Die polnische Ostsee hat uns wieder

14, Jun. 2015 | Polen, Rei­sen, Wan­dern | 0 Kom­men­ta­re

Nach sechs­stün­di­ger Fahrt kom­men wir bei strah­len­dem Son­nen­schein in Dąb­ki an.
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Ader­bar begrüßt uns unter­wegs von drei Hors­ten. Nach dem Che­ckin sprin­ten wir zum Strand. Eule lüf­tet die Federn in der Son­ne und der Rabe sucht das ers­te Bier­chen — vor­läu­fig erfolg­los. Es folgt das erwar­tet schmack­haf­te und abwechs­lungs­rei­che Abend­essen — end­lich ers­tes Bier­chen, Orts­er­kun­dung und Hotel­bar­test. Neu­ent­de­ckung — Bier mit Bir­ne-Chil­li-Geschmack.

Der Sonn­tag beginnt um 5 Uhr (!!!!!!) mit Möwen­ge­schrei Schnell Fens­ter zu und Pul­ler­pau­se — wei­ter heia bis halb acht Nach dem Früh­stück geht’s gleich wie­der zum Strand den strah­lend blau­en Him­mel und Son­ne pur aus­nut­zen,
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soll ja die nächs­ten Tage nicht so schön blei­ben Nach einer Stun­de ist der Him­mel grau und die Tem­pe­ra­tur merk­lich gesun­ken, vom Wind ganz zu schwei­gen. Wir wech­seln ins Hal­len­bad des Hotels. Was­ser­tem­pe­ra­tur 29 Grad — wir schwim­men ein biss­chen und pro­bie­ren den Whirl­pool. Mit­tag­essen super…danach star­ten wir nach Jaros­la­wi­ec — es ist ein ehe­ma­li­ges Fischer­dorf. Wir bestei­gen die 122 Stu­fen des Leucht­turm
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und besu­chen das Bern­stein­mu­se­um. Die Idee dazu hat­te ein Stu­dent. Wir erfah­ren, dass die Ost­see vor 40 Mil­lio­nen Jah­ren ein rie­si­ger Bern­stein­wald war. Danach fin­den wir in einer wit­zi­gen Knei­pe — lecke­res Bier­chen mit Pflau­men­ge­schmack
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- der Bier­test geht also wei­ter (hat sich eigent­lich der Rabe bestellt wur­de aber von der Eule kon­fis­ziert nach­dem ihr grü­nes Gesöff sich als nicht­kö­ni­gi­nen­taug­lich ent­puppt hat). Nach dem Abend­brot eine Run­de durch den Ort und sport­li­che Betä­ti­gung :-)))) beim Tisch­ho­ckey.

Mon­tag
Tief und fest geschla­fen bis fast um neun. Hur­ra die Son­ne lacht. Nach dem Früh­stück ent­schlie­ßen wir uns nach Lazy zu fah­ren. Nicht mit dem Fahr­rad, der Rabe fin­det einen Weg mit dem Auto auf der engen Land­zun­ge zwi­schen Bukow­see (jezio­ro Bukowe) und Ost­see. Unbe­rühr­te Natur und unbe­kann­te Vogel­stim­men beglei­ten uns, auch ein Reh sich­ten wir mit­ten am hell­lich­ten Tag. Auf ein­mal ist der weg zu Ende …. ein idyl­li­sches Fleck­chen Erde eröff­net sich vor uns. Eul­chen schau­kelt wie in Kin­der­ta­gen
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und Rabe gönnt sich ein…… ein Bier. Nun haben wir Lust auf Boot­chen fah­ren und mie­ten uns ein knall­ro­tes, nein nicht Gum­mi­boot son­dern, Tret­boot und stram­peln eine Stun­de auf dem Bukow­see. — Tret­boot Kata­stro­phe: Sit­ze hart wie Krupp­stahl, Abstand Sitz-Peda­le eher für Pig­mä­en (der Rabe wird belehrt, dass die klei­nen Men­schen doch Pyre­nä­en hei­ßen;)), Wen­de­ra­di­us des Tret­boo­tes wie der eines Flug­zeug­trä­gers. Ham­mer­hart — Eule pul­lert mit­ten INS Boot!!!!!! Hof­fent­lich haben’s die Polen nicht gese­hen.
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Danach wohl­ver­dien­tes Mit­tag­essen und eine kur­ze Sies­ta — dar­aus wer­den zwei Stun­den Mit­tags­heia:-))) — ist wohl die See­luft. Am Nach­mit­tag auf nach Dar­lo­wo (erst 5 Stun­den spä­ter kriegt Eul­chen mit, dass sie in Rügen­wal­de war:-))))). Klei­ne Shop­ping- und Seegtsingtour — Aus­beu­te immer­hin eine hel­le, flo­ral gemus­ter­te Som­mer­jeans. Wei­ter nach Dar­lo­wo-wschod­nie — hier ist die berühm­te Schie­be­brü­cke.
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Es folgt die ers­te Freß­or­gie. Wir essen zu Abend
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(waaaahn­sin­nig frisch und lecker, alles auf dem Bild + 2 Tee für umge­rech­net 10 Euro mit Trink­geld) Kurz danach ent­de­cken das Café “ania­ni” ….ein Traum im vin­ta­ges­til, alles rosa­rot. Wir genie­ßen die Abend­son­ne bei Café Lat­te Bai­ser­tor­te und Spi­nat­ku­chen — leeeeecker!!!
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Der Tag klingt aus bei einem roman­ti­schen Son­nen­un­ter­gang am Meer ….das leben ist schön -:))))
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Diens­tag
Erneu­te Tief­schlaf­pha­se (dies­mal nicht durch nächt­li­che Sex­ti­vi­tä­ten ver­ur­sacht) bis 8:30 Uhr. Heu­te legt die Eule Wert auf sport­li­che Betä­ti­gung! Wir mie­ten ein knall­ro­tes Tret­mo­bil und radeln wie­der nach Dąb­ko­wice — zu unse­rem idyl­li­schen Fleck­chen Erde vom Vor­tag.
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Sechs Kilo­me­ter hin und sechs zurück — danach erlei­det die Eule einen spon­ta­nen Mus­kel- und Kraft­schwund. Abhil­fe Schaft ein bekann­tes Haus­mit­tel — wohl­do­siert eine Stun­de HEIA. Halb­wegs bei Kräf­ten wird der eher lang­wei­li­ge, sehr lang­ge­zo­ge­ne, bei Polen sehr belieb­te Urlau­ber­ort Miel­no geen­tert. Dies­mal um den Bukow­see her­um gefah­ren, über Łazy und wei­ter zwi­schen Ost­see und Jam­no­see wie­der auf einer schma­len Land­zun­ge bis Miel­no. Bereits nach einer Stun­de been­den wir den Abste­cher und steu­ern wie­der Rügen­wal­de an. Lecker Fisch­sup­pe, See­zun­ge und Lachs frisch vom Kut­ter gebra­ten glei­ten unse­re Gau­men her­ab und sor­gen für eksta­ti­sches Schmat­zen. Zurück in Dąb­ki schie­ben wir noch ein Gof­ra mit Hei­del- und Him­bee­ren und natür­lich war­mes Bier mir Hei­del­beer­si­rup. Um 20:30 Uhr — Eulen­ak­ku alle — muss an die Dose;)))

Mitt­woch
Der Tag beginnt mit herr­li­chem Son­nen­schein und woh­lig war­men Tem­pe­ra­tu­ren. Schnell beschlos­sen — Heu­te ist Strand­tag. Wir suchen uns ein ruhi­ges, idyl­li­sches Plätz­chen in Dabko­wice, hin­ter dem Wind­schutz ist es sogar ziem­lich ruhig.
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Die Ost­see lockt uns mit schäu­men­den Wel­len und wir sind drin…bei gefühl­ten 10 Grad Was­ser­tem­pe­ra­tur. Nach einer kur­zen Mit­tag­essen­pau­se und aus­ge­rüs­tet mit Bier­chen und Lach­gum­mi sind wir nach einer Stun­de zurück — was für ein herr­li­cher Tag. Zum Abschluss gön­nen wir uns in dem Knei­p­chen “Krab” wie­der lecker Fisch, dies­mal Dorsch und Heil­butt….. ober­le­cker!!! Am Ende des Tages dann die nicht so gute Über­ra­schung — bei­de sind wir rot wie die Kreb­se. Wir cre­men wie die Wil­den, bede­cken uns mit feuch­ten Hand­tü­chern und fin­den nur schwer zur nächt­li­chen Ruhe. Eul­chen hat sich bei den wil­den Wel­len­spie­len die Hüf­te ver­renkt und hat dol­les Aua. Der Rabe hat einen knall­ro­ten Bauch und auch dol­les aua — na dann gute Nacht

Don­ners­tag
Die Eule wacht fast bewe­gungs­un­fä­hig auf. Heu­te machen wir einen “Gesun­de­ne­kör­per­ver­wöhn­tag” — biss­chen schwim­men im Hotel­hal­len­bad, biss­chen schmö­kern, biss­chen gam­meln — passt ganz gut denn heu­te reg­net es Bind­fä­den. Nach dem Mit­tag­essen biss­chen Heia, heu­te Abend wol­len wir ja fit sein — es ist Dan­cing. Nach einem Spa­zier­gang durch den Ort gab es zum Abend­essen Kraut­wi­ckel mit Dorsch und Kapernsoße,Heilbutt mit, in But­ter geschwenk­ten Kar­tof­fel-spal­ten, rote Bee­te-Salat, Sauer­kraut­sa­lat und ech­te pol­ni­sche Salz­gur­ken hmm­mm:-)))
Abends — pol­ni­scher Tanz­abend im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Als wir etwas ver­spä­tet den Saal betre­ten ist die Tanz­flä­che bereits voll gefüllt. Die Polen schwin­gen eben gern das Tanz­bein ob mit 18 oder mit 80 — völ­lig egal. Wir reprä­sen­tie­ren die deut­sche Gemein­de wir­kungs­voll — obwohl anfäng­lich mit Lücken bei den sonst so siche­ren Figu­ren. Nach einer Wei­le klappt aber wie­der alles wie geschmiert. Trief­nass lan­den wir um 23 Uhr zurück auf dem Zim­mer. Kampf­ku­scheln fällt wegen Erschöp­fung aus:(

Frei­tag
Glück­se­li­ges, quiek­sen­des Kampf-kuscheln läu­tet den wol­ken­ver­han­ge­nen Tag ein. Mit einem Lächeln auf den Lip­pen betre­ten wir den Früh­stücks­raum. Eule bemän­gelt aller­dings im Ver­lauf des Tages den Ein­satz tech­ni­scher Hilfs­mit­tel bei der mor­gend­li­chen Kuschel-schlacht;)))) Wir besu­chen “Fort Mari­an”, eine Mili­ta­ria-Samm­lung die eher wie ein Schrott­platz anmu­tet. Nicht schön — selbst für bil­li­ges Ein­tritts­geld. Danach wie­der nach Darlowo/Rügenwalde — Fress­or­gie (Lachs-Tar­tar, Dorsch-Fri­ka­del­le kalt, “Kwas­ni­ca dar­low­s­ka” — dar­lower Sauer­sup­pe, Gulasch mit Kopy­t­ka (klei­ne Klöß­chen) und einer Sauer­kraut-rote Bee­te Vit­amin­bom­be. Wir sind rand­voll. Mist da soll noch ‘n Abend­brot und Gofry (lecke­re pol­ni­sche hei­ße Waf­feln mit Früch­ten) rein­pas­sen??? So abge­füllt besu­chen wir das Schloss der pom­mer­schen Fürs­ten im Stadt­zen­trum — um 1400 erbaut. Eine klei­ne sehens­wer­te Aus­stel­lung, wie immer in pol­ni­schen Muse­en haut­nah zum anfas­sen. Eule woll­te kurz­zei­tig die Schloss­herr­schaft über­neh­men:)))
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Zum Schluss bestei­gen wir als letz­te Gäs­te des Tages den Schloss­turm. Wun­der­schö­ner Aus­blick — dabei ler­nen wir eine Tau­ben­fa­mi­lie ken­nen, die aus Faul­heit ihr Nest in einen Fens­ter­sims fer­tig bezo­gen hat — ok, ein paar Zwei­ge haben die bei­den zusam­men­ge­tra­gen, hät­te aber einer Feld­maus nicht zum Nest­bau gereicht, geschwei­ge denn den bei­den fet­ten Tau­ben.
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Auge in Auge, nur durch eine Glas­schei­be getrennt, ver­ab­schie­den wir uns vom Turm und den Tau­ben­flod­ders. Adieu Rügen­wal­de. Ach nee, ein Fran­sen T‑Shirt (wider­wil­lig) und ein gel­b­leuch­ten­den BH erbeu­tet die Eule noch beim Rück­zug. Der Rabe hat ledig­lich E I N Shirt im gan­zen Urlaub bekom­men. Viva Gerech­tig­keit.

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