Freddie Mercury lebt!

Oft sind wir in den Clubs, Sälen, Hal­len und Sta­di­en die­ser Repu­blik zu Gast … oft sind wir begeis­tert und erle­ben einen schö­nen Abend … aber nur höchst sel­ten wer­den wir der­art geflasht wie am gest­ri­gen Abend. Eben­falls sel­ten machen wir im Anschluss Wer­bung für einen Act … für eine Tri­bu­te­show eigent­lich gar­nicht. Tri­bu­te, Cover, Revi­val —  das Ori­gi­nal wird zumeist tief unter­flo­gen. Musik­le­gen­den gibt’s nicht all zu vie­le und man­che schaf­fen es sogar das eige­ne, frü­he­re Niveau in spä­te­ren Jah­ren kaum zu errei­chen.  

Den kras­sen Kon­trast zu der­art Glanz­ver­lust durf­ten wir ges­tern in der Alten Oper zu Erfurt erle­ben. Ein Geist such­te die­se ehr­wür­di­ge Spiel­stät­te auf. Ein Geist mit Kum­pels sogar. 

Die Q‑Rivavel Band gab uns die Ehre. Unse­re Erwar­tun­gen waren aus, oben genann­ten Grün­den, nicht zu über­dreht. Queen covern? Geht das über­haupt? 

Erst Mit­te let­zen Jah­res durf­ten wir Queen, bei einem der ganz weni­gen Deutsch­land Kon­zer­te, in Ber­lin live erle­ben und …. Muss­ten kon­sta­tie­ren: Show toll, die alten Her­ren May und Tay­lor sind auf der Büh­ne noch top agil  und schaf­fen es gewal­ti­gen Sound­tep­piich aus­zu­rol­len aber …. der als Stimm- und Lea­der­er­satz enga­gier­te Adam Lam­bert konn­te das  Jahr­tau­send-Idol  Fred­die Mer­cu­ry nur unzu­rei­chend erset­zen.

Um so grö­ßer unser Erwa­chen nach dem zwei­ten, drit­ten Song am gest­ri­gen Abend. Lässt sich die Eulen­kö­ni­gin noch manch­mal eksta­tisch tan­zend und mul­ti­ple-orgas­mie­rend, durch den Charme oder den Sex­ap­peal eines Bar­den blen­den — ist der kon­zert­erfah­re­ne, musi­ka­lisch belas­te­te Raben­prinz ein unbe­stech­li­cher und gna­den­lo­ser Kri­ti­ker. Selbst ein Sai­ten­zup­fer, kann er mit  sei­nem fei­nen Gehör auch kleins­te Ris­se im Klang- und Stimm­lack mühe­los aus­ma­chen,  Ori­gi­nal­treue ein­schät­zen aber auch Punk­te für Indi­vi­dua­li­tät und Krea­ti­vi­tät ver­ge­ben.

Die gest­ri­ge Show der Queen Revi­val Band ist ein­fach per­fekt gewe­sen — an Super­la­ti­ven nicht zu über­bie­ten — des­we­gen las­sen wir die­se😀

Die Band schaff­te es das, sonst eher trä­ge, und in die­sem Fal­le (auch noch erschwe­rend) nicht das jüngs­te, Erfur­ter Publi­kum aus den beque­men, wei­chen Ses­seln zu rei­ßen. Selbst die letz­ten Rei­hen des Ober­ran­ges klatsch­ten ste­hend zu Queens Hym­nen, von den natür­lich kei­ne gefehlt hat.

Unse­re per­sön­li­che Fei­er fand haut­nah, in der zwei­ten Rei­he vor der Büh­ne statt. Jede Refrain­zei­le wur­de hel­den­haft grö­lend into­niert und dabei wur­de mas­siv abge­rockt — nicht selbst­ver­ständ­lich in die­sen Mau­ern. (gar in die­ser Stadt)

Eine Aus­nah­me­erschei­nung und Erfolgs­ga­rant der Con­bo ist Fred­die … ähhh Har­ry. Har­ry Rose bespielt mit sei­ner Stim­me, schein­bar mühe­los, alle Klang­re­gis­ter wie Eddie van Halen sei­ne Gitar­re oder Robert Schu­mann sein Kla­vier.

Augen zu — Mercury lebt — basta.

Die äuße­re Fred­die-Ähn­lich­leit ist frap­pie­rend. Mimik, Ges­tik, Bewe­gun­gen per­fekt — selbst der Wort­witz sitzt, gelingt und lässt das Ori­gi­nal auf­le­ben. Die spe­zi­ell ange­fer­tig­ten Büh­nen­kos­tü­me (wie­der iden­tisch mit Queens Roben) run­den das visu­el­le Erleb­nis ab.

Unse­re vor­ur­teils­be­haf­te­te Skep­sis wird mons­trös ein­ge­stampft. Unse­re Erwar­tung um Licht­jah­re über­tref­fen. Ein gran­dio­ses Hör- und Seh­erleb­nis.

Nach dem Kon­zert war es uns ver­gönnt mit der Band noch eini­ge Wor­te zu wech­seln und unse­re Begeis­te­rung und Kom­pli­men­te zu über­brin­gen. Hej, sym­pa­thisch sind alle oben­drein.

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Also lie­bes Volk — das dürft ihr das nächs­te mal nicht ver­pas­sen und lie­be Band …. Gran­di­os… macht wei­ter so … wir lie­ben euch und dan­ke fürs gemein­sa­me Foto.

QUEEN — the show must go on … und wie

Auch ohne den uner­setz­ba­ren und unnach­ahm­li­chen Fred­die Mer­cu­ry lie­fern die Alt­ro­cker ein wahn­sinns Klang­feu­er­werk ab.

Zuge­ge­ben unse­re Erwar­tun­gen waren dies­mal gespal­ten. Die Eulen­kö­ni­gin, frü­her Queen-Fan (und Tina Tur­ner) hat freu­dig dem Ereig­nis ent­ge­gen gefie­bert. Der Rabe war da eher skep­tisch. Bei­de woll­ten wir aber Queen live sehen — schon ums mal den Enkeln erzäh­len zu kön­nen:) Den Ver­kaufs­start für die Tickets, der drei Deutsch­lad­kon­zer­te der Mega­band, hät­ten wir bei­nah ver­pennt. 20 Minu­ten ver­spä­tet logg­ten wir uns bei Even­ti­me ein und muss­ten fest­stel­len, dass die bes­ten Plät­ze weg waren. Cle­ver und erfah­ren wech­sel­ten wir auf die Sei­te der Mer­ce­des Benz Are­na die Ihre Pre­mi­um-Tick­tes selbst ver­kauft. Geschafft. Zwei super Plät­ze waren uns sicher, wenn auch dies­mal nicht ganz bil­lig. Wölf­chen und Gek­ko, unse­re Ber­li­ner Freun­de boten spon­tan eine Über­nach­tung an und so stand dem dies­jäh­ri­gen Kon­zert High­light nichts mehr im Wege. Ohne Pro­ble­me erreich­ten wir Köpe­nick wo wir bereits mit loka­len Spe­zia­li­tät, den Köpe­ni­cker Klop­sen, erwar­tet wer­den. Ohhh Mist — es waren ja Königs­ber­ger Klop­se — lus­ti­ger­wei­se setz­ten wir bei­de dem Lap­sus auf … wahr­schein­lich hat der pol­ni­sche Wein noch gewirkt:) Bei tief­sin­ni­gen Gesprä­chen über afri­ka­ni­sche Büro­kra­tie, Rei­fen­pan­nen und Straf­zet­tel im Busch, trans­syl­va­ni­sche Gast­freund­schaft und nami­bi­sche Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nah­men ver­gin­gen net­te Stun­den bis Zeit war Rich­tung Zen­trum auf­zu­bre­chen. Noch ein deut­sches Wein­chen auf der Pre­mi­um­terras­se vorm Kon­zert und es konn­te los­ge­hen. Wer hät­te das gedacht. Queen wie­der auf der Büh­ne zu sehen. Jahr­zehn­te galt es als sicher — Fred­die Mer­cu­ry kann nicht ersetzt wer­den. Und es stimmt defi­ni­tiv — der Spiel­freu­de der Band mit ihrem neu­en Voka­lis­ten tat dies  kein Abbruch. Adam Lam­bert, heißt den Neue. 2009 zwei­ter beim Ame­ri­can Idol (Super­star Pen­dant), zwi­schen­durch Wahl­ber­li­ner (für ein hal­bes Jahr, wäh­rend er die Haupt­rol­le beim Musi­cal Hair sang) und in vie­len wei­te­ren Musi­cal­pro­duk­tio­nen in den Staa­ten tätig. Auch als Schau­spie­ler hat er sich einen Namen gemacht und bei­des zele­briert er nun meis­ter­lich auf der Büh­ne mit sei­nen legen­dä­ren Ido­len Queen — wie er selbst wäh­ren des Kon­zerts erklärt. Er ver­sucht gar nicht erst Fred­die zu kopie­ren. Er schafft einen neu­en Queen-Front­man. Ähn­lich cha­ris­ma­tisch, las­ziv und sexy wie sein Vor­gän­ger aber eigen­stän­dig in der Dar­stel­lung. Fred­die war auf der Büh­ne Fred­die — Adam ist auf der Büh­ne eine Leucht­fi­gur, leuch­tet im Schein­wer­fer-Licht teil­wei­se hel­ler als die gewal­ti­ge Dis­co-Kugel die wäh­rend …. Von der Hal­len­de­cke nie­der­ge­senkt wur­de. Sei­ne Stim­me steht im Umfang der von Mer­cu­ry kaum nach — meh­re­re Okta­ven sing Adam schein­bar mühe­los. Manch­mal etwas thea­tra­lisch … eben ein Musi­cal­sän­ger. Dass er gera­de mal 36 Jah­re jung ist tut der mitt­ler­wei­le grei­sen Band gut. (Bri­an May ist heu­te 71 und Roger Tay­ler immer­hin 69). Er ist auf der Büh­ne omni­prä­sent und zieht die Auf­merk­sam­keit der Mas­sen auf sich. Dr. Bri­an May(1) spielt sei­ne “Red Spezial”(2) nach wie vor vir­tu­os und ist schein­bar dank­bar nicht non­stop im Ram­pen­licht ste­hen zu müs­sen. Tay­ler sieht mitt­ler­wei­le echt alt aus — trom­melt aber hin­ter sei­ner Schieß­bu­de wild wie das Tier aus der Mup­pets Show. Selbst das wahn­sinns schnel­le “I want it all” des 89er Albums Mira­cle (damals war Speed­me­tall Mode) die mit einer Dou­ble Bass gespielt — schmet­tert der Becken­ve­te­ran sou­ve­rän.

. Bereits bei der Tour-Ankün­di­gung ver­sprach die Band, „die abso­lut bes­te Queen-Pro­duk­ti­on aller Zei­ten“ — eine gigan­tisch-gla­mou­rö­sen Are­na-Pro­duk­ti­on, die alles in den Schat­ten stellt — und sie hal­ten Wort. Mit bom­bas­ti­scher Light­show, jeder Men­ge Spe­zi­al­ef­fek­te  und ihren Mega­hits fül­len sie zwei Stun­den Pro­gramm der Welt­klas­se. „Kil­ler Queen“, „Ano­t­her One Bites The Dust“, „Some­bo­dy To Love“, „Who Wants To Live Fore­ver“ und  bei der Zuga­be „The Show Must Go On“. Jeder Song wird per­fekt Licht‑, Video‑, und Sound­tech­nisch zele­briert.   Mögen man­che unken, dass Queen ohne Fred­die nicht Queen ist — wie die Erschei­nung nun hei­ßen mag ist uns völ­lig Schnup­pe. Fakt ist, dass die Jungs … sor­ry Opas .. Eine mega­gei­le Mucke abge­lie­fert haben und eine Show auf die Bei­ne gestellt haben, die auf den Büh­nen die­ser Welt ihres Glei­chen sucht.  Wir wer­den die­sen Abend nie ver­ges­sen. Nach dem Kon­zert gön­nen wir uns an der edlen Bar des Pre­mi­um-Bereichs noch einen Trau­ben-Absa­cker um eine hal­be Stun­de spä­ter durch Ber­lins lee­re Stra­ßen zurück in unser Köpe­ni­cker Bett­chen zu fal­len. Schö woas!!!!!

(1) Den Dok­tor-Titel, man höre und stau­ne, in Astro­phy­sik, holt der Gitar­rist 2007, mit 60 Jah­ren nach.  Nach drei­ein­halb Jahr­zehn­ten kehr­te er an das Lon­do­ner Impe­ri­al Col­le­ge zurück, um sei­ne Dis­ser­ta­ti­on, über die Radi­al­ge­schwin­dig­kei­ten im inter­pla­ne­ta­ren Staub, zu been­den. (2) Red Spe­cial, (May selbst nennt sie Old Lady) ist der Name von Bri­an Mays Gitar­re, die er selbst in den 1960er Jah­ren, zusam­men mit sei­nem Vater (Elek­tro­in­ge­nieur) aus Tei­len, die zu der Zeit im Haus der Mays auf­zu­trei­ben waren, unter ande­rem dem Maha­go­ni­holz eines Kamins, einem Brot­mes­ser und Tei­len eines Motor­ra­des, gefer­tigt hat.

Setlist:

  • Tear It Up
  • Seven Seas Of Rhye
  • Tie Your Mother Down
  • Play The Game
  • Fat Bot­to­med Girls
  • Kil­ler Queen
  • Don’t Stop Me Now
  • Bicy­cle Race
  • I’m In Love With My Car
  • Ano­t­her One Bites The Dust
  • Lucy
  • I Want It All
  • Love Of My Life
  • Some­bo­dy To Love
  • Cra­zy Litt­le Thing Cal­led Love
  • Under Pres­su­re
  • I Want To Break Free
  • Who Wants To Live Fore­ver
  • Last Hori­zon
  • The Show Must Go On
  • Radio Ga Ga
  • Bohemi­an Rhaps­o­dy

Zuga­be:

  • We Will Rock You
  • We Are The Cham­pi­ons
  • God Save The Queen

TINA — The Rock Legend (Das Musical)

Und wie­der hat eine Jung­frau ein Kind bekom­men. Zum hal­ben Preis „schie­ßen“ wir im Netz zwei Kar­ten für TINA. Gemeint ist TINA – the Legend – Break every rules“ das Musi­cal. In der Regel sind sol­che 3.Liga Shows eher ent­täu­schend – in Anbe­tracht des bei You­tube gesich­te­ten Video­ma­te­ri­als wagen wir den­noch einen Ver­such.

Das Ange­neh­me ver­bin­den wir zusätz­lich mit dem …. Ange­neh­men und besu­chen bei der Gele­gen­heit die „Raben­el­tern“. Nach einer klei­nen Stär­kung folgt Sty­ling. Wir wol­len in Zwi­ckau nicht wie die Dele­ga­ti­on des Thü­rin­ger Pro­le­ta­ri­er­bun­des auf­lau­fen. Gegen 19:00 Uhr tref­fen wir uns mit Ramo­na & Fri­ends vor der klei­nen Zwi­ckau­er Stadt­hal­le. Who the fuck is Ramo­na? – Ramo­na ist Oli’s (Cou­sin­ra­be) neue-„alte“;-) Flam­me – sie­he unse­ren Bei­trag LET’S DANCE
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Knud­deln, Quat­schen, Lachen, Sel­fies machen und dann geht es auch schon los. Tina Tur­ners leben wird auf der Büh­ne thea­tra­lisch auf­ge­rollt. Mit dem 3.Liga Cha­rak­ter liegt der Rabe nicht ganz dane­ben. Die Beschal­lung ist selbst für das klei­ne Haus dürf­tig – viel zu vie­le Mit­ten­tö­ne, zu wenig Höhen und Bäs­se. Der Sound kommt sehr Clean rüber. Die Live-Band ist durch­aus mit Pro­fis besetzt ver­mag aber den typi­schen, fet­ten, Tina-Sound­tep­pich nicht hin­zu­be­kom­men. Ob der feh­len­den Key­board-Spu­ren oder der feh­len­den Sound­brei­te wegen, ist nicht klar. Die solis­ti­schen Ein­zel­leis­tun­gen sind gut – beson­ders Saxo­phon und Gitar­re. Die Tän­ze­rin­nen sind enthu­si­as­tisch bei der Sache – den­noch nicht sexy. Back­round-Vocals lie­gen stimm­lich nah bei ein­an­der und eine bril­li­an­te Mol­li-Gesangs­stim­me bei tän­ze­ri­schen Ein­la­gen ein­zu­bau­en bestä­tigt den Spar­rah­men der Pro­duk­ti­on. Ach­ja die Büh­nen­be­leuch­tung und die Video­show sind eben­falls spar­sam.

Auf jeden Fall eine kauf­män­ni­sche Glanz­leis­tung dem ori­gi­nal TINA TURNER MUSICAL (momen­tan in Lon­don) schon mal ein Teil der Zuschau­er abzu­gra­benJ Und wo wir bei kauf­män­ni­schen The­men sind – frü­her gab es DAS Ori­gi­nal, die zwei­te Liga und die Regio­nal­li­ga …. Und alle waren klar an den Ticket­prei­sen zu unter­schei­den. Heu­te bezahlt man für eine bil­li­ge Pro­duk­ti­on schon an die 70 – 80 € … das fin­den wir empö­rend wie übri­gens über­haupt die Prei­se für Kon­zer­te, Musi­cals, Oper und Thea­ter. Wer kann sich das heu­te noch leis­ten? Und wo ist da eine Rela­ti­on? Muss man mit einem Kon­zert eine hal­be oder gan­ze Mil­li­on Dollar/Euro Gewinn machen??? Bis­her rei­tet man auf den Ver­diens­ten der For­mel 1 oder der Bun­des­li­ga – im Kul­tur­busi­ness ist es genau­so. Die Ticket­prei­se wer­den auch der Grund für vie­le lee­re Plät­ze in der Hal­le gewe­sen sein.

Aber zurück zur Tina. Trotz schlech­ter Vor­aus­set­zun­gen wird der Abend den­noch zu einem High­light. Der Grund dafür ist Tess. Tess DYNAMITE Smith, eine von den Phili­pi­nen stam­men­de Erschei­nung mit end­lo­ser Ener­gie und einer Power­stim­me. Tess gilt als DAS bes­te Tina Tur­ner Dou­ble welt­weit.
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Eul­chen ist sofort ver­liebt. Die 55 jäh­ri­ge schafft es der Show Glanz zu ver­lei­hen. Ihre Kos­tü­me, ihre Bewe­gun­gen, ihre Stim­me las­sen Tina Tur­ners Songs wür­de­voll auf­le­ben.

Die Show besteht aus zwei Tei­len. Im Ers­ten wer­den die 60/70er Jah­re, noch mit Ike Tur­ner, abge­han­delt. Nach der Pau­se kom­men die 80/90er Welt­hits dran. In bei­den Wel­ten fühlt sich Tess schein­bar wohl. Das Publi­kum fei­ert das Duett „Cosas de la vida“, ursprüng­lich mit Eros Rama­zot­ti, genau­so wie „What You Get Is What You Se“, „Typi­cal male“ und „Sim­ply the best“.
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Sowohl die etwas mini­ma­lis­ti­sche Optik der Show als auch ihren Klang wer­tet die quir­li­ge Tess um eini­ges auf. Auch das zwi­ckau­er Publi­kum hat super mit­ge­macht. Zöger­te es anfäng­lich noch – konn­te es nach der Pau­se kaum noch sit­zen blei­ben. Mit­sin­gen, Tan­zen und Stan­ding Ova­ti­on über lan­ge Zeit hin­weg. Respekt und Aner­ken­nung dafür nach Zwi­ckeJ Fast über­all anders­wo kann der Bür­ger nicht mehr genie­ßen … und bril­liert mit gelang­weil­ten Bli­cken.

Wir hat­ten jeden­falls einen Mega-Spaß. Der Rabe ver­gibt der Show 7 von 10 mög­li­chen Punk­ten. Fai­rer Wei­se muss man erwäh­nen, dass der Rabe seeeehr kri­tisch bei musi­ka­li­schen Ereig­nis­sen ist. Selbst Hob­by­mu­si­ker und seit Jah­ren bei Hun­der­ten von Kon­zer­ten dabei gewe­sen – unter ande­rem auch bei TINA TURNER’s For­eign Affair Tour 1990 – kann er es ganz gut beur­tei­len. Von Eul­chen gibt es sogar 9 von 10 — (wahr­schein­lich wegen der Knud­del­or­gie after the show.

Jeden­falls ist Tess nicht nur auf der Büh­ne “Dyna­mi­te” — wir tref­fen Sie nach der Show um ein wenig zu fach­sim­peln und zu lob­hu­deln. Die Frau muss man ein­fach gern haben. Nach­dem der letz­te Auto­gramm­jä­ger aus der Hal­le war, hat sie sich für uns Zeit genom­men — FUN FUN FUN — das hat den Abend noch abge­run­det. Das Eul­chen müht sich anfäng­lich mit gebro­che­nem Eng­lisch ab. Rabens dezen­te Hin­wei­se auf das aus­ge­zeich­ne­te Deutsch der, in Mühl­heim an der Ruhr seit Jah­ren leben­den Künst­le­rin, igno­riert sie genau­so sie­ges­si­cher wie unbe­irrt. Erst als Tess und Raben sich lächeln­de Bli­cke zuwer­fen wird die Köni­gin ein­sich­tig. Dar­über und noch über so eini­ge Gemein­sam­kei­ten der zwei Power­frau­en wird lan­ge gelacht. Tess — wir drü­cken Dir die Dau­men für noch vie­le erfolg­rei­che Shows.

B & B — Budniki & Bajm

Die Advents­zeit erle­ben wir jedes Jahr auf unse­re spe­zi­el­le Art und Wei­se. Wir stim­men uns auf das Fest ein – ohne jeg­li­chen Stress, ohne Hek­tik, ohne Druck Geschen­ke kau­fen zu müs­sen, ohne Erwar­tun­gen Ande­rer erfül­len zu müs­sen. Schen­ken kann man jeder­zeit und Fami­li­en­be­su­che sind auch außer­halb von Weih­nach­ten schön. Ego­is­tisch? … etwas … Zuge­ständ­nis­se haben wir Jahr­zehn­te lang gemacht. Wir besu­chen aus­ge­fal­le­ne Weih­nachts­märk­te und das „Bas­teln“ eines musi­ka­li­schen Video-Weih­nachts­gru­ßes – macht uns seit Jah­ren auch einen rie­sen Spaß.

Es adven­tet also und uns treibt es in die See­len­hei­mat – nach Kar­pacz. Zeit wird’s, wir haben schon wie­der vier Wochen hier geschuf­tet – da ist ein Hei­mat­ur­laub wohl erlaubt:))) Eine schnu­cke­li­ge Pen­si­on namens „Rezy­den­c­ja Gor­s­ka“ nimmt uns auf. Am Wald­rand, ganz ruhig gele­gen, genie­ßen wir ein traum­haf­tes Zim­mer, ein feu­da­les Bad, einen gro­ßen Bal­kon, ein lie­be­vol­les Früh­stück und die Natur rund­her­um.

Wir sind die ein­zi­gen Gäs­te und wer­den von der „Früh­stückstan­te“ jeden Tag aufs Neue über­rascht. NUR FÜR UNS berei­tet sie Racuszki – ein süßes Teig­ge­bäck, hier mit war­men Apfel­schei­ben gefüllt, Toast mit Raclette­kä­se und fri­schen Prei­sel­bee­ren, uvm – das ist so lieb und schmeckt so lecker.

Das B Nr. 1 — Budniki

Es ist das ers­te Advents­wo­chen­en­de – wir wol­len uns aus­ru­hen, ent­span­nen, alle Vier gera­de sein las­sen. Eine Wan­de­rung darf natür­lich nicht feh­len. Die Lage unse­rer Unter­kunft bringt uns auf eine Idee. Ober­halb von Kar­pacz, im Tal des Baches Mali­na, auf knapp 900 m.ü.d.M. gab es bis in die 40er Jah­re eine klei­ne Men­schen­sied­lung mit dem Namen Bud­ni­ki – Forst­lang­was­ser oder Forst­bau­den.

Das Beson­de­re an die­sem Ort war (und ist), dass an 113 Tagen im Jahr kei­ne Son­ne scheint. Jedes Jahr am 26. Novem­ber fei­er­te man den Son­nen-Abschied und am 19. März begrüß­te man sie fei­er­lich. Seit eini­gen Jah­ren orga­ni­siert der Freun­des­kreis Forst­bau­den die tra­di­tio­nel­le „Ver­ab­schie­dung der Son­ne” in Bud­ni­ki wie­der. Beim strah­len­den Son­nen­schein star­ten wir von unse­rer Her­ber­ge in der Fels­sied­lung (Osied­le Skal­ne) in die Ber­ge.

Stim­mungs­voll und male­risch wer­den wir von der dick mit Schnee bedeck­ten Natur beglei­tet. Von der Sied­lung ist nicht mehr viel übrig. Tafeln ste­hen dort wo Gehöf­te waren den­noch kann man sich gut vor­stel­len wie hart das Leben hier gewe­sen sein muss.

Die alten Fotos stam­men von der Sei­te des Freun­des­krei­ses Bud­ni­ki

Wir sind allein in den Ber­gen. Genuss pur. Erst nach vier Stun­den, fast wie­der in Kar­pacz, tref­fen wir wie­der eini­ge Homo-Sapi­ens. Ein herr­li­ches Gefühl — und das Essen im Dwor Lic­zyr­ze­py schmeckt gleich noch­mal so lecker:)

Weihnachtsmarkt im Schloss Lomnitz

Es ist schon Tra­di­ti­on gewor­den den Advents und Weih­nachts­markt in Schloss Lom­nitz zu besu­chen. Auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Stal­lun­gen und des Wirt­schafts­ho­fes laden vie­ler­lei bun­te Stän­de zum Wun­dern, Stau­nen und Kau­fen ein! Man fühlt sich in Kin­der­ta­ge zurück ver­setzt wenn man mit auf­ge­ris­se­nen Augen und offe­nen Mund durch die­se wun­der­sa­me, bun­te Weih­nachts­welt schlen­dert.
Im alten Stall spielt ein Gora­len-Chor auf — wit­zig, alte Män­ner von einer reso­lu­ten Frau diri­giert — da stimmt der Rabe glatt mit ein.

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Gemüt­li­che Sitz­ecken mit Kuschel­kis­sen laden zum Ver­wei­len ein um die kuli­na­ri­schen Lecke­rei­en zu genie­ßen. Für uns dies­mal “Kas­zan­ka” eine Art Grütz­wurst , ein­fach ober­le­cker! Dazu ein Glüh­wein mit Gewür­zen und Oran­ge, was kann es schö­ne­res geben!
Hier ent­ste­hen auch die ers­ten Video-Take’s für unse­ren dies­jäh­ri­gen Weih­nachts-Clip
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Das B Nr.2 – BAJM

Am Sonn­tag ist in Jele­nia Gora was los. In der Kon­zert- und Sport­are­na fin­det zum sie­ben­ten Mal eine Cha­ri­te-Gala statt. Unter dem Titel „Ver­zau­ber­te Weih­nacht mit der Tau­ron-Fun­da­ti­on“ wird Geld für geis­tig wie kör­per­lich behin­der­te Kin­der und Jugend­li­che gesam­melt. Ver­schie­de­ne musi­ka­li­sche und reha­bi­li­ta­ti­ons Work­shops fin­den schon Tage zuvor mit beson­ders gesangs­be­gab­ten, behin­der­ten Jugend­li­chen statt. Die Bes­ten von ihnen sowie die Gewin­ner des polen­weit im Fern­se­hen aus­ge­tra­ge­nen Musik­wett­be­werbs „Das ver­zau­ber­te Lied“ (Zac­za­ro­wa­na pio­sen­ka) für Behin­der­te bestrei­ten die ers­te Hälf­te des Pro­gramms. Eini­ge Kin­der­grup­pen lei­ten das Gesche­hen auf der Büh­ne gemein­sam mit ihren Betreu­ern an.

Dann kom­men die jun­gen Stars an die Rei­he. Wir sind zu Trä­nen gerührt … die musi­ka­li­sche Klas­se der Voka­lis­ten über­steigt bei Wei­tem die man­cher, nicht behin­der­ten, Fina­lis­ten von DSDS, Pop­stars oder Super­ta­lent. Die Stim­men und die Per­sön­lich­kei­ten begeis­tern uns wie das gesam­te Publi­kum – ein Wahn­sinn.

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Haupt-Attrak­ti­on des Abends ist eine pol­ni­sche Rock-Pop-Legen­de – die Grup­pe BAJM, so benannt nach den Vor­na­men ihrer Grün­dungs­mit­glie­der im Jahr 1978. Eine Zeit lang beglei­te­te der Rabe das Schaf­fen der Band aus Lub­lin auf Kas­set­ten-Sam­plern, wie es so in den 80ern üblich war. Songs wie “Nie ma wody na pus­ty­ni”, “Dwa ser­ca, dwa smut­ki” oder “Dzie­sięć przyka­zań” kennt jeder Pole. Die Eulen­kö­ni­gin kann­te zwar kei­nen ein­zi­gen Titel der an die­sem Abend gespielt wur­de – ist aber nach dem Kon­zert zum lebens­lan­gen Fan der Trup­pe gewor­den. Eine bril­li­an­te Show ist dafür genau­so ver­ant­wort­lich wie die etwas gleich­al­te Bea­ta Kozid­rak

(das B von Bajm) – die Rock­la­dy lie­fer­te eine leben­di­ge, ener­gie­ge­la­de­ne Vor­stel­lung ab. Die Fans am rech­ten Rand der Büh­ne fei­er­ten von Beginn an mit. Zum Schluss stan­den auch die zig Rei­hen Offi­zi­el­ler beim Stan­ding Ova­ti­on und wipp­ten im Takt der letz­ten Akkor­de.
Selbst der lang­bei­ni­ge Back­round-Chor bekam in dem eh gekürz­ten Auf­tritt ein Solo­stück — das spricht für die sym­pa­ti­sche Che­fin.

Wäh­rend des Auf­tritts schloss Eul­chen eine klei­ne Freund­schaft mit ihrer Sitz­nach­ba­rin. Bei­de ver­stan­den ein­an­der über­haupt nicht — schun­kel­ten, lach­ten und tanz­ten aber gemein­sam wie zwei ver­lieb­te Teen­ager. Ein leib­haf­ti­ger Beweis dafür, dass Musik ver­bin­det und Gren­zen über­win­det. 

 

Traumhits — vöööllig losgelöst

Es ist wie­der was los in der Lan­des­haupt­stadt. Immer­hin die 3. Liga der Rock-Pop-Dance Vete­ra­nen gas­tiert geballt in unse­rem “Dörf­chen”. Über die zwei­te oder gar ers­te Liga wür­den wir uns auch freu­en aber Erfurt ist nun mal nicht Ober­hau­sen und unse­re Mul­ti­funk­ti­ons­are­na, für geplan­te 120 Groß­ver­an­stal­tun­gen im Jahr, hat außer dem sub­ven­tio­nier­ten Grö­ne­mey­er Auf­tritt kei­nen Rock­star gese­hen.

In der Not frisst der Teu­fel bekannt­lich Flie­gen und so macht sich die Köni­gin auf die Suche nach valen­ten Tickets. Für die 3. Liga sind wir aber nicht bereit Erst­li­ga-Prei­se zu zah­len zumal kei­ner der Akteu­re bei uns für einen erhöh­ten Puls sorgt. Na viel­leicht mit klei­nen Aus­nah­men. Die Ost­ro­cker  von Pan­kow hat der Rabe frü­her gern gehört und  die Eulen­kö­ni­gin bekommt mit­tel­schwe­re Wehen  beim Klang des Namens Peter Schil­ling. Wir “müs­sen” also drin­gend zur “Ent­bin­dung” in die Mes­se­hal­le.

Die ers­te Hür­de ist schnell bewäl­tigt. Eine klei­ne, könig­li­che Online-Suche ver­schafft uns, wie so oft, zwei Tickets für einen lächer­li­chen Bruch­teil des Ori­gi­nal­prei­ses.

Im ers­ten, ekli­gen, stür­mi­schen Schnee­re­gen des Win­ters befah­ren wir den eli­tä­ren Park­platz der Mes­se­hal­le. (Obo­lus teue­rer als an der MB Are­na in Ber­lin). Schnell hal­ten wir zwei Glas Sekt in der Hand (16€ — das Cate­ring lässt sich auch nicht lum­pen;))) und las­sen zwei schö­ne Erin­ne­rungs-Fotos von den Mädels der Medi­en­grup­pe Thü­rin­gen schie­ßen. Bei der AOK besor­gen wir uns zwei blin­ken­de Arm­bän­der.
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Etwas hung­rig stel­len wir uns im nass-kal­ten Außen­be­reich in die Schlan­ge nach Brat­gut an. Für 9000 Men­schen EIN Grill … ist IN THÜRINGEN natür­lich völ­lig aus­rei­chend. Halb erfro­ren hal­ten wir nach über 20 Minu­ten ein Brä­tel und eine Brat­wurst in unse­ren Hän­den. Es kann los­ge­hen.

REDNEX

Es begin­nen die Euro­dance-Stars der 90er — REDNEX. Eine cle­ve­re Ent­schei­dung der Orga­ni­sa­to­ren. Mit ihren Gute-Lau­ne-Kra­chern sor­gen die Schwe­den für aus­ge­las­se­ne Stim­mung in Hal­le 1. “Coton eye Joe”, “Old Pop in an Oak”, “The Spi­rit of the Hawk” und Wei­te­re brin­gen das Publi­kum in Fahrt.

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Pankow

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Die dar­auf fol­gen­den PANKOW sind etwas in die Jah­re gekom­men. Die Mitt­sech­zi­ger der frü­he­ren Vero­ni­ka Fischer Begleit­band kön­nen aus Raben’s Sicht nicht an ihre frü­he­re Büh­nen­prä­senz anknüp­fen. Das letz­te Mal hat der Rabe sie vor über 20 Jah­ren live gese­hen.

Bild­quel­le: Tino Zip­pel — Ost­thü­rin­ger Zei­tung

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Peter Schilling 

Dann die “Ent­bin­dung”;))) Irgend­was muss der Major Tom seit sei­nem Absturz 1989 wie­der rich­tig machen. Bei den ers­ten Tönen von “Die Wüs­te lebt” schie­ben sich vier, etwa vier­zig-fünf­zig­jäh­ri­ge poten­ti­el­le “Leih­müt­ter” Rich­tung Büh­ne. Sie blei­ben, son­nen­be­brillt wie ihr Idol, genau hin­ter dem Raben ste­hen und schluch­zen und krei­schen abwech­selnd “Peter, Peter, Peeee­ter” … als ob sie ein Kind von ihm woll­ten.

Zur glei­chen Zeit ver­läuft Eulchen’s ” Ent­bin­dung” auch sehr ent­hemmt. “Ter­ra Tita­nic” sorgt für hoch­fre­quen­te Mut­ter­mu.… ähh Mund-Kon­trak­tio­nen;))) Als zum Höhe­punkt des Auf­tritts “Völ­lig los­ge­löst” gespielt wird — beschreibt es auch (völ­lig … unter­trie­ben;))) den see­li­schen Zustand Ihrer Eulen­tät.
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Der Rabe singt den bekann­ten Refrain zusam­men mit tau­sen­den Fans mit, schwingt dabei rhyth­misch sein Speck, ist jedoch weit von einem Adre­na­lin Schub nach einer Geburt ent­fernt. Eben ein NDW-Kas­perl mit “3–4 auf­ge­ba­cke­nen Bröt­chen”. Immer­hin bes­ser als manch OHW (One-Hit-Won­der).
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089 Freiheit

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Die Mün­che­ner Frei­heit folgt. Die mitt­ler­wei­le seit 37 Jah­ren bestehen­de Com­bo hat­te in den 80ern ihre bes­ten Tage. Die am Rent­ne­ral­ter nagen­den Musi­ker spu­len zwar pro­fes­sio­nell aber hin­ga­be­frei ihr Reper­toire ab. Ein­zig das Küken, der Kin­der-TV-Mode­ra­tor Tim Wil­helm (40), seit fünf Jah­ren in der Band, wir­belt auf der Büh­ne unun­ter­bro­chen hin und her. Der Büh­nen-Kame­ra­mann gibt nach einer Wei­le sicht­lich genervt auf;))) “Ohne Dich”, “Tau­send­mal du”, “So lang’ man Träu­me noch leben kann” und vie­le ande­re Hits der Trup­pe kom­men trotz­dem gut beim Publi­kum an.
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O.M.D

Zum Schluss bestei­gen Orches­tral Mano­eu­vres in the Dark kurz OMD die Büh­ne. Die eng­li­schen New Wave und Syn­thie-Pop Hau­de­gen sind nicht ganz unser Geschmack. Sel­ten hat der Rabe den Auf­tritt eines Head­liners ver­las­sen (zuletzt bei  Man­fred Mann’s Earth Band und bei Metal­li­ca). Wir ver­la­gern unse­re Anwe­sen­heit in die Hal­le 2 der Mes­se. Hier ist eine wei­te­re Büh­ne auf­ge­baut sowie jede Men­ge Sitz­ge­le­gen­hei­ten und Tische, dazu Essens- und Geträn­ke­stän­de. Das Pro­gramm der Haupt­büh­ne wird auf einer gro­ßen Lein­wand hier­her über­tra­gen. Wir gön­nen unse­ren lädier­ten Stel­zen eine Erho­lungs­pau­se.
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OMD hau­en uns auch auf der Lein­wand nicht von den Hockern. Zwei Bier­chen sor­gen indes für die Rege­ne­ra­ti­on unse­res Elek­tro­lyt-Haus­hal­tes. Sofort nach Ende des Pop-Kon­zerts in Hal­le 1 star­tet die sehr jun­ge Erfur­ter Nach­wuchs­band NEW CHAPTER ihr Cover­pro­gramm auf der Büh­ne der Hal­le 2. Das ist der Start­schuss zur ent­fes­sel­ten Hin­rich­tung. Wir legen eine sagen­haf­te Tanz­or­gie aufs Par­ket. Zwei Stun­den Sexy-Dance-Exzess der Extra­klas­se. Der Rest des Saals ist unser Publi­kum. Wir kas­sie­ren neid­vol­le wie wohl­wol­len­de Bli­cke und, erst­ma­lig in Deutsch­land, ver­ba­le Kom­pli­men­te. Schöööööön — danach sind wir aber auch völ­lig aus­ge­powert.
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Zu Hau­se ange­kom­men rei­chen die Kräf­te ledig­lich noch fürs “ins Bett Fal­len”. Trotz­dem, das brau­chen wir hin und wie­der, da sind wir in unse­rem Ele­ment. Wir freu­en uns schon aufs nächs­te Jahr.