Prag, Prag, Prag … Pfingsten in der goldenen Stadt

26, Mai. 2015 | Essen & Trin­ken, Rei­sen, Tschesch­ei | 0 Kom­men­ta­re

Nach kaum drei stün­di­ger Fahrt — check in im “Krebs­chen”. Unser Botel “Racek” ist am idyl­li­schen, von Grün umge­be­nen und ruhi­gem Mol­dau-Ufer fest­ge­macht. Die Kajü­te erstaun­lich geräu­mig — Zim­mer zu Was­ser­sei­te auch kein Pro­blem — ledig­lich getrenn­te Bet­ten aber was sich zankt — das liebt sich und schläft über- und neben­ein­an­der in einer Koje:))
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Mit der Tram 17 direkt ins Zen­trum rund um den Alt­pra­ger Markt zum ers­ten kuli­na­ri­schen Lecker­bis­sen. Rabe labt sich an einem Schwei­ne­knie ohne Kno­chen (Haxe:)),

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Eule ver­drückt die ers­ten (naaaaa­tür­lich) Sem­mel­knö­del und dazu Rin­der­bra­ten in Pilz­so­ße. Shop­ping gestall­tet sich in Prag schwer — immer­hin ein regen­bo­gen­far­be­ner Biki­ni springt raus. In den wun­der­schö­nen, figur­be­ton­ten, neon­grü­nen Bade­an­zug will der Kevin irgend­wie gar­nicht rein­pas­sen — Eule nölt was von unvor­teil­haft. Rabe gefällt’s:)))) Frus­triert läuft die Eule im Lala-Bon­bon­pa­ra­dies Amok.

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Erst am drit­ten Tag bemerkt sie, dass 100gr. Lala — 3€ kos­ten — wir las­sen es uns trotz­dem schme­cken:)) Total erschöpft tan­ken wir im Dub­lin-Pub Guin­ness, Kill­ken­ny und Coro­na.

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Das Nass ver­dampft förm­lich:)) Aus­klang auf der Racek-Ter­as­se bei Schwarz­bier und Zigar­re.

Sams­tag:
Tsche­chi­sche Gast­lich­keit nimmt mit dem “üppi­gen Früh­stück” ers­te For­men an. Kur­zer Abste­cher zu einem Dra­chen­boot­ren­nen in der Nach­bar­schaft bringt uns auf eine Idee:))

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Dank Dr. Goog­le fin­den wir nach ewi­gem umher­ir­ren, nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt, genau am gegen­über­lie­gen­dem Mol­dau­ufer, mit einer klei­nen Fäh­re in 2 min zu errei­chen, end­lich einen Boots­ver­leih. Die fol­gen­de Motor­boot­tour auf der Mol­dau ent­schä­digt uns für die Suche.

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Für knap­pe 20 € genie­ßen wir mari­ti­mes Frei­zeit­fee­ling und die nei­di­schen Bli­cke der Tou­ris­ten am Ufer. Vor lau­ter Über­schwung hät­ten wir fast das Wehr über­se­hen — wir bekom­men grad noch so die Kur­ve. Das hät­te ein Geläch­ter bei den Zuschau­ern gege­ben:))) Über­all Schwä­ne, Schwä­ne, Schwä­ne — groß, klein, zu Was­ser und Hucke­pack.
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Wei­ter gehts zum Floh­markt am Mol­dau­ufer.
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Auf alten Käh­nen und am Ufer unzäh­li­ge Stän­de mit Trö­del, Kla­mot­ten und Lecke­rei­en. Hier wer­den eini­ge Kro­nen in super­schi­cki­mi­cky Eulen­ohr­ge­hän­ge, lecke­res King­s­wood Cider, Kol­ba­sa (gebra­te­ne Wurst, tsche­chi­sche Spe­zia­li­tät), und natür­lich Bier inves­tiert.
Kola­cky, run­des Hefe­teil­chen mit Hei­del­beer­fül­lung sorgt für hel­le Begeis­te­rung.

Nach kur­zer Heia-Pau­se
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auf unse­rem Schiff — entern wir die Klein­sei­te — in einem knall­ro­tem Mer­ce­des-Old­ti­mer-Cabrio
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und ent­de­cken die John Len­non Mau­er, die grü­ne Insel Kam­pa (das klei­ne Vene­dig Prags), die Kir­che des hei­li­gen Niko­laus und stran­den in einem uri­gen Gast­haus bei Sem­mel- und Speck­knö­deln, pra­ger Rei­be­ku­chen, Knao­b­lauch­sup­pe (superb) und Fleisch, Fleisch, Fleisch — dan­ke an die ers­te freund­li­che Bedie­nung. (eine Deut­sche)

Auf dem Rück­weg über die Karls­brü­cke — spon­ta­nes Foto­shoo­ting mit zwei schnee­wei­ßen Hoch­zeit­stau­ben.
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Nieeed­lich:))) Der zwei­te Tag endet mit der Rat­haus­turm­be­stei­gung by Night. Ein atem­be­rau­ben­der Rund­um­blick über Prag — ein­fach Wahn­sinn.

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Sonn­tag:
Erneut ein “üppi­ges Früh­stück” — bred finish, eggs finish — na suuuuper!!!!!
Ers­te Sta­ti­on Vyseh­rad. 3h umher­wan­dern auf der sagen­um­wo­be­nen Burg­an­la­ge der Fürs­tin Libu­se. Der Fel­sen am Mol­dau­ufer beher­bergt u.a. die Kir­che des hei­li­gen Peter & Paul mit dem Fried­hof auf dem auch Anton Dvor­ak ruht. Von jeder Sei­te der Anla­ge ein taum­haf­ter Blick auf die Stadt

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Auf dem Fel­sen fin­det der Rabe sogar noch einen sei­ner Brü­der:)

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Ein­mal vom Aus­blick ver­wöhnt suchen wir den nächs­ten Aus­sichts­punkt. Petrin mit dem klei­nen Eif­fel­tum (Kopie 1:5) mit sei­nen 299 Stu­fen ver­langt uns die letz­ten Kräf­te der ers­ten Tages­hälf­te ab. Der Aus­blick dafür geni­al!!!

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Oben ange­kom­men ent­deckt Eule unweit eine Klos­ter­an­la­ge. Der Fuss­marsch dahin wird unge­fragt auf die Tages­ord­nung gesetzt. Bereits ers­te Schrit­te den steil­ab­schüs­si­gen Wald­weg ent­lang trei­ben der Eule Schweiß­per­len auf die Stirn beim Gedan­ken an den Rück­weg — aber nun kann man sich kei­ne Blö­ße mehr geben. Stra­hovs­ky klas­ter — anno 1140 — war den Ever­est­ab­stieg lei­der kaum wert. Gott sei Dank — fin­den wir einen fla­che­ren Rück­weg zu unse­rem Tuff­tuff — ent­lang der Hun­ger­mau­er. Um das Pra­ger-Mol­dau-West­ufer-Pro­gramm kom­plett zu machen müs­sen wir natür­lich auch ein­mal mit der Stand­seil­bahn über die Hän­ge des Lau­ren­zi­bergs fah­ren.

Kur­zer Stop im Hotel — Sty­len, Umzie­hen und ab ins Getüm­mel. Der Plan sah ein Essen im “U Fle­ku” vor. Vor der “über­schwäng­li­che Freund­lich­keit” der Kell­ner in besag­ter his­to­ri­scher Bier­stu­be von 1499 kön­nen wir aber nur kapi­tu­lie­ren. Fin­den dafür aber ein edles Klein­od der tsche­chi­schen und inter­na­tio­na­len Küche in der uli­ca Huso­va 227/15. Restu­rant “U modreho hroz­nu” — die zwei­te freund­li­che Bedie­nung unse­res Besuchs ser­viert uns den “bes­ten Gulsch der Stadt” dazu Beche­rov­ka und Scho­ko­foun­due mit Obst — davon ordern wir der Rei­he nach zwei … das sagt eigent­lich alles:))))

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Das Pra­ger Sex­ma­schi­nen Muse­um hät­te man nicht unbe­dingt sehen müs­sen — eher was für unauf­ge­klär­te Jugend­li­che:))) oder ver­klemm­te Senio­ren:))) Abschlies­send ein “kos­ten­lo­ses” Guin­ness und Lat­te Mac­ciat­to und ab zur Stras­sen­bahn. Fuss­pee­ling durch klei­ne Fisch­chen heben wir uns für den nächs­ten Prag­be­such in 36 Jah­ren auf.

Das letz­te Früh­stück auf dem Schiff fällt wegen “bred finish, egg-finish, saus­ag­ge-finish and cof­fe-finish und das um 09:00 Uhr (Früh­stück gibts bis10:00) aus. Benach­bar­te Piz­ze­ria ist da wesent­lich freund­li­cher — wird von uns aber eben­falls boy­kot­tiert 50 Kro­nen E‑I-N-T-R-I-T‑T jaaaa EINTRITT sind uns zu spie­ßig.

Die gol­de­ne Stadt ist wun­der­schön, sei­ne Gas­sen, Plät­ze und Sehens­wür­dig­kei­ten atem­be­rau­bend und wun­der­schön. Wäre da nur nicht die Tsche­chi­sche Men­ta­li­tät — eine fast kör­per­lich spür­ba­re Arro­ganz und Unfreund­lich­keit gegen­über Frem­den. Abzo­cke auf Schritt und Tritt, Ungleich­be­hand­lung durch die Poli­zei und nahe­zu jede Bedie­nung in der Stadt — scha­de eigent­lich.

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