Wie­der ein­mal besu­chen wir die Ober­frän­ki­sche Metro­po­le. Lang genug haben wir es vor uns her gescho­ben. Zum einen hat unser Pro­te­gés mit Geschäf­ten und sei­ner Gesund­heit zu tun gehabt, zum Ande­ren waren unse­re Wochen­en­den ver­plant. K.D. G. lädt schon seit Mona­ten ein — nun sind wir da. Fast ein Jahr haben wir uns nicht gese­hen, kön­nen uns bei der “Unter­neh­mungs-Pla­nung” kaum erin­nern was wir damals gemein­sam gese­hen haben, wo wir geges­sen haben — schön, dass es die­sen Blog gibt;))) Trotz eines erheb­li­chen Alters­un­ter­schie­des, ist eine beson­de­re Sym­pa­thie vor­han­den und es fühlt sich an als hät­te man sich vor weni­gen Tagen das letz­te Mal gesehen.Trotz sei­nes Alters und des ange­schla­ge­nen Gesund­heits­zu­stan­des ist unser Gast­ge­ber vol­ler Ener­gie und bemüht uns wie­der kuli­na­risch wie Sight­see tech­nisch zu ver­wöh­nen.

Wir begin­nen am Frei­tag im Gast­hof “Blö­del” in Korn­burg bei N. Bes­ser gesagt in sei­nem Bier­gar­ten. Das haben die Bay­ern dem Rest der Welt Vor­aus — die Bier­gar­ten­kul­tur. Bei (fast) jedem Wet­ter drau­ßen essen und trin­ken,
teils über­schirmt, teils “Pilz”beheizt — war­um ver­bie­ten das vie­le Kom­mu­nen außer­halb Bay­erns???? Lärm? Anwoh­ner­be­schwer­den? Bereits ers­te Anzei­chen auf Tole­ranz und Mul­ti­kul­tur???? Das Essen im Blö­del ist Urfrän­kisch aber nicht wie­der­ho­lungs­wert. Schäufer­le, gekoch­tes Rind­fleisch, Tar­tar vom Rind (das war lecker;))) sowie frän­ki­sche Flüs­sig­kei­ten wan­dern unse­re Spei­se­röh­ren her­ab. K.D.G. erzählt uns eini­ges über das Zusam­men­le­ben der Fran­ken mit Aus­län­dern. Beson­ders in Nürn­berg und Umge­bung hat das jahr­zehn­te­lan­ge Geschich­te. Gera­de Tür­ken — Ara­ber und Mos­lems zugleich gehö­ren hier zur Gesell­schaft. Sind Teil die­ser — spre­chen Deutsch, arbei­ten schwer, sind mehr­heit­lich freund­lich und umgäng­lich, betrei­ben Geschäf­te und Restau­rants, besit­zen Eigen­tum. Nie­mand in Nürn­berg käme auf die Idee sie als stö­rend oder fremd anzu­se­hen. Sie gehö­ren dazu, wie auch ande­re Natio­na­li­tä­ten übri­gens auch z.B. Ita­lie­ner, Polen aber auch Chi­ne­sen und vie­le Afri­ka­ner. Auf dem Rück­weg hal­ten wir tra­di­ti­ons­ge­mäß bei einem ….. Aus­län­der;)))))
Im “Cam­po” gibt es Eis­sor­ten von den hat der Erfur­ter noch nie was gehört und schme­cken tuen sie “oben­drein — (wo kom­men unse­re ita­lie­ni­schen Mit­bür­ger eigent­lich her???? Oder rei­chen zehn Sor­ten für den Ossi???
Der Abend endet mit einer Fla­sche lecke­ren Wein und einem ewig lan­gen Gedan­ken­aus­tausch — Schnerz­chen aus dem Leben unse­res Freun­des dür­fen da jedes­mal nicht feh­len:)

img_0350.jpgAm Fol­ge­tag wird gegrillt. Im GÜN Markt (ein tür­ki­scher Laden) wer­den fri­sche Lamm­ko­te­letts besorgt dazu gibt es Kar­tof­fel­sa­lat, Ret­tich­sa­lat und Toma­ten­sa­lat — ein Gau­men­or­gas­mus son­der­glei­chen.

Wir decken uns noch im Hof­la­den von Weiss­mann mit Gemü­se, Obst, Käse und Brot ein — wo gibt es sowas bei uns. Im Fein­kost­la­den in der Nürn­ber­ger Innen­stadt kau­fen wir noch lecke­re Pest­os und BIO-Dips ein damit die fol­gen­de Woche was fri­sches auf den Tisch kommt und besu­chen den BIO-Markt. Den klei­nen Hun­ger stil­len wir im Ori­gi­nal Nürn­ber­ger Brat­wurst­haus in der Königs­stras­se. Es ist das ein­zi­ge Restau­rant das sei­ne Würs­tel noch sel­ber macht — so schme­cken sie auch, man kann sich rein­le­gen. Eine Hor­de Kell­ner flitzt im Bier­gar­ten und bedient in bes­ter Lau­ne die Gäs­te — man war­tet weder auf die Kar­te, noch auf die Bestel­lung und das Essen ist in 10 min da — in die­sen 10 min trinkt man bereits das in 2 min da gewe­se­ne Bier. Wahn­sinn.
Das aend­li­che Gril­ling wird zum Gau­men­fest — es dau­ert zwar ein wenig bis der Gas­grill 350 Grad erreicht hat aber dann …… mein klei­ner Nacht­jä­ger ver­langt Nach­schlag:))))
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Eul­chen besteht auf einem Tagesaus­klang bei Cam­po — das Eis ist aber auch revo­lu­tio­när!!!!!!! Rabe ent­deckt dort übri­gens sei­ne Lie­be zum Spa­ghet­ti-Eis -(Salz­ka­ra­mel kokos) Him­mel auf Erden:)

Sonn­tag müs­sen wir uns schon wie­der ver­ab­schie­den, wer­den aber nicht ohne eine lecke­re Mahl­zeit ent­las­sen. Wir wer­den in das Urbay­ri­sche Gar­ten­lo­kal Gold­bach ein­ge­la­den. Mas­sen hung­ri­ger Fran­ken schun­keln bei der etwas zu lau­ten Musik des ita­lie­ni­schen Allein­un­ter­hal­ters und Essen was des Fran­ken Magen begehrt. Haxen, Rou­la­den, Würs­tel, Schäu­fe­le, Bra­ten, Klö­ße u.v.m. Mit am Tisch der Syri­sche Nef­fe des Halb­bru­ders vom K.D.G. Seit einem knap­pen Jahr in Deutsch­land — etwa Anfang drei­ßig — hat bei einem Bom­bar­de­ment in …. sei­ne Apo­the­ke ver­lo­ren. Net­tes Kerl­chen — sprach pas­sa­bel Deutsch — sehr an Inte­gra­ti­on inter­es­siert. Wenn nur alle so wären.
Mit vol­len Mägen ver­ab­schie­den wir uns …. einem Eis bei Cam­po kön­nen wir aber nicht wie­der­ste­hen:)
Unser Gast­ge­ber und sein Gast aber auch nicht — noch­mal sit­zen wir zusam­men beim Ita­lie­ner:))) Dan­ke K.D.G. — wir freu­en uns schon auf’s nächs­te Mal.

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