Madonna … ex-queen of pop — the new queen of the opera

Kei­ne zwei Tage nach der Rück­kehr aus Leip­zig haben uns die A4 und A9 wie­der. 10. Novem­ber — Madon­na-Kon­zert in Ber­lin — Eul­chens Geburts­tags­ge­schenk. Eul­chen kürzt ihren Arbeits­tag etwas — und Rabe arbei­tet heu­te vom Heim­ar­beits­platz (die moder­ne Ehe???? ;))) und so ver­las­sen wir kurz nach Mit­tag die hei­mi­schen Gefil­de. Kei­ne 3,5 Stun­den spä­ter par­ken wir direkt vorm iSun­Flower­Hos­tel ein. Unser ERSTES MAL …. in einem Hos­tel. Styl’isch, bunt, schrill, nied­lich … es tref­fen so vie­le Attri­bu­te auf die­se Her­ber­ge zu … auf jeden Fall: sau­ber, gepflegt, prak­tisch und emp­feh­lens­wert. 300m Luft­li­nie von der MEr­ce­des Benz Are­na im Osten BEr­lins, ein Zim­mer mit Bal­kon, super Matrat­zen, und ein “all you can eat” Früh­stück für DREI EURO!!!! pro Per­son — der Ham­mer!!! Der Cafe lecker, fri­sche Milch, Zitro­nen­was­ser, zig Tee­sor­ten, Müs­li, Wurst, Käse, Mar­me­la­den und fri­sches Obst … und und und. Klei­ner Wer­muts­trop­fen — die Nass­räu­me auf dem Gang — aber Eul­chens Bla­se hat trotz Bier­be­tan­kung kei­nen Stress gemacht. Lus­tig war auch das Bet­ten­be­zie­hen … wie im Feri­en­la­ger:))) FÜr 6€ beka­men wir zwei Mal Bett­wä­sche die wir bei der Abga­be am nächs­ten Mor­gen zurück­be­ka­men. Für uns ein Aben­teu­er, Expe­ri­ment und ein Spaß … und ein ein­stim­mi­ges “Das machen wir wie­der”.
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Vor dem Kon­zert hat­ten wir sogar noch Zeit für eine ein­stün­di­ge Geld­au­to­ma­ten­su­che und — Pflicht in Ber­lin — den Besuch einer Ber­li­ner Cur­ry-Bude. Ein jun­ger, lus­ti­ger und gesprä­chi­ger Wirt ser­vier­te uns Ber­li­ner Wei­se, Pils, Cur­ry­wurst ohne Pel­le, Pom­mes ita­lia­no mit Mayo, Ket­schup und Avo­ca­do­so­ße, für den Raben Pom­mes mit Käse­so­ße … ooo­ober­le­cker und schar­fe Cur­ry­kra­kau­er …. unse­re Augen sind wie­der grö­ßer als der Magen.;))
An der Bude tref­fen wir ein etwa gleich­alt­ri­ges Pär­chen aus ….. Zwi­ckau, das eben­falls eine Madon­na­au­di­enz gebucht hat. Was man in paar Minu­ten alles bequat­schen kann …. :)))
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Nach der Fres­sor­gie ein kur­zes, waa­ge­rech­tes Aus­ru­hen. Danach Sty­ling — Eule will allen Erns­tes knei­fen — aber Rabe umschmei­chelt sein Weib­chen etwas und schwups steck sei­ne Eul­heit in ihren Ober­tus­se-Kla­mot­ten. Eine Augen­wei­de. In der Are­na heizt Idris Elba (Hol­ly­wood Schau­spie­ler und DJ) den Mas­sen ein. Für unse­ren Geschmack mit über 70 min etwas zu lang aber was soll’s. Madon­ne schafft es dann gegen 22 Uhr auf die Büh­ne — immer­hin eine vier­tel Stun­de eher als beim letz­ten Ber­lin­auf­tritt:)) Es sind über­haupt nur vier Kon­zer­te in Deutsch­land ange­setzt — hej, wir sind dabei.
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Wenn es ein Wort gibt, mit dem man den Auf­tritt von Madon­na in Ber­lin beschrei­ben kann, dann ist „Kon­zert“ sicher­lich nicht die ein­zig gute Wahl. Klar, Madon­na greift auf mehr als 30 Jah­re Musik­ge­schich­te zurück und mischt ihre neu­en Songs mit musi­ka­lisch groß­ar­ti­gen Abwand­lun­gen von „Like a Vir­gin“ oder “True Blue”. Den­noch: Oper wäre viel­leicht das bes­se­re Wort, denn was einem da von der Büh­ne in der Mer­ce­des-Benz-Are­na ent­ge­gen­fliegt, ist eine Insze­nie­rung, pom­pös, bunt und glit­zernd, wie es viel­leicht nur eine Madon­na kann.
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Die Pro­vo­ka­ti­on der neu­en Show besteht längst nicht mehr aus der Anein­an­der­rei­hung von Sym­bo­len, die Madon­na auf eine Büh­ne bringt, die aus­sieht wie ein über­di­men­sio­na­les Kru­zi­fix. Dass Non­nen ent­blößt an der Stan­ge tan­zen und tän­ze­ri­sche Orgi­en das Abend­mahl gar­nie­ren, — nichts ande­res erwar­tet man von der (ex)Pop-Queen.
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Zusam­men­fas­send: eine bom­bas­ti­sche Insze­nie­rung mit viel Sym­bo­lik, Tanz, Show und Thea­ter — beglei­tet von einer respek­ta­blen (stel­len­wei­se zu grel­len) Licht­show. Nicht uuuun­be­dingt ein MUSS — aber sehens­wert.

Sommer-Sonne-Weekend im Leipziger Neuseenland

Es ist ja schon bekannt..ab und zu packt uns das Rei­se­fie­ber …dies­mal war Jul­chen mit dabei,was uns beson­ders ange­spornt hat. Ziel war das Leip­zi­ger Neuseenland.Fix bei Booking.de eine schnu­cke­li­ge Feri­en­woh­nung gebucht und los ging’s. Ankunft am Don­ners­tag mit­tag in Zwenkau am Zwenkau­er See … wie sich spä­ter her­aus­stell­te einer von vie­len unter­schied­lich schö­nen Seen rund um Leip­zig, ent­stan­de­nen aus ehe­ma­li­gen Braun­koh­le­ab­bau­ge­bie­ten. “Pack die Bade­ho­se ein, nimm dein klei­nes Töch­ter­lein und wir fah­ren an den Cos­pu­de­ner-See” (Melo­die ist ja bekannt).Ein Traum …wol­ken­lo­ser him­mel …ech­ter Sand­strand …Idyl­le pur …das Was­ser glas­klar und ange­nehm warm (nach EU Richt­li­ni­en Prä­di­kat “sehr gut”). Uns schmeckt das Bier­chen, der Reis­brei mit Blau­bee­ren
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und die selbst­ge­mach­te Erd­beer­bow­le vom Strand­re­stau­rant. Am nächs­ten Tag star­ten wir zu einem Aus­sichts­punkt an einem noch in betrieb befind­li­chem Tage­bau …wir füh­len uns wie auf dem Mond oder in der Kulis­se zu einem Ali­en­film.
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Hin­weis­ta­feln klä­ren uns über alles Wis­sen­wer­te auf und machen neu­gie­rig auf die nächs­ten Seen. Wir star­ten zum Hasel­ba­cher­see. Natur­idyl­le pur
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…wie­der Sand …Gras …Schilf …unbe­rühr­te Natur…rein ins Was­ser zwi­schen Enten­kin­dern und Lybel­len die in allen Far­ben schim­mern. Lecker Abend­essen gibt es am Kap Zwenkau im Kar­tof­fel­haus der “Reinhardts”….ganz oben auf der See(h)terasse mit einen atem­be­rau­ben­den Blick rund ums Kap
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…ein ech­ter Augen und Gau­men­schmauss. Am Cos­pu­der­see gön­nen wir uns am nächs­ten Tag eine Rund­fahrt mit der MS Cospuden…und ent­de­cken wei­te­re traum­haf­te Fleck­chen.
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Dabei erfah­ren wir von einem Brief­kas­ten auf einer Insel der ein­mal wöchent­lich geleert wird…das hin­kom­men ist der eige­nen Phan­ta­sie über­las­sen. Anschlie­ßend gibt es noch ein­mal lecker Fisch und Leip­zi­ger Gose im Yacht­ha­fen am “Pier 1” mit echt mari­ti­men Flair.
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Für uns ist klar — wir wer­den wie­der­kom­men — da spa­ren wir doch glatt den Flug in die Kara­bik :-)))) wir sind echt begeis­tert.

Glatt hät­ten wir noch unse­ren Besuch beim ört­li­chen Grie­chen ver­ges­sen:) Wir Euro­pä­er sol­len doch zusam­men­hal­ten, zumal wir auch des Grie­chen Mut­ter­land in zwei Mona­ten besu­chen wol­len. Grill­fleisch, Tza­zi­ki, Schafs­kä­se, Boh­nen und Kraut — wie so oft bei Süd­län­dern mit viel Knob­lauch schme­cken vor­züg­lich. Trotz Regen­guß sit­zen wir drau­ßen — haben uns den bes­ten Platz unter dem größ­ten Schirm recht­zei­tig gesi­chert.
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Ach­ja, und die Fahrt mit der MS Cos­pu­den war kos­ten­los — die alten Lady bekam einen Schluck­auf;)
Das Motor­KÜHL­was­ser hat GEKOCHT;))) Dadurch waren wir paar Minu­ten eher im Hafen. Hof­fent­lich gehts der Lady wie­der bes­ser;))))

Grüaßgodd… Brodzeid …rumglodzn ….Bassdscho …Ade

Frei­tag — Grüaß­godd — in der Frän­ki­schen Schweiz. Ein beruf­li­cher Ter­min des Raben führt den Schwarm nach Nürn­berg. Unser Gast­ge­ber, ehe­ma­li­ger Mait­re de Coisi­ne, in nam­haf­ten Spit­zen­häu­sern welt­weit, kre­denzt uns ori­gi­nal unga­ri­schen Gulasch mit Eier­band­nu­deln und Bau­ern-Gur­ken­sa­lat hmmmmm -:))))
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Sams­tag nach einem kräf­ti­gen Früh­stück, zeigt uns unser Gast­ge­ber das Länd­le, zwi­schen Nürn­berg und Bam­berg — eben die Frän­ki­sche Schweiz. Wir fah­ren durch den Kalch­reu­ther Kir­schen­gar­ten, so heißt die Regi­on wo ganz vie­le lecke­re Kir­schen wach­sen und an jeder Weges­ecke ange­bo­ten wer­den. Wir kau­fen bei einem Bau­ern, als Weg­zeh­rung, erst­mal 1 Kg der lecke­ren Früch­te — die sind dann auch nach weni­gen Kilo­me­tern alle. Zwei Orte erre­gen unse­re Auf­merk­sam­keit — Pot­ten­stein und Göß­wein­stein — soll kurz drauf Eules Lieb­lings­wort wer­den:)) Bei­de sind male­risch anzu­se­hen, wie im Bil­der­buch, mit ihren tra­di­tio­nel­len Häu­sern, den uri­gen Gast­hö­fen wie sie in die unbe­rühr­te Natur und die Fel­sen rings­um ein­ge­bet­tet sind. Fest steht hier wol­len wir irgend­wann noch­mal urlau­ben. Das Fel­sen­bad in Pot­ten­stein, die Basi­li­ka in Göß­wein­stein, das dor­ti­ge Höhen­schwimm­bad, die Teu­fels­höh­le haben uns neu­gie­rig gemacht. Wei­ter geht’s zur Burg Raben­stein. Ein wei­te­res High­light unse­rer Tour durchs Frän­ki­sche, ein atem­be­rau­ben­der Aus­blick und eine Füh­rung mit Rit­ter­ge­sang erfreu­en unser Gemüt.
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Wei­ter nach But­ten­stein, dem Geburts­ort von Levi Strauss, dem Erfin­der der Jeans und vor­bei an vie­len klei­nen idyl­li­schen Braue­rei­en blei­ben wir im Kel­ler­wald Forch­heim zur “Brod­zeid”. Im Val Gar­de­na — gön­nen wir uns ein revo­lu­tio­nä­res, ita­lie­ni­sches Eis der Extra­klas­se — hmmmm -:)))

Der Sonn­tag beginnt bei Rühr­ei von glücklichen,freilaufenden Hüh­nern. Dann heißt es Abschied neh­men und n‑e-i‑n nicht nach Hau­se — wir wol­len die Basi­li­ka Vier­zehn­hei­li­gen bei Bad Staf­fel­stein ent­de­cken.
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Der Auf­stieg wird belohnt mit “wos Gudds”, Obad­z­da, Weiß­wurschtl, einer def­ti­gen Brot­zeit­plat­te und natür­lich Ori­gi­nal Klos­ter­bier “Not­hel­fer” von Trunk.
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Die Basi­li­ka ist an der Stel­le errich­tet, wo einst vor 500 Jah­ren ein Schä­fer eine Erleuch­tung hat­te. Wir genie­ßen die Aus­sicht und ent­de­cken das Klos­ter Banz (kurz­ent­schlos­sen — da müs­sen wir ein­fach auch noch hin). Wir fah­ren durch den “Got­tes­gar­ten” Ober­main — eine rie­si­ge Anla­ge mit einer wun­der­schö­nen Klos­ter­kir­che.
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Im Klos­ter­gar­ten genie­ßen wir noch eine Johan­nes­beer­schor­le und dann heisst es wirk­lich …ade bis zum nächs­ten Mal.

Thriller …. Live in Nürnberg

Noch etwas von der Arbeit gestresst — düsen wir nach Nürn­berg. Die Micha­el Jack­son Memo­ri­al Tour hat sich in der Frän­ki­schen Metro­po­le ange­sagt und wir wol­len dabei sein. Unter­wegs klä­ren wir die noch wage Über­nach­tungs­fra­ge. Ein guter, alter Bekann­ter über­läßt uns sei­ne luxu­riö­se Woh­nung — obwohl er selbst im Kran­ken­haus liegt. Etwas in Eile holen wir im KH den Woh­nungs­schlüs­sel. Dank­bar für den ulti­ma­ti­ven Gastro­tipp — spei­sen wir ori­gi­nal frän­kisch in der “Lede­rer — Kul­tur­braue­rei” … natür­lich Schäu­fe­le und Krus­ten­bra­ten, bei­des mit Klö­ßen — dazu Selbst­ge­brau­tes.

Danach ab in die Meis­ter­sin­ger­hal­le — die für 24€ (bei­de) bei Ebay erstan­de­nen Kar­ten (Peter Jesche machts mög­lich) brin­gen uns einen Spit­zen­abend mit einer her­r­aus­ra­gen­den Show­leis­tung des Immi­ta­tors (Sascha Paz­de­ra) und der Live­band “Right Staff Band” — vom Ori­gi­nal nicht zu unter­schei­den­den Moves und Gesang, dazu Tän­zer und Büh­nen­show. Als Sah­ne­häub­chen las­sen wir uns mit “Micha­el” foto­gra­fie­ren und bekom­men ein Auto­gramm.

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In unse­rer Unter­kunft zurück köp­fen wir als Betthupf’erl eine Fla­sche Leon D’oro Pro­sec­co — leeeeecke­ree

Die Tages­ord­nung des Fol­ge­ta­ges wird in Sekun­den, noch wäh­rend des Früh­stücks über den Hau­fen gewor­fen.
Seeght­sing ade — es lebe Shop­ping. Eule ver­fällt als ers­te dem Kauf­RAUSCH. Rabe schliesst sich nicht ungern an. Aus­beu­te: Lachs­far­ben Blu­se, bun­tes “Geissen”-T-Shirt, knall­ro­te ita­lie­ni­sche Lack-Kro­ko-Schu­he von “Tam­bo­ga” für den Raben, ein mit gol­de­nen Dor­nen schwer­be­han­ge­nes Tus­sens­hirt von “Cher­ry Koko”, eine stil­li­sier­te Tetra­pack App­le­Juice-Leder-Tasche von Mons­o­on — ein abso­lu­ter Hin­gu­cker genau­so wie Eul­chens Sexirun­dun­gen im far­ben­fro­hen Over­rall von “Cos­mo­da”. Ein Paar neon­far­be­ne Adi­das Flipp­flops für Raben und Glit­zi­gold­fun­ki-Zehentren­ner von “Juliet” für die Eulen­hu­fe + 5 Paar Neon­söck­chen run­den die Beu­te ab. Völ­lig erschöpft stran­den wir bei jüdi­scher Folk­lo­re bei einem Ita­lie­ner. Mit Ruhe war es nichts — Eule ver­kauft den Raben für eine bil­li­ge Mini­kro­nen-Immi­ta­ti­on aus PLASTE als Wal­zer­tän­zer für eine zukünf­ti­ge Braut. Umher­sit­zen­de Pas­san­ten amü­sie­ren sich präch­tig.

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Als Dan­ke­schön für unse­ren Gast­ge­ber — über­ra­schen wir ihn im Kran­ken­haus mit einer zünf­ti­gen nürn­ber­ger Brot­zeit. Weiß­würschtl, süßer Senf, Bret’zn und natür­lich ein gutes Bier. Aus­ge­laugt im Quar­tier ange­kom­men sind wir froh alle vier gra­de sein zu las­sen. Ruhe sanft bei TV-Pro­gramm — Eule nach einem Glas Bar­do­lo Wein­chen ‑rum!!!! Heia!!!

Der Heim­rei­se­sonn­tag wird uns mit noch einer gas­tro­no­mi­schen Emp­feh­lung ver­süßt. Das Brau­haus am Kreuz­berg in Hal­lern­dorf füllt unse­re Mägen mit Haxen, Sauer­bra­ten, Nugat- und Wein­berg-Pfir­sich­li­kö­ren sowie gefüll­ten Streu­sel — ein Gau­men­or­gas­mus.

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Völ­lig geschafft müs­sen wir noch vor der thü­rin­gi­schen Gren­ze eine Schlaf­pau­se ein­le­gen — der Zoll für die Völ­le­rei. Gegen 17:30 hat uns Erfurt wie­der …. zusam­men 5 Kg schwe­rer.