Es wur­de viel über Tira­na geschrie­ben und so Eini­ges davon haben wir natür­lich im Vor­feld gele­sen. Das hat uns gren­zen­los neu­gie­rig gemacht. Wir wol­len … ja, wir müs­sen es selbst sehen und erle­ben. Eines sei vor­weg gesagt — nicht jede in Rei­se­füh­rern und ‑Blogs nie­der­ge­schrie­be­ne Weis­heit kön­nen wir vor­be­halt­los abni­cken … Man­ches stimmt gar über­haupt nicht. Aber der Rei­he nach.

Aus­ge­ruht, nach einem Gam­mel-Tag am Strand von Dur­res, drin­gen wir aus west­li­cher Rich­tung in den Bal­lungs­raum Tira­na. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten um das Hügel-mas­siv zwi­schen den Ebe­nen von Dur­res und Tira­na zu umfah­ren. Die Auto­bahn ähn­li­che SH2 oder über SH49, SH55, und SH56 anfangs etwas holp­ri­ger aber mit bedeu­tend mehr Reiz. Natür­lich neh­men wir die­se Stre­cke auch wenn sie etwas län­ger ist.
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An die­ser Stel­le müs­sen wir den ers­ten Mythos zer­stö­ren. Eini­ge Rei­se­füh­rer schrei­ben, dass Tira­na und Dur­res mitt­ler­wei­le zu einem Bal­lungs­raum zusam­men­ge­wach­sen sind. Dem ist noch lan­ge nicht so. Gut zwan­zig Kilo­me­ter wenig bewohn­ten Puf­fer lie­gen dazwi­schen (Unten her­um sogar 30).

Der Verkehr in Albanien und in Tirana

Das zwei­te angeb­li­che Mys­te­ri­um ist der Ver­kehr in der Haupt­stadt. Fakt ist, dass die Stra­ßen nicht den Erwar­tun­gen des Besit­zers eines tie­fer geleg­ten Golf GTI ent­spre­chen. Wir haben uns mal im Stadt­teil Isbe­risht ver­fah­ren .. war lus­tig. Abseits der Schnell­stra­ßen und in den Außen­be­zir­ken gibt es durch­aus Schlag­lö­cher vor denen man lie­ber anhal­ten soll­te um zu gucken ob da Kin­der drin spie­len. Was soll’s — da fährt man eben lang­sa­mer.

Vie­le, wenn nicht die meis­ten Blogs raten vom Auto­fah­ren in Alba­ni­en, spe­zi­ell in Tira­na,  ganz ab. Das ist tota­ler Schwach­sinn. Wer auf dem Dorf wohnt, und schon vor dem Ver­kehr in sei­ner Kreis­stadt Bam­mel hat soll­te es viel­leicht wirk­lich las­sen … das Fah­ren in Tira­na und das schrei­ben sol­chen Bull­shits. Wer außer­halb von Deutsch­land im Stan­de ist, sein Regel-Befol­ge-Gen abzu­schal­ten, wird inner­halb von 10–15 Minu­ten begrei­fen wie der Ver­kehr hier funk­tio­niert. Und zwar EFFEKTIV. Auf­ge­mal­te Spur­strei­fen haben genau­so wie z.B. Ampeln eher vor­schla­gen­den Cha­rak­ter. Kein Alba­ner wird in Tira­na an einer roten Ampel, nur wegen der Far­be, sinn­los ste­hen blei­ben. Wo Platz ist wird gefah­ren. Da wer­den schnell aus drei Spu­ren fünf oder sechs … selbst erlebt … funk­tio­niert tut­ti … solan­ge kein stu­rer, deut­scher Pro­vinz­fah­rer in der Blech­la­wi­ne die STVZO durch­set­zen will. Vor­fahrt funk­tio­niert im gan­zen Land nach dem Prin­zip des Stär­ke­ren und Schnel­le­ren. Wer zuerst an einer Kreu­zung ist der fährt. Wenn der Links­ab­bie­ger eine Lücke im Gegen­ver­kehr fin­det, dann nutzt er sie. Wenn ein “Gro­ßes” (schnel­les, teu­res) Auto gleich­zei­tig mit einem Klein­wa­gen an eine Kreu­zung kommt (selbst aus einer Neben­stra­ße) fährt es zuerst. Das erwar­tet der Ande­re nicht anders.

Es wird, wie über­all im Süden, viel mehr gehupt. Aber meist um zu war­nen “jetzt kom­me ich”   — nicht wie in Deutsch­land … ober­leh­rer­haft “Du Idi­ot .. kannst das Fah­ren nicht” (was so viel heißt wie “hal­te Dich end­lich an die Regeln”. In SICH AN REGELN HALTEN und im FOLGEN ist der Deut­sche sowie­so Welt­meis­ter. In Anzahl und Län­ge der Staus eben­falls. Nie­man­dem scheint da ein kau­sa­ler Zusam­men­hang auf­zu­fal­len, trau­rig.

Also, Fah­ren kein Pro­blem aber nach alba­ni­schen Gepflo­gen­hei­ten. Immer das Uner­war­te­te erwar­ten (Schlag­loch, Riss in der Fahr­bahn, gro­ßer Stein mit­ten auf der sel­bi­gen — heißt: VORSICHTIG fah­ren. Wer schlecht sieht und/oder reak­ti­ons­schwach ist soll­te Nachts nicht unbe­dingt fah­ren. Ansons­ten viel Spaß in einem gesun­den, funk­tio­nie­ren­dem Ver­kehr. Der Rabe mit sei­nem Anar­cho-Gen war in Tira­na voll in sei­nem Ele­ment. Soviel Spaß hat mir das Fah­ren lan­ge nicht gemacht.

Gegen 15:00 Uhr haben wir uns durch den “skan­da­lö­sen” Ver­kehr nun “durch­ge­kämpft” und stel­len in der Rru­ga Anton Zako Caju­pu unse­ren Fabia ab. Was wir zu die­sem Zeit­punkt noch nicht wis­sen, wir sind mit­ten im soge­nann­ten Bllo­ku. Einem sechs Häu­ser­blocks umfas­sen­den Vil­len­vier­tel das noch vor 26 Jah­ren von Zäu­nen, Absper­run­gen und Mili­tär­kon­trol­len umge­ben war. Wer nur in die Nähe kam mach­te sich ver­däch­tig. Die puris­ti­sche Vil­la des Dik­ta­tors Enver Hoxha steht nur zwei Stra­ßen wei­ter. Abge­schirmt von den All­tags­sor­gen im rest­li­chen kom­mu­nis­ti­schen Alba­ni­en leb­ten in die­sem klei­nen, abge­schot­te­ten Stadt­teil mit­ten in Tira­na, aus­schließ­lich hoch­ran­gi­ge Poli­ti­ker und Par­tei­funk­tio­nä­re.

Heu­te ist es das begehr­tes­te Vier­tel der Haupt­stadt — man spricht vom “Spiel­platz der jun­gen Eli­te”. Im Bllo­ku errei­chen die Qua­drat­me­ter­prei­se locker das Vier­fa­che des in Tira­na Übli­chen. Weni­ge Minu­ten spä­ter kön­nen wir uns auch vor­stel­len war­um. Vila Tako öff­net nach Anmel­dung ihre unauf­fäl­li­ge, video­über­wach­te Tür. Von außen völ­lig unschein­ba­res, mehr­stö­cki­ges Stadt­haus ent­puppt sich drin­nen als roya­le Resi­denz. Mit Stil und Nobles­se ein­ge­rich­te­te Zim­mer, neu­es­te, antik anmu­ten­de Möblie­rung, Samt­tep­pi­che, Bil­der in gol­de­nen Rah­men … wir sind geplät­tet. So was hät­ten wir nie­mals erwar­tet.
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Eine lieb­rei­zen­de Stim­me emp­fängt uns noch bevor wir die  dazu­ge­hö­ri­ge, jun­ge, damen­haft Erschei­nung erbli­cken. Hier herrscht Matri­ar­chat — Toch­ter und Mama füh­ren den “Laden”. Bis die Mama auf­taucht, begrüßt uns die Toch­ter in akzent­frei­em Oxford-Eng­lisch. Unser gebro­che­nes Eng­lisch sorgt, wie so oft, für die ers­ten Lacher. Die Ges­ti­ku­la­ti­on für wei­te­re. Mama ist inzwi­schen bei uns. Wir ern­ten zum wie­der­hol­ten Mal Kom­pli­men­te für unse­re offe­ne, ver­rück­te, lie­bens­wer­te Art. Das Eul­chen und Mama (etwa gleich­alt­rig) “ver­lie­ben” sich aus dem Stand inein­an­der. Noch wäh­rend die jun­ge Dame uns unser Zim­mer zeigt, tuschelt Mama zu ihr etwas dazwi­schen. Kur­ze Unter­hal­tung, Lächeln und beid­sei­ti­ges Nicken haben zu fol­ge, dass wir, ohne Auf­preis, in die gedie­ge­ne Sui­te der Vil­la umge­bucht wer­den. Ein Traum in Gold, Edel­holz, Mar­mor und Samt. Wir bedan­ken uns über­schwäng­lich … Wahn­sinn. Und das gan­ze zum Preis eines Bet­tes im Ach­ter-Schlaf­saal einer Jugend­her­ber­ge in D.
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Viel Zeit zum Ver­wei­len neh­men wir uns nicht. Kur­ze Erfri­schung und ab ins Getüm­mel. Vom exklu­si­ve Wohn­vier­tel der Kom­mu­nis­ten aus, kön­nen wir alles erlau­fen. Zum zen­tra­len Platz lau­fen wir, ein Stück ent­lang der Lana, kei­ne 20min. Bereits hie beginnt unse­re “Erleuch­tung” die sich unun­ter­bro­chen fort­setzt. Tira­na ist eine leben­di­ge, pul­sie­ren­de, jun­ge und moder­ne Stadt. Wie wir fin­den, mit Abstand die schöns­te Haupt­stadt Euro­pas … aber die Geschmä­cker kön­nen vari­ie­ren. ;)))

Kein Vier­tel­jahr­hun­dert nach der Öff­nung des Lan­des strahlt sie mit einer Mischung aus kom­mu­nis­ti­scher Protz­ar­chi­tek­tur und Hyper­mo­der­ne. Kaum 35 Jah­re nach­dem man hier von Mit­ter­nacht bis zum Mor­gen in der Schlan­ge ste­hen muss­te um Milch zu bekom­men, sehen Läden und Bou­ti­quen hier aus wie in der 5th. Ave­nue in New York nur schö­ner. Mit mehr Klas­se und Ele­ganz. Genau den bei­den Attri­bu­ten, die auch die Bewoh­ner aus­zeich­nen. In den Schau­fens­tern leuch­ten die bun­ten Far­ben, die die Men­schen auf der Stra­ße tra­gen. Nicht nur Frau­en, auch Män­ner jeden Alters klei­den sich fesch — wie der Bay­er sagen wür­de.

Soweit wir bli­cken, an jedem Tira­ner ob arm, ob reich, ist etwas Schö­nes, schi­ckes oder Ele­gan­tes … eben ein Hin­gu­cker dran. Die Men­schen haben hier Stil. Eul­chen ver­misst schmerz­haft ihre könig­li­che Gar­de­ro­be. Als Vaga­bun­den leben wir hier aus der Tasche. Zwi­schen den fet­zi­gen Alba­nern kom­men wir uns bei­de vor wie armer Leu­te Kin­der.

Wir ver­zich­ten dies­mal auf Kul­tur­stät­ten und Muse­en. Atmen die­se Stadt im Gehen ein. Das ein­zi­ge Gebäu­de das wir indoor besu­chen ist die Kathe­dra­le der Wie­der­auf­er­ste­hung Chris­ti. Eine von, wenn nicht die, wich­tigs­te Kir­che Alba­ni­ens. Ein sehr modern anmu­ten­der Bau, 2012 von einem New Yor­ker Archi­tek­tur­bü­ro errich­tet. Innen wird noch an den gewal­ti­gen Fres­ken gear­bei­tet. Wir haben Glück und dür­fen einem Maler bei sei­ner Arbeit zuse­hen. Die rie­si­gen Wän­de der Kathe­dra­le wer­den kunst­voll ver­ziert und unter­schei­den sich in nichts von Male­rei­en aus dem Mit­tel­al­ter. Der Künst­ler ist sicher ein Unbe­kann­ter. Vor 500 Jah­ren wäre er, wie Michel­an­ge­lo, ein Star gewe­sen.

Auf­fäl­lig ist auch der 46 m hohe Glo­cken­turm mit sei­nen 16 Glo­cken. Der Glo­cken­turm besteht aus vier rie­si­gen, sti­li­sier­ten Oster­ker­zen — sie ste­hen für die vier Evan­ge­li­en. Die his­to­ri­sche Haupt­ka­the­dra­le der ortho­do­xen Kir­che von Alba­ni­en war Ende der 1950er Jah­re für den Bau des sozia­lis­ti­schen Kul­tur­pa­lasts abge­ris­sen wor­den.

Am Sitz der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei und am Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um vor­bei errei­chen wir end­lich das wirt­schaft­li­che, kul­tu­rel­le und poli­ti­sche Zen­trum des Lan­des — den Skan­der­beg Platz.

Who the f..k is Skanderbeg?

Es ist DER alba­ni­sche Natio­nal­held. Man kann nicht in Alba­ni­en gewe­sen sein ohne den Namen Skan­der­beg gehört zu haben. Man begeg­net ihm auf Schritt und Tritt. Er hat­te es in der Mit­te des 15. Jahr­hun­derts geschafft, die alba­ni­schen Stäm­me zu ver­ei­nen und sich erfolg­reich gegen die osma­ni­sche Besat­zung zu weh­ren, was ihn schon zu Leb­zei­ten in ganz Euro­pa berühmt mach­te. Noch heu­te gilt er als natio­na­les Sym­bol für Tap­fer­keit und die Ein­heit des alba­ni­schen Vol­kes. Sei­nem Erbe wird es auch zuge­schrie­ben, dass die Alba­ner kei­ne fana­ti­schen Anhän­ger eines Glau­bens sind, son­dern sich einer reli­giö­sen Tole­ranz ver­schrie­ben haben, die noch heu­te deut­lich in der Gesell­schaft zu spü­ren ist.
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Sei­ne Sta­tue und das klot­zi­ge, sta­li­nis­ti­sche Gebäu­de des Kul­tur­pa­las­tes domi­nie­ren die vier Fuß­ball­fel­der gro­ße Sze­ne­rie. Drum her­um die Gebäu­de eini­ger Minis­te­ri­en. An der Ecke die Et’hem-Bey-Moschee. Wir lau­fen wei­ter ent­lang des Pracht­bou­le­vard Dëshmorët e Kom­bit und der Lana bis zum nächs­te monu­men­ta­len Bau.

Der etwas grö­ßen­wahn­sin­ni­ge Hoxha woll­te sich, ähn­lich den Pha­rao­nen, ein ewi­ges Denk­mal set­zen. Aus wei­ßem Mar­mor, Glas und Stahl ließ er von sei­ner Toch­ter Pran­ve­ra, ein Art Pyra­mi­de bau­en. Das selt­sa­me Gebäu­de wird bis heu­te Pira­mi­da genannt. Vor Febru­ar 1991 beher­berg­te es mehr oder weni­ger alles, was Hoxha je berührt oder benutzt hat. In der Mit­te befand sich eine sit­zen­de Mar­mor­sta­tue Hoxhas. Heu­te befin­det sich dar­in ein inter­na­tio­na­les Kul­tur­zen­trum. Wir bestau­nen die archi­tek­to­ni­schen Kon­tras­te, eine Mix­tur aus Neo­klas­si­zis­mus, Beton­kom­mu­nis­mus und Modern­art.
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Die Stra­ßen sind sau­ber, auf­ge­räumt, gesäumt mit Cafés, Bou­ti­quen und Läden. Ame­ri­ka­nisch aus­se­hen­de Taxis mit ihren schick geklei­de­ten Fah­rern sind über­all. Gab es vor der Wen­de gan­ze DREI Mer­ce­des Limou­si­nen im Land, fah­ren heu­te mehr Daim­ler in Tira­na als in Stutt­gart. Die Stadt wirkt far­ben­froh. Kein Zufall — seit fast acht Jah­ren ist ein Künst­ler ihr Bür­ger­meis­ter — Edi Rama. Er ließ vie­le Beton­bau­ten bunt anma­len, krem­pelt “den Laden” um. Glücks­spiel und Pro­sti­tu­ti­on sind aus dem Zen­trum ver­schwun­den.
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Wir sind wie­der im Ish Bllo­ku und durch­que­ren es. Das eins­ti­ge Bon­zen­re­fu­gi­um ist heu­te Sze­ne-vier­tel. Bars, Restau­rants, Clubs, jun­ge Men­schen, Musik .… und alles gesit­tet und mit Klas­se. Kei­ne Ran­da­le, kei­ne Gewalt, kei­ne Über­grif­fe … Kri­mi­na­li­tät ist sowie­so ein Fremd­wort in Alba­ni­en. (Klein­kri­mi­nel­le ver­die­nen bes­ser in Paris, Frank­furt und Brüs­sel und das orga­ni­sier­te Ver­bre­chen sitzt sowie­so im Wes­ten und auf Besuch zu Hau­se hat es sich zu beneh­men … klingt banal, ist aber wirk­lich so).

Wir haben für die letz­te Mahl­zeit ein Zga­ra aus­ge­sucht. Das Zaga­ra Kor­ca­re 2 — Im wei­tes­ten Sin­ne ein tra­di­tio­nel­ler Grill. Es liegt fast am Par­ku i Madh (so zu sagen dem Cen­tral­park von Tira­na),  in der Rru­ga Sami Fras­he­ri, am äußers­ten süd­li­chen Rand des Bllo­ku-Vier­tels.
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Das Kon­zept des Lokals ist genau­so geni­al wie sim­pel. Hin­ter einer Glas­the­ke liegt fein säu­ber­lich und leicht gekühlt alles Erdenk­li­che das sich Gril­len lässt. Fleisch von Rind, Schwein, Lamm, Zie­ge, über Geflü­gel aller Cou­leur bis hin zum Gemü­se. Dazu Soßen, Dips, Sala­te, Tzat­zi­ki, Roh­kost usw. Man wählt was man essen möch­te und das wird live vor den Augen des Gas­tes gegrillt. Ein Eldo­ra­do für den Raben.

Wir haben wie­der ein­mal Glück. Einer der Jungs hin­ter der opu­len­ten Aus­la­ge spricht supi deutsch. (Hat in der Schweiz gelebt) Er erklärt uns die Lecke­rei­en. Was kos­tet die Welt, den­ken wir uns und ordern einen Tel­ler mit Zie­ge, Geflü­gel, alba­ni­schen Gemü­se­klop­sen, Koso­vo-Würs­ten, wei­ße Boh­nen, Gemü­se­sa­lat (wie unser Kar­tof­fel­sa­lat nur deli­ka­ter mit viel mehr Zuta­ten), ver­schie­de­ne Joghurt­pas­ten und Rote Bee­te. Dazu zwei Wein. .… alles zusam­men kommt ~15 Euro … deka­dent:)))

Unnö­tig zu erwäh­nen, dass man unser schmat­zen wahr­schein­lich in ganz Tira­na gehört hat. Ooooooobbbb­beeeerrrrr lecker. Lan­ge sit­zen wir auf dem läng­li­chen Bal­kon des Lokals im ers­ten Stock des Hau­ses und bestau­nen das bun­te Trei­ben auf der Stra­ße. Bli­cken zurück auf unse­re aben­teu­er­li­che Rund­rei­se durch die süd­li­che Hälf­te Alba­ni­ens, las­sen Men­schen, Orte und Momen­te Revue pas­sie­ren. Schä­men uns wegen unse­rer anfäng­li­chen, dum­men Vor­ur­tei­le dem Land gegen­über und ver­nei­gen tief unse­re Häup­ter vor den Alba­nern, die so ein phan­tas­ti­sches, offe­nes und gast­freund­li­ches Volk sind. Vor ihren Errun­gen­schaf­ten, vor ihren Sit­ten und Bräu­chen und vor der, auf die­sen Sei­ten viel geprie­se­nen, Glau­bens­to­le­ranz.
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Auf dem Rück­marsch durch die Stra­ßen Tira­nas, gegen 22:00 Uhr, füh­len wir uns sicher, um es genau­er zu sagen — um eini­ges siche­rer als zu Hau­se. Übri­gens, um die­se Zeit bekommt man hier an meh­re­ren Stän­den noch fri­sches Obst und Gemü­se vom Land. Kei­ne 20 min spä­ter ver­sin­ken wir im Bett unser könig­li­chen Sui­te in der Vila Tako. Es steht fest, Tira­na wird uns wie­der sehen.

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