so schön wird. Und dann sind da noch die Men­schen. Die täg­li­che, har­te Arbeit ist ihnen ins Gesicht geschrie­ben. Gegerb­te Haut und Fal­ten, die vom Leben erzäh­len. Ihre Gast­freund­schaft so herz­lich, genau­so wie die Freu­de uns Frem­de begrü­ßen zu kön­nen. Da gibt es eine Ein­la­dung mit einen Pfer­de­fuhr­werk das Dorf zu erkun­den eben­so wie noch war­me frisch geleg­te  Eier zum Früh­stück. Für mich kann kein Urlaub in einem 5‑S­ter­ne-Luxus-Hotel die­se Glücks­ge­füh­le erset­zen. Eins sein mit die­sen Men­schen und der Natur. Wie wenig braucht man doch um glück­lich zu sein! Welch Geschenk ist es so etwas Schö­nes erle­ben zu dür­fen!

Piriformis vs. Trochanter — wie man Schmerzen besiegt

Hört sich lus­tig an …ist aber alles ande­re als das. Von jetzt auf gleich konn­te ich nicht mehr sit­zen. Grund dafür —  schier uner­träg­li­che Schmer­zen, aus­ge­hend von der lin­ken Po-Hälf­te und bis in die Wade strah­lend.
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Da ich in einer Arzt­pra­xis arbei­te war Hil­fe direkt vor Ort und die Dia­gno­se bin­nen Sekun­den gestellt. Der Ischi­as isses. Die Hilfs­maß­nah­men folg­ten schnel­ler als jeder Not­arzt da gewe­sen wäre. Aku­punk­tur plus Reiz­strom-Behand­lung, dazu eine Ver­ord­nung für Trak­ti­ons-The­ra­pie, bes­ser bekannt unter dem Namen “Schlin­gen­tisch”, und 4x täg­lich Schmerz­ta­blet­ten. Nach einer Woche die ernüch­tern­de Erkennt­nis, nix hilft.  Die Näch­te eine schlaf­lo­se Höl­le zwi­schen  Rum­lau­fen und Kühl-Orgi­en (so schnell gefro­ren die Kühl-Akkus nicht im Eis­schrank) . Neue Woche — neu­es Glück —  neue Dia­gno­se. Piri­for­mis Syn­drom, eher sel­ten, aber genau­so schmerz­haft. Also wei­ter mit Behand­lung der Trig­ger­punk­te, Rücken­schu­le, Becken­uhr und Schmerz­ta­blet­ten und Kine­sio­lo­gie-Tape … fand der Rabe beson­ders … sexy:)

Nach 2 Wochen immer noch kei­ne Bes­se­rung. Mein Rabe ver­ord­ne­te mir ein völ­lig neu­es, nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ges, homöo­pa­thi­sches Mit­tel namens  “Gedul­do­lan”.  Lei­der kann­te es die Apo­the­ke­rin nicht :))) Es war zum Haa­re rau­fen und Geduld ist nicht wirk­lich mein zwei­ter Vor­na­me.

Eige­ne Recher­chen brach­ten noch einen Ver­däch­ti­gen ins Spiel. Der neue Mit­spie­ler hieß übri­gens Tro­chan­ter, genau­so unan­ge­neh­mer  und schmerz­haf­ter Zeit­ge­nos­se wie der Piri­for­mis, und eben­falls mit Humor nicht zu ertra­gen. Ein­zi­ger posi­ti­ver Neben­ef­fekt : da ich nicht sit­zen kann und Lie­gen auch nicht wirk­lich gut geht ram­mel  ich den gan­zen Tag irgend­wie rum, will sagen der Früh­jahrs­putz ist erle­digt -:)))) Hal­le­lu­ja

In der mitt­ler­wei­le 3. Woche begann ich mit Übun­gen für die Fas­zi­en. Bin­nen von knapp 20 Tagen ler­nen wir lso neben­bei auch drei neue medi­zi­ni­sche Begriff­lich­kei­ten: Piri­for­mis, Tro­chan­ter und Fas­zi­en … das ist doch auch was wert. Fas­zi­en sind übri­gens die Weich­teil-Kom­po­nen­ten des Bin­de­ge­we­bes, die den gan­zen Kör­per als ein umhül­len­des und ver­bin­den­des Span­nungs­netz­werk durch­drin­gen.

Ich habe alle Übun­gen, die ich gemein­sam mit mei­ner Phy­sio­the­ra­peu­tin gemacht habe, nie­der­ge­schrie­ben — man ver­gisst so schnell. Der Krea­tiv-Rabe war so begeis­tert, dass er den Übun­gen lus­ti­ge Namen ver­pass­te und aus die­sem Kri­x­el-Kra­xel bin­nen von 1–2 Stun­den eine pro­fes­sio­nel­le, bebil­der­te Übungs-Anlei­tung gepho­to­sh­opt hat. Heu­te ziert die­ses “Kunst­werk” unser Wohn­zim­mer und erin­nert uns an ein paar Minu­ten die wir unse­ren Mus­keln, Ner­ven und … Fas­zi­en wid­men wol­len. Natür­lich haben wir auch eine Fas­zi­en-Rol­le ange­schafft und machen seit dem täg­lich, gemein­sam zwei bis drei aus ins­ge­samt 12 Übun­gen.
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Wir bewe­gen Mus­keln, von denen wir bis jetzt nicht mal wuss­ten, dass wir sie haben. Es ist sehr ein­fach, macht uns gro­ßen Spaß und bereits jetzt nach 2/3 Wochen bemer­ken wir ers­te Effek­te die­ses Trai­nings. Bei­ne kön­nen plötz­lich wei­ter gespreizt wer­den und wei­te Becken­be­we­gun­gen, die frü­her mit einem leich­tem Schmerz ver­bun­den waren, sind plötz­lich mühe­los mach­bar. Auch die klei­nen “Weh­weh­chen”, gra­de die am Mor­gen, nach dem Auf­ste­hen — sind gefühlt weni­ger gewor­den. Aus einer krän­keln­den Eulen­kö­ni­gin ist eine stol­ze Schmerz­be­sie­ge­rin gewor­den.

Übri­gens, scheint selbst in die­ser unver­schul­de­ten Not­la­ge, unse­re gesund­heits­be­wuss­te Lebens­art Früch­te getra­gen zu haben. Eine auf­kom­men­de Erkäl­tung, die mei­nen geschwäch­ten Kör­per angrei­fen woll­te, war nach einem Tag Geschich­te und die Piri­for­mis-Schmer­zen waren nach vier Wochen fast besiegt. Fach­leu­te pro­gnos­ti­zie­ren dafür für Gewöhn­lich etwa drei Mona­te. Nur machen muss man dafür selbst etwas … nur Pil­len­schlu­cken reicht nicht.

Die Übungs­an­lei­tung gibt es in ansehn­li­cher Qua­li­tät hier als PDF zum down­loa­den. Teil1Teil2

Eure Eulen­kö­ni­gin