Die Vor­weih­nachts­zeit neigt sich dem Ende. Wie­der haben wir es geschafft, die­se fröh­lich, gemüt­lich und lie­be­voll zu erle­ben. Mit Schlen­dern über Weih­nachts­märk­te (die­ses Jahr Schloss Lom­nitz, Erfurt und Som­mer­ach), Ver­kos­tun­gen aller­lei Glüh­wein­ar­ten und Feu­er­zan­gen­bow­len und der Weih­nachts­fahrt vom Cara­van Shop Hör­cher, die dies­mal ins Frän­ki­sche führ­te.

Für unse­re Freun­de haben wir uns einen ganz beson­de­ren Weih­nachts­gruß aus­ge­dacht. , Die­ses Jahr rapp­ten wir — “Weih­nachts­zeit”.  Ein You­tube-Zufalls­fund dien­te als Vor­la­ge. Bereits  lan­ge vor dem 1. Advent began­nen die Vor­be­rei­tun­gen. Musik zusam­men­schnei­den, Film­chen an ver­schie­de­nen Orten dre­hen, Kos­tüm­pro­be, Gesangs­übun­gen, Auf­nah­men und nicht zuletzt das Schnei­den des Clips. Der Rabe voll­bringt ein wah­res Meis­ter­stück — wir sind stolz wie Bol­le über das Ergeb­nis und hof­fen mit der Par­odie Allen ein Lächeln ins Gesicht gezau­bert zu haben-:))))
.
.
Den Hei­li­gen Abend und die Fei­er­ta­ge ver­brin­gen wir in unse­rem gelieb­ten Kar­pacz.  Als Domi­zil dient “Dom Potok” — ein klei­nes Hotel­chen am einem rei­ßen­den Berg­bach. Wir haben uns schon im Som­mer ein Zim­mer im Dach­ge­schoss mit Bade­wan­ne direkt  imZim­mer (wie cool ist das denn), Him­mel­bett, Cou­ch­e­cke .… und einem herr­li­chen Aus­blick über den Ort aus­ge­sucht .… ein­fach traum­haft. Wigi­lia (Hei­lig­abend) und das tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­es­sen genie­ßen wir in der Cha­ta Kar­ko­no­s­ka einer stim­mungs­vol­len, uri­gen Holz­bau­de. Im gro­ßen Saal sind alle Tische fest­lich ein­ge­deckt, zwei jun­ge Män­ner spie­len auf ihren Akkor­de­ons pep­pig pol­ni­sche Kolen­dy und ande­re Weih­nachts­klas­si­ker. Zwölf tra­di­tio­nel­le Spei­sen wer­den der Rei­he nach auf­ge­tra­gen bzw. ste­hen auf den Buf­fet-Tischen. Der Karp­fen schmeckt beson­ders gut — er kommt von einer klei­nen, mit dem Restau­rant befreun­de­ten, pri­va­ten Zucht und wer­den das gan­ze Jahr mit Wei­zen, Gers­te und Rog­gen gefüt­tert. Das Fleisch ist vor­züg­lich, fest und schmack­haft — schön paniert und gebra­ten. Leeeeecker. Dazu Pie­ro­gen mit Kraut mit Pil­zen, rus­si­sche Pie­ro­gen, Barschtsch, Wald­pilz­sup­pe, Hering in Sah­ne, Karp­fen in Gelee, gebra­te­nes Karpfen­fi­let, alt­pol­ni­scher Gemü­se­sa­lat (wie unser Kar­tof­fel­sa­lat nur mit viel mehr Zuta­ten), Kom­pot aus getrock­ne­ten Früch­ten, aller­lei Kuchen uvm. Für die Klei­nen gibt’s einen Weih­nachts­mann mit rich­ti­gen Geschen­ken, nicht zu ver­ges­sen das tra­di­tio­nel­le Bre­chen von Obla­ten, womit man sich gegen­sei­tig alles Gute wünscht .….. ein wun­der­vol­ler Abend.

.

.

Das Wet­ter an den Fei­er­ta­gen ist son­nig. Wir Wan­dern, unter ande­ren von der Okraj-Hüt­te (Schro­nis­ko “Na przelec­zy okraj”) ent­lang der Gren­ze zur “U Kostel­lu”, einer uri­gen Bau­de in Tsche­chi­en und von Schloss Fisch­bach (Zamek Karpni­ki) zur Szwa­j­car­ka — der “Schwei­zer Hüt­te”. Allein an den bei­den Fest­ta­gen erlau­fen wir über 20 Kilo­me­ter. Das Gan­ses­sen im “U Ducha Gor” ver­die­nen wir uns red­lich. Als Über­ra­schung spielt ein Allein­un­ter­hal­ter auf und wir kön­nen sogar das Tanz­bein schwin­gen. Ein herr­li­ches Fest.
.

Ein klei­ner Abste­cher führt uns auch nach Cie­pli­ce — Bad Warm­brunn, heu­te ein Stadt­teil von Jele­na Gora. Die Kir­che Johan­nes der Täu­fer aus dem 16. Jahr­hun­dert ist innen eine uner­war­te­te Augen­wei­de. Der Hoch­al­tar wür­de jeder Kathe­dra­le gut ste­hen, die Sei­ten­al­tä­re strah­len vor Prunk und Schön­heit, Gemäl­de von Micha­el Will­mann schmü­cken das Got­tes­haus. Auch das Schloss,  zwi­schen 1784–1809 nach Ent­wurf des Oppel­ner Bau­meis­ters Johann Georg Rudolf mit zwei­ge­schos­si­gem Ball­saal im Empi­re-Stil und stuck­ver­zier­ter Decke, Intar­si­en­fuß­bo­den, Spie­geln und Kris­tall­leuch­tern errich­tet ver­mu­tet man nicht in die­ser Pro­vinz. Das wer­den wir uns noch­mal in Ruhe anse­hen müs­sen.

Was für wun­der­schö­ne, ent­spann­te Weih­nach­ten. Die Bil­der spre­chen für sich.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Dei­ne E‑Mail-Adres­se wird nicht ver­öf­fent­licht. Erfor­der­li­che Fel­der sind mit * mar­kiert.

Ich akzep­tie­re

Die­se Web­site ver­wen­det Akis­met, um Spam zu redu­zie­ren. Erfah­re mehr dar­über, wie dei­ne Kom­men­tar­da­ten ver­ar­bei­tet wer­den.